Regionalvorstand dankt den Johannitern vom Ortsverband Euskirchen

Jährlich werden etwa 8.000 Helferstunden mit 40 ehrenamtlichen Johannitern geleistet, hauptsächlich im Sanitätsdienst und in der Erste-Hilfe-Ausbildung

Der Regionalvorstand dankt den Johanniter vom Ortsverband Euskirchen für ihr starkes ehrenamtliches Engagement. Foto: Paulo dos Santos
Der Regionalvorstand dankt den Johanniter vom Ortsverband Euskirchen für ihr starkes ehrenamtliches Engagement. Foto: Paulo dos Santos

Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen – Mehr als 14 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich. Laut einer Erhebung des IfD Allensbach wenden die meisten von ihnen bis zu fünf Stunden ihrer Freizeit in der Woche dafür auf. Allein bei der Johanniter-Unfall-Hilfe sind knapp 36.000 ehrenamtliche Helfer aktiv. Sie engagieren sich zum Beispiel im Bevölkerungsschutz, im Sanitätsdienst, in der Seniorenbetreuung, in den Rettungshundestaffeln und in der Erste-Hilfe-Ausbildung.

Thomas Mähnert, Mitglied des Bundesvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe, resümiert: „Viele unserer sozialen Projekte könnten in diesem Umfang ohne ehrenamtliche Unterstützung nicht realisiert werden. Den Tag des Ehrenamtes möchten wir daher nutzen, um uns bei unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zu bedanken. Gleichzeitig fordern wir aber auch eine angemessene gesellschaftliche Würdigung dieses Engagements.“

Bereits heute spüren die Johanniter, dass eine langfristige Bindung von Helfern immer schwieriger wird. „Die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, ist in unserer Gesellschaft weiterhin hoch,  jedoch sollten die Rahmenbedingungen für ein dauerhaftes und verlässliches Engagement verbessert werden“, so Mähnert weiter. Spontanhelfer leisten in vielen Projekten punktuell wertvolle Unterstützung – eine langfristig ausgebildete Katastrophenschutz- oder Sanitätsdiensteinheit kann davon jedoch nicht profitieren. Viel Zeit und finanzielle Mittel werden von Seiten der Hilfsorganisationen, aber auch von Seiten der Helfers in die Ausbildung und in die technische Ausstattung gesteckt, bis sie qualifizierte Hilfe leisten können. Das sollte honoriert werden.

Um das Ehrenamt in Deutschland weiter zu stärken, fordern die Johanniter die Aufnahme der ehrenamtlichen Tätigkeit in die gesetzliche Rentenversicherung. „Dies könnte entweder durch die Aufnahme aktiver Tätigkeiten als Anrechnungszeit (nach SGB VI) erfolgen oder als eigenständige Zusatzrente. Durch die Kopplung an eine Mindestaktiv-Zeit entstünde ein zusätzlicher Anreiz für ein langfristiges, kontinuierliches Engagement“, fordert Mähnert.

Diese Forderung unterstützt auch Marius Mainzer, Regionalvorstand der Johanniter im Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen. „Mehr als 400 Johanniter machen in unserem Verband ehrenamtlich mit. Sie bringen sich zuverlässig und gut ausgebildet ein in die Arbeit im Bevölkerungsschutz, in zahlreiche Sanitätsdienste oder in die Jugend- und Seniorenarbeit. Das ist wertvolles Engagement, das sie unentgeltlich und freiwillig für unseren Verband leisten. Eine hervorragende Leistung, die für unsere Hilfsorganisation und die Gesellschaft sehr wichtig ist und für die wir unseren Johannitern herzlich danken wollen.“ (epa)

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