In Euskirchen kann man ab September Wirtschaftsinformatik studieren

Eine Initiative der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH), Fraunhofer INT und der Kreissparkasse Euskirchen bietet Interessierten ab September 2018 die Möglichkeit zum Wirtschaftsinformatik-Studium in der Kreisstadt – KSK stellt Räumlichkeiten für Studierende zur Verfügung

Glauben an den Erfolg des neuen Studiengangs Wirtschaftsinformatik in Euskirchen: Professor Thomas Barth (RFH) (v.l.), Professor Martin Wortmann (RFH), Udo Becker (KSK), Professor Dr. Dr. Michael Laus-ter (INT), Bürgermeister Uwe Friedl (Euskirchen), Jochen Kupp (BZE), René Bantes (INT) und General Roland Brunner. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Glauben an den Erfolg des neuen Studiengangs Wirtschaftsinformatik in Euskirchen: Professor Thomas Barth (RFH) (v.l.), Professor Martin Wortmann (RFH), Udo Becker (KSK), Professor Dr. Dr. Michael Laus-ter (INT), Bürgermeister Uwe Friedl (Euskirchen), Jochen Kupp (BZE), René Bantes (INT) und General Roland Brunner. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Euskirchen – Der Euskirchener Bürgermeister Dr. Uwe Friedl freut sich über die Bereicherung des Bildungsangebotes in Euskirchen durch ein akademisches und gleichzeitig praxisnahes Studium für den aussichtsreichen Zukunftsmarkt IT. Euskirchen wird damit zum Studienort der RFH Köln. Der Studiengang Wirtschaftsinformatik richtet sich an Studieninteressierte sowie Wirtschaftsunternehmen aller Branchen und Organisationen der öffentlichen Hand, deren Tätigkeiten zunehmend von IT geprägt sind.

Möglich wird dieses Angebot inmitten der Kreisstadt aufgrund einer Public-Private-Partnership-Initiative (PPP), die maßgeblich vom Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Euskirchen (KSK), Udo Becker, sowie dem Leiter des Euskirchener Fraunhofer-Instituts für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen (INT), Prof. Dr. Dr. Michael Lauster, dem Abteilungsleiter für Technologieanalysen und Strategische Planung (TASP) im INT, René Bantes, sowie dem Präsidenten der Rheinischen Fachhochschule Köln, Prof. Dr. Martin Wortmann, initiiert wurde.

„Nach einer Kuratoriumssitzung am Fraunhofer INT fragten wir uns damals, wie man für mehr Instituts-Nachwuchs sorgen könne, da es immer schwerer wird, qualifizierte Mitarbeiter zu bekommen“, so Becker. Nach einigen Diskussionen sei dann die Idee entwickelt worden, eine Aus- und Fortbildung direkt vor Ort anzusiedeln. Becker, der neben seiner Kuratoriumstätigkeit im INT auch Dozent der Rheinischen Fachhochschule Köln am Studienort Schleiden ist, brachte schließlich beide Institutionen mit der Idee zusammen, in Euskirchen einen Studiengang in Wirtschaftsinformatik anzubieten. „Als Kreissparkasse ist es unsere Aufgabe, den Standort zu stärken, eine Fachhochschule ist dafür eine ideale Voraussetzung“, so Becker, der betont, dass der neue Studiengang auch für die digitalen Zukunftspläne der Bundeswehr interessant sein dürfte.

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„Darüber hinaus werden wir natürlich gezielt alle Unternehmen im Kreis Euskirchen ansprechen, für die Digitalisierung und generell IT ein wichtiges Thema sind“, so Becker weiter. Des Weiteren sei geplant, mit Infoveranstaltungen am Berufskolleg Eifel des Kreises Euskirchen in Kall, am Thomas-Eßer-Berufskolleg und am Berufsbildungszentrum Euskirchen (BZE) für den neuen Studiengang zu werben.

Für die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten hatte Udo Becker rasch eine Lösung. „Wir haben in bester Lage, vis-à-vis zum Hauptbahnhof, in der Bahnhofstraße barrierefreie Räume, die mit wenig Aufwand anderweitig genutzt werden können, darunter den ehemaligen Konferenzsaal der Sparkasse. Diese Räumlichkeiten, samt technischem Umbau, stellen wir der RFH zur Verfügung“, so Becker. So könne der Studiengang bereits im September starten.

