Landrat Rosenke: „Eine Ladung Kies ist noch kein Garten!“

Kreisverband der Gartenbau- und Verschönerungsvereine ruft zur Teilnahme am Foto-Wettbewerb auf

Ein kleiner Baum, farbenfrohe Blumen und immergrüne Bodendecker: Solch ein Vorgarten wie hier in Billig, ist immer ein Blickfang und eine kleine Oase für Insekten und andere Tiere. Für den Foto-Wettbewerb „Rettet den Vorgarten!“ werden jetzt die schönsten Vorgärten gesucht. Foto: Kreisverwaltung
Ein kleiner Baum, farbenfrohe Blumen und immergrüne Bodendecker: Solch ein Vorgarten wie hier in Billig, ist immer ein Blickfang und eine kleine Oase für Insekten und andere Tiere. Für den Foto-Wettbewerb „Rettet den Vorgarten!“ werden jetzt die schönsten Vorgärten gesucht. Foto: Kreisverwaltung

Kreis Euskirchen – In Deutschlands Gärten macht sich der Kies breit. Ob man das nun schön findet oder nicht, spielt keine Rolle. Tatsache ist: Diese Entwicklung ist aus ökologischer Sicht eine Katastrophe. Deshalb unterstützt der Kreisverband der Gartenbau- und Verschönerungsvereine Euskirchen den Foto-Wettbewerb „Rettet den Vorgarten“.

Beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hat die Jury im gesamten Kreis Euskirchen viele sehr schöne, artenreiche und dorftypische Vorgärten gesehen. „Aber auch bei uns ist die Gartengestaltung mit Kies und Steinen immer mehr auf dem Vormarsch“, sagt Heike Schmitz, die den Wettbewerb für die Kreisverwaltung federführend begleitet. „Für das Dorfbild ist diese Gestaltung meist nachteilig.“ Auch Landrat Günter Rosenke, zugleich Vorsitzender des Kreisverbandes, sieht diese Entwicklung kritisch: „Eine Ladung Kies ist noch kein Garten.“ Heike Schmitz