EuLog bringt Gründerwettbewerb ins Rollen

AC2 geht in die nächste Runde – Auftaktveranstaltung fand im Logistikunternehmen der Nordeifelwerkstätten statt – Beratung, Netzwerke, Workshops und mehr für Existenzgründer und bestehende Unternehmen, die weiter wachsen wollen

Bei der Auftaktveranstaltung des Businessplanwettbewerbs AC2 berichtete Markus Wilden (2.v.r.), Geschäftsführer EuLog, von der hohen Bedeutung externer Beratung für Unternehmen auf der Erfolgsspur. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Bei der Auftaktveranstaltung des Businessplanwettbewerbs AC2 berichtete Markus Wilden (2.v.r.), Geschäftsführer EuLog, von der hohen Bedeutung externer Beratung für Unternehmen auf der Erfolgsspur. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Euskirchen-Kuchenheim – „Bringen Sie ihre Unternehmens-Gründung ins Rollen!“, so lautet das Motto des diesjährigen branchenübergreifenden Businessplanwettbewerbs AC2 der GründerRegion Aachen. Am vergangenen Dienstagabend bot passenderweise das Euskirchener Logistik-Unternehmer „EuLog“ den Rahmen für die Auftaktveranstaltung. Die Tochterfirma der Nordeifelwerkstätten (NEW), die sich in vielfältiger Weise um die Belange von Menschen mit Behinderungen widmet und im Kreis Euskirchen 1100 Menschen mit Handicap berufliche Teilhabe ermöglicht, hatte im vergangenen Jahr selbst am Wachstumswettbewerb von AC2 teilgenommen.

In einer für den Abend perfekt inszenierten Lagerhalle umgeben von Paletten, Zugmaschine, Gabelstapler und Paletten nutzten rund 60 künftige und bereits erfolgreiche Unternehmer sowie Berater, Vertreter aus Verwaltung, Wirtschaftsförderung und Finanzierungsexperten der Kreissparkasse Euskirchen (KSK) den Abend zum Kennenlernen und Pläne schmieden.

Die Lager- und Logistik-Service-Firma EuLog bot einen passenden Rahmen für das diesjährige Wettbewerbsmotto: „Bringen Sie ihre Unternehmens-Gründung ins Rollen!“. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Die Lager- und Logistik-Service-Firma EuLog bot einen passenden Rahmen für das diesjährige Wettbewerbsmotto: „Bringen Sie ihre Unternehmens-Gründung ins Rollen!“. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Der Wettbewerb richtet sich sowohl an Existenzgründer wie an kleinere und mittlere bestehende Unternehmen, die Wachstumschancen entdecken und nutzen wollen. Neben ausgelobten Sach- und Geldpreisen profitieren die Teilnehmer im Rahmen des Wettbewerbs vor allem von Beratung, Workshops, Fachvorträgen, Netzwerken und Öffentlichkeit.

Im Rahmen des für die Teilnehmer kostenfreien Wettbewerbs – die Berater arbeiten ehrenamtlich – entwickeln die angemeldeten Teilnehmer zusammen mit einem persönlichen Mentor einen tragfähigen Businessplan für ihre Gründungsidee oder Ideen für weiteres Wachstum. Dazu werden Materialien wie ein Handbuch bereitgestellt, es werden zusammenfassende Analysen von Experten verfasst und weitere Ansprechpartner vermittelt. Die besten Projekte werden im Rahmen einer feierlichen Prämierungsfeier im Krönungssaal in Aachen mit Geld- und Sachpreisen ausgezeichnet.

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Die Chancen zur externen Beratung nutzen, das empfahl Günter Rosenke (l.), Landrat Kreis Euskirchen, allen Unternehmern. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Die Chancen zur externen Beratung nutzen, das empfahl Günter Rosenke (l.), Landrat Kreis Euskirchen, allen Unternehmern. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

In seinem Grußwort betonte Günter Rosenke, Landrat Kreis Euskirchen, dass Erfolg und Innovation keine Zufallsprodukte sein sollten: „Die beste Strategie gegen Betriebsblindheit ist externe Beratung, nutzen Sie die qualifizierten, ehrenamtlichen Berater von AC2.“ Christian Laudenberg, Geschäftsführer GründerRegion Aachen, sagte, dass die ausgelobten Geld- und Sachpreise für die Sieger zwar durchaus attraktiv seien, aber jeder Teilnehmer durch das vermittelte Fachwissen ein Gewinner sei.

