Dingen ein zweites Leben geben

 „Repair-Café“ in Euskirchen findet künftig regelmäßig statt – Angebotsspektrum erweitert

Unter fachkundiger Hilfe Elektrogeräte Reparieren kann man beim „Reparatur-Treff“. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Unter fachkundiger Hilfe Elektrogeräte reparieren kann man im „Repair Café“. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Euskirchen – Nachdem im vergangenen November, anlässlich der Europäischen Woche der Abfallvermeidung, unter dem Motto „Gib Dingen ein zweites Leben“ ein erster Reparaturtreff im „Café International“ der Caritas stattgefunden hat, nimmt das „Repair-Café“ in Euskirchen nun regelmäßig Fahrt auf. Am 2. Februar können erneut defekte Elektrokleingeräte in den Herrenbenden 1 vorbeigebracht werden.

In der Zeit von 15 bis 17 Uhr untersuchen ehrenamtliche Elektrofachkräfte gemeinsam mit den Gästen die Geräte, geben ihr Wissen weiter und leisten so Hilfe zur Selbsthilfe. Was vor Ort repariert werden kann, wird instandgesetzt. Sollte der notwendige Aufwand den Rahmen des „Repair-Cafés“ sprengen, geben die Ehrenamtlichen eine Empfehlung, ob sich eine größere Reparatur lohnt. Dann ist der Fachbetrieb gefragt, denn der Reparaturtreff sieht sich ausdrücklich nicht als Konkurrenz für Elektrobetriebe. Bügeleisen, Wasserkocher, Waffeleisen oder Kaffeemaschine bekommen so die Chance auf ein weiteres Leben und landen nicht im Müll. Dadurch können Rohstoffe und auch Energie eingespart werden.

Außerdem können ab sofort auch defekte Dinge „ohne Stecker“ mitgebracht werden. „Hier bitten wir allerdings um vorherige telefonische Absprache, damit wir wissen worum es sich handelt und wir einschätzen können, ob bei uns ein Reparaturversuch möglich ist“, so Peter Müller-Gewiss von der Caritas Euskirchen. Auf die Idee mit den Dingen „ohne Stecker“ ist er gemeinsam mit seinem Kollegen Carsten Düppengießer gekommen. Grund sei der Wunsch, auch Geflüchtete mit einzubinden. Sei es als Ort, um leichter mit Menschen ins Gespräch kommen zu können oder – langfristig – qualifizierte Asylbewerber mit in die Arbeit zu integrieren. „Wir haben in Deutschland sehr strenge Auflagen, wenn es um elektrische Geräte geht. Damit handwerklich und technisch erfahrene Geflüchtete mitarbeiten können, haben wir unser Angebotsspektrum entsprechend erweitert“, erklärt Düppengießer.

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Nach dem 2. Februar bietet die Caritas Euskirchen ihr „Repair-Café“ künftig an jedem zweiten Freitag im Monat, in der Zeit von 15 bis 17 Uhr, im „Café International“, In den Herrenbenden 1, in 53879 Euskirchen an. Um eine vorherige Anmeldung bei Peter Müller-Gewiss unter der Rufnummer 02251/79474-15 wird gebeten. Nicht reparable Dinge müssen von den Gästen wieder mitgenommen werden, eine Entsorgung durch die Caritas Euskirchen ist nicht möglich.

Neben der Caritas Euskirchen stehen die Abfallberatung des Kreises, das Kommunale Bildungs- und Integrationszentrum (KoBIZ) und der Verein Wirkstatt e.V. als Partner hinter dem Projekt. Die Wirkstatt bietet in der Aachener Straße 52, in Kall, an jedem dritten Freitag im Monat, in der Zeit von 13 bis 15 Uhr, ebenfalls einen Reparaturtreff an. Informationen dazu gibt es bei der Wirkstatt in Kall. (epa)

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