Es darf gelacht werden

Große Humoristen zu Gast beim Eifel-Literatur-Festival – Bereits über 7000 Karten verkauft

Bei Elke Heidenreich gehen langsam die Tickets aus. Wer noch dabei sein möchte, muss sich beeilen. Bild: Leonie von Leist
Bei Elke Heidenreich gehen langsam die Tickets aus. Wer noch dabei sein möchte, muss sich beeilen. Bild: Leonie von Leist

Prüm – Zu den Sternstunden, die das Eifel-Literatur-Festival in 2018 bietet, zählen die Lesungen dreier Persönlichkeiten, die sich besonders durch ihrem Humor einen Namen gemacht haben: Elke Heidenreich, Axel Hacke und Jan Weiler. Alle drei verbindet, dass sie einen genauen Blick aufs allzu Menschliche werfen und es mit pointierter Feder in höchst unterhaltsame Erzählungen kleiden. Elke Heidenreich ist mit ihrem Auftritt am Freitag, 27. April, in der Bitburger Stadthalle die erste der drei Gäste, die beim Eifel-Literatur-Festival vorrangig Humor und Unterhaltung vertreten. Die dann 75-Jährige ist seit langem eine Instanz im deutschen Literaturbetrieb. Seit 1970 arbeitet sie als freie Autorin, Literaturkritikerin und -vermittlerin. Ihren Durchbruch feierte sie mit lustigen Geschichten um die Metzgersgattin Else Stratmann aus Wanne-Eickel, in denen sie, wie auch in ihrem literarischen Debüt „Kolonien der Liebe“ (1992) Erfahrungen aus einer kleinbürgerlichen Welt kolportierte.

Die Liebeserzählungen wurden zum Bestseller, ebenso die folgende, mehrfach ausgezeichnete Katzengeschichte „Nero Corleone“ (1995), mit der Heidenreich sowohl ihr Faible für Geschichten um Tiere und Menschen als auch für kindertaugliche Literatur begründete. Beim Schreiben alleine blieb es für die auch in Moderation von Fernseh- und Hörfunksendungen Erfahrene nicht. Auf dem Sendeplatz des Literarischen Quartetts im ZDF trat sie mit ihrem eigenen Format „Lesen!“ prominent als Literaturkritikerin in Erscheinung und vermittelte einem großen Publikum die Freude an Büchern. Doch damit nicht genug, das Multitalent entdeckte das Schreiben von Opernlibretti als weiteres Betätigungsfeld. Beim Eifel-Literatur-Festival werden die Leserinnen und Leser Elke Heidenreich jedoch wieder als begnadete Beobachterin und Erzählerin erleben. Sie wird ihr jüngstes Buch „Alles kein Zufall“ mitbringen, in dem sie komische Alltags-Szenen schildert, die uns allen den Spiegel vorhalten.

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Axel Hacke schreibt Geschichten, in denen sich viele wiedererkennen können. Bild: Thomas Dashuber
Axel Hacke schreibt Geschichten, in denen sich viele wiedererkennen können. Bild: Thomas Dashuber

Geschichten zu schreiben, in denen sich viele Menschen wiedererkennen können, ist auch die Stärke von Axel Hacke, der am Donnerstag, 17. Mai, im Forum Daun liest. Der 61-Jährige hatte seine Karriere zunächst als Journalist bei der Süddeutschen Zeitung (SZ) begonnen. Er berichtete über große Sportereignisse, Politik und die Wendezeit oder über Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Doch schon 1990 veröffentlichte er eigene Kolumnen, die sich um sein familiäres Alltagsleben mit drei Kindern drehten. Als Buch unter dem Titel „Der kleine Erziehungsratgeber“ wurden sie ein Millionen-Verkaufserfolg und standen zwei Jahre auf der Spiegel-Bestsellerliste. Seit 2000 schreibt Hacke freiberuflich Bücher für Kinder und Erwachsene, ist aber auch dem Genre der Kolumne treu geblieben. Seine Freitagsbeiträge „Das Beste aus meinem Leben“ im SZ-Magazin wurden sogar verfilmt. Eins seiner erfolgreichsten Bücher ist „Der weiße Neger Wumbaba“ (2004), das sich um missverstandene Liedtexte dreht. Sein Blick aufs Amüsante im Alltäglichen hat Axel Hacke viele Preise und weltweite Bekanntheit eingebracht. Seine Werke wurden in 17 Sprachen übersetzt. Wo er auftritt, sorgt er nicht nur für Lachmuskeltraining sondern auch für Überraschungen. Denn er entscheidet immer erst auf der Bühne, welche seiner Texte er vorträgt.

Amüsante Aufbereitungen familiärer Erfahrungen darf man bei Jan Weiler erwarten. Bild: Tabor Bozi
Amüsante Aufbereitungen familiärer Erfahrungen darf man bei Jan Weiler erwarten. Bild: Tabor Bozi

Als dritter und jüngster humoristischer Gast kommt Jan Weiler am Freitag, 8. Juni, zum Eifel-Literatur-Festival nach Prüm. Mit Axel Hacke verbinden ihn sowohl seine Laufbahn als Journalist (ebenfalls bei der SZ) wie auch die amüsante Aufbereitung eigener familiären Erfahrungen. Bekannt wurde Jan Weiler durch „Maria, ihm schmeckt‘s nicht!“. In diesem Buch, das 2009 als Verfilmung ins Kino kam, erzählt er von seinem italienischen Schwiegervater Antonio, der als Gastarbeiter nach Deutschland kam, und von einem Besuch bei dessen Sippe in Italien. Die Komik im Zusammenprall zweier Welten schlug beim Lesepublikum derart ein, dass Weiler noch ein Nachfolgebuch hinterherschob. Aber auch andere Werke wie „Mein Leben als Mensch“ oder das Reisetagebuch „In meinem kleinen Land“ wurden zu Erfolgen. Ganz besonders populär wurde seine Trilogie um das „Pubertier“, dessen erster Band 2014 erschien. Die Schilderungen von der kritischsten Phase für Eltern und Heranwachsende, die Pubertät, traf den Nerv von Millionen Lesern. Auch sie wurden fürs Kino und eine ZDF-Fernsehreihe verfilmt. In Prüm wird Jan Weiler Kostproben davon geben.

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Für die Elke Heidenreich-Veranstaltung gibt es nur noch wenige Tickets. Ein Tipp vom Veranstalter: Lassen Sie sich bei „Ausverkauft“ auf die Warteliste setzen. Denn bei Gysi, Yogeshwar und Link konnte nach dem frühen „Ausverkauft“ die Bühnentiefe verändert, und so jeweils 80 neue Tickets in den Handel gebracht werden. Bei den Veranstaltungen von Gysi, Yogeshwar und Link können nunmehr jeweils 800 Besucher dabei sein. (epa)

Den kompletten Veranstaltungskalender samt Tickethotline finden Sie hier.

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