Wilhelm Stein, Geschäftsführer der NEW, berichtete über die Anfänge von EuLog: „Als wir die Idee für das Integrationsunternehmen Lager und Logistikservice hatten, haben wir auch auf ein solches Forum zur Beratung zurückgegriffen.“ Bei EuLog werden schwerpunktmäßig Menschen mit Behinderung beschäftigt. Markus Wilden, Geschäftsführer der EuLog: „Wir haben mit sechs Mitarbeitern angefangen, mittlerweile haben wir 57, wovon 37 eine anerkannte Schwerbehinderung haben – was eine enorme Quote ist.“

Auch im simulierten Unternehmerleben erfolgreich: Markus Wilden (v.l.), Geschäftsführer EuLog, steuerte zusammen mit Christian Laudenberg, Geschäftsführer GründerRegion Aachen, die zu zweit ferngesteuerte Kugel über den von Professor Dr. Jan Borchers, RWTH Aachen, erstellten Unternehmensparcours. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Auch im simulierten Unternehmerleben erfolgreich: Markus Wilden (v.l.), Geschäftsführer EuLog, steuerte zusammen mit Christian Laudenberg, Geschäftsführer GründerRegion Aachen, die zu zweit ferngesteuerte Kugel über den von Professor Dr. Jan Borchers, RWTH Aachen, erstellten Unternehmensparcours. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Er könne nur jedem Unternehmen empfehlen, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen: „Inklusion bietet auch für Menschen ohne Behinderung viele Vorteile. Man muss den Menschen mit Behinderung nur eine Chance bieten. Diese zeichnen sich bei der Arbeit oft durch eine überdurchschnittliche Identifikation mit dem Unternehmen und einer dadurch sehr hohen Motivation aus. Wer Angst vor Chancen hat, der sieht auch irgendwann keine Möglichkeiten mehr und hat Angst vor Innovation.“

Bei der Teilnahme am Wachstumswettbewerb habe EuLog vor allem von der anderen Perspektive profitiert, mit der externe Berater den Blick auf das Unternehmen richten und somit neue Impulse geben können. Dies bestätigten auch weitere aktuelle und ehemalige Teilnehmer des Wettbewerbs wie Alfred Wergen vom Kaminstudio Wergen, Dr. Udo Marek von Drum Engineering und Christoph Werner von ID Ingenieure und Dienstleistungen.

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Wie die Zusammenarbeit von Beratung und handelndem Unternehmer funktionieren kann, versinnbildlichte Professor Dr. Jan Borchers von der RWTH Aachen mit einem Spiel. Er hatte mit modernster Laser- und ferngesteuerter Robotertechnik einen Parcours erstellt, bei dem eine Kugel über diverse Hindernisse gesteuert werden musste – in Teamarbeit, wie er erklärte: „Es gibt zwei Steuerhebel – bei dem einen kann der Unternehmer Gas geben, beim anderen bestimmt der Berater, ob es rechts oder links langgeht.“

Wie im richtigen Unternehmerleben müsste man aufpassen, das Ganze nicht gegen die Wand zu fahren, müsse manche Hürde erklimmen und die Schwierigkeiten im „Labyrinth der gesetzlichen Vorgaben“ meistern, um dann am Ende mit Vollgas auf die Erfolgs-Sprungschanze zu fahren, bis die Glocken läuten – oder im konkreten Fall die Kugel ein kleines Glöckchen zum Bimmeln brachte. EuLog Geschäftsführer Wilden machte im Team mit Christian Laudenberg den Anfang und bewältigte den Parcours auf Anhieb.

Dass die Gründerregion und die AGIT (Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer) Unternehmen auch in anderen Bereichen wie etwa Ideenentwicklung in Bezug auf Schutzrechte und Patentanmeldungen unterstützt, berichtete Havva Coskun-Dogan, Prokuristin bei der AGIT und Beraterin bei AC2. Weitere Informationen und Teilnahmemöglichkeiten im Internet: www.gruenderregion.de

Eifeler Presse Agentur/epa

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