Kooperation zwischen „ene“ und CFG trägt energetische Früchte

Schülerinnen und Schüler erstellten in Eigenregie eine „Machbarkeitsstudie“ für ein Windrad auf dem Sportplatz – „ene“ lieferte 295 000 Messdaten – Exkursion zu den regenerativen Energie-erzeugungsanlagen der Region

Der Experte für Sonnenenergie bei der „ene“, Alexander Böhmer, erklärte den jungen Leuten, wie ein Solarpark funktioniert. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Der Experte für Sonnenenergie bei der „ene“, Alexander Böhmer, erklärte den jungen Leuten, wie ein Solarpark funktioniert. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Eifel – Seit 2015 kooperiert das Bischöfliche Clara-Fey-Gymnasium in Schleiden mit der ene-Unternehmensgruppe in Sachen Erneuerbare Energien. Einmal im Jahr dürfen die Schülerinnen und Schüler der EF (Jahrgangsstufe 10) die regenerativen Energieerzeugungsanlagen der „ene“ in Augenschein nehmen und erhalten Informationen über Ausbildungsmöglichkeiten beim regionalen Energiedienstleister. Darüber hinaus unterstützt die „ene“ das Gymnasium bei Schulprojekten. In diesem Jahr konnte Physik- und Mathematiklehrer René Robers handfeste Erfolge der Kooperation vermelden. Die Schule plante bereits im Nachgang zur ersten Veranstaltung mit der „ene“, eine kleine Windenergieanlage in Betrieb zu nehmen, um damit ein Zeichen zu setzen, dass man es mit dem Klimaschutz sehr ernst nimmt.

Physiklehrer René Robers berichtete über die ersten Ergebnisse bezüglich einer Windenergieanlage am CFG. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Physiklehrer René Robers berichtete über die ersten Ergebnisse bezüglich einer Windenergieanlage am CFG. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

„Die Energie Nordeifel hat uns dazu ein Windmessgerät zur Verfügung gestellt, das neun Monate lang auf dem Sportplatz die Windhöffigkeit gemessen hat“, berichtete Robers. Er selbst habe dann an seine drei 9. Klassen den Auftrag erteilt, eine Art Machbarkeitsstudie zu erstellen, um herauszufinden, ob sich eine Windenergieanlage an der Schule überhaupt rechne. „Dazu mussten sich die Schülerinnen und Schüler zunächst einmal einiges an Grundwissen zur Windenergie verschaffen“, berichtete Robers. Sodann galt es, die 295 000 Messdaten der „ene“ so zu strukturieren, dass man mit diesen auch arbeiten konnte. Des Weiteren mussten die jungen Leute verschiedene Windkraftanlagen genauer unter die Lupe nehmen und ein geeignetes Modell für die Schule auswählen.

„Hier ging es vor allem darum, ein Modell zu finden, das den besten Amortisationszeitraum besaß“, so Robers. Dabei habe man Windenergieanlagen von 30.000 bis 100.000 Euro auf dem Prüfstand gehabt. Entsprechend seien dabei Amortisationsraten zwischen 31 und 79 Jahren herausgekommen. „Da man davon ausgehen kann, dass nach 30 Jahren längst neue Kosten für die Reparatur einer Windenergieanlage entstehen würden, sollte die Amortisationszeit aber keinesfalls länger als 30 Jahre dauern“, so Robers.

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:
Ahrtal gehörte den Radlern
Aufbau und Funktionsweise eines Windrades war das Thema von Florian Liel (rechts) vom KEVER-Team. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Aufbau und Funktionsweise eines Windrades war das Thema von Florian Liel (rechts) vom KEVER-Team. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Das Projekt soll im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Dann will man sich auch die Frage stellen, ob man die entstehende Energie nicht besser direkt vor Ort verbraucht, anstatt sie zu verkaufen. Dazu aber wäre eine Speichertechnik notwendig.

„Auf jeden Fall haben die jungen Leute dank der Kooperation mit der Energie Nordeifel gelernt, wie man eine Big Data-Analyse betreibt, sie haben in einem authentischen Kontext gearbeitet und sich einen vielseitigen Kompetenzzuwachs erworben“, resümierte Robers. Man wolle den Bau der Windenergieanlage auch weiterhin verfolgen. Und natürlich wird das Thema Regenerative Energie auch ein Thema im Erdkundeunterricht von Wolfgang Kerp bleiben.

Sandra Ehlen informierte über die tägliche Arbeit bei der „ene“. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Sandra Ehlen informierte über die tägliche Arbeit bei der „ene“. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Die weit über 150 Schülerinnen und Schüler erfuhren an diesem Vormittag auch einiges über die „ene“ als regionalen Energiedienstleister. Sandra Ehlen, die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, berichtete über den Aufbau und die tägliche Arbeit bei der „ene“. Walter Bornemann von der Personalabteilung stellte die beiden Berufsfelder Elektroniker/Elektronikerin für Betriebstechnik und Industriekaufmann/-kauffrau vor, erläuterte die Voraussetzungen für diese Ausbildungszweige und gab einige Bewerbungstipps.

Walter Bornemann stellte Ausbildungsberufe bei der ene-Unternehmensgruppe vor. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Walter Bornemann stellte Ausbildungsberufe bei der ene-Unternehmensgruppe vor. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Anschließend verdeutlichte Matthias Mark den jungen Leuten die Notwendigkeit einer Energiewende und stellte die regenerativen Erzeugungsanlagen der „ene“ vor. Danach folgte auf die Theorie die Praxis: Mit gleich drei Bussen schwärmten die Schülerinnen und Schüler in die Region aus, um sich regenerative Erzeugungsanlagen vor Ort anzusehen. Im Bürgerwindpark Schleiden wartete Florian Liel auf die jungen Leute, um ihnen Bau und Betrieb eines Windrades näher zu bringen. Im Sun Park Herhahn stand der „ene“-Spezialist für Sonnenenergie, Alexander Böhmer, bereit, um den Schülern die Funktionsweise eines Solarparks zu erklären. Dabei durften sie auch einen Blick ins Trafohäuschen werfen.

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:
ene-Unternehmensgruppe lässt Holzmasten kontrollieren
Matthias Mark verdeutlichte den jungen Leute die Notwendigkeit einer Energiewende. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Matthias Mark verdeutlichte den jungen Leute die Notwendigkeit einer Energiewende. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Und an der dritten Anlaufstelle, der Biogasanlage am „Clemens-Josef-Haus“, einer Einrichtung des Rheinischen Vereins für Katholische Arbeiterkolonien, besser bekannt unter dem Namen „Vellerhof“, war schließlich Bioenergie das Thema. Dort erläuterte der Landwirtschaftsmeister Michael Jakobs Sinn und Zweck der Einrichtung und erklärte anschließend die Funktionsweise der Biogasanlage, die pro Tag gut 5000 Kilowattstunden Strom erzeugt.

Eifeler Presse Agentur/epa

Kommentar verfassen