Auch das Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen (INT) begrüßt die gemeinsame Initiative, Euskirchen als Hochschulstudienort aufzubauen und wird den Studiengang aus wissenschaftlicher Perspektive begleiten. Professor Lauster: „Als Leiter des Fraunhofer INT freue ich mich, dass Euskirchen ab Herbst 2018 Hochschulstudienort sein wird. Die Digitalisierung ist einer der wichtigsten technologischen Trends unserer Tage; die Einrichtung eines Studiengangs Wirtschaftsinformatik der RFH in Euskirchen ist deshalb folgerichtig und kommt dem wachsenden Bedarf an hoch qualifizierten Arbeitskräften, zum Beispiel auch bei der Bundeswehr, aber auch den zivilen Betrieben im gesamten Landkreis entgegen.“ Lauster verspricht, das Vorhaben auch zukünftig unterstützen zu wollen und hofft, möglichst zahlreiche junge Menschen für die Wissenschaft begeistern zu können.

Das Fraunhofer INT forscht unter anderem im Bereich Technologieanalysen und strategischer Planung (TASP) und bietet damit fundierte Beratungsfähigkeit über das gesamte Spektrum technologischer Entwicklungen. „Insbesondere im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie besteht auch bei uns ein hoher Bedarf an Nachwuchskräften, die wir möglichst frühzeitig in die Arbeit des Institutes einbinden und für unsere wissenschaftlichen Themen begeistern wollen. „Vor diesem Hintergrund ist der Studiengang für das Fraunhofer INT ein großer Gewinn“, ergänzt Dr. René Bantes, Leiter der Abteilung TASP.

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Studiengangsleiter Prof. Dr. Thomas Barth: „Im Studiengang Wirtschaftsinformatik vermitteln wir die Fähigkeiten, die IT-Fachkräfte künftig benötigen, um ihre Unternehmen in der Digitalen Transformation nach vorn zu bringen. Dazu sind fundierte Grundlagen sowohl in der Informatik und in BWL als auch in ebenso wichtigen Aspekten wie Datenschutz, Informationssicherheit und dem IT-Projektmanagement erforderlich, die im Wirtschaftsinformatik-Studium an der RFH Köln praxisnah behandelt werden. Wir freuen uns, auch künftig im Kreis Euskirchen mit diesem aktuellen und innovativen Studiengang präsent zu sein.“

Der duale Studiengang Wirtschaftsinformatik der RFH Köln orientiert sich an den aktuellen Anforderungen des für Nachwuchs-Fachkräfte sehr aussichtsreichen IT-Arbeitsmarktes. Zusätzlich zu den grundlegenden technischen und betriebswirtschaftlichen Kompetenzen (Software-Entwicklung, Datenbankmanagement, Projektmanagement, betriebliche Funktionen und Prozesse) werden Aspekte des IT-Rechts, der IT-Dienstleistung und der IT-Sicherheit vermittelt. Für ein praxisnahes und gleichzeitig wissenschaftliches Studium werden darüber hinaus Methoden der angewandten Forschung in der Wirtschaftsinformatik gelehrt. Ebenfalls für die Praxis sehr wichtige Aspekte, wie der Umgang mit Konflikten im Berufsalltag und die Ethik wirtschaftlichen Handelns, werden aber im Rahmen des Studiums genauso vermittelt. Damit richtet sich der Studiengang an Interessierte sowie Wirtschaftsunternehmen aller Branchen und Organisationen der öffentlichen Hand, deren Tätigkeiten zunehmend von IT geprägt sind.

Das Studium zeichnet sich durch kleine Semestergruppen und ein hohes Maß an Praxisnähe aus. Diese wird erreicht durch projektbezogenes Arbeiten, branchenerfahrene Dozenten/-innen und durch die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft.

Interessierte können sich direkt an Christian Streich von der RFH-Studienberatung für Wirtschaftsinformatik richten:

E-Mai: Christian.Streich@rfh-koeln.de; Telefon: 0221-20302-627.

Unternehmer, die mehr über den neuen Euskirchener Studiengang wissen möchten, wenden sich bitte an Adolf Püschel.

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E-Mail: Adolf.Pueschel@rfh-koeln.de; Telefon: 0221 20302-8006.

Start des neuen Studiengangs ist im September 2018. Maximal können 25 Studierende angenommen werden.

Eifeler Presse Agentur/epa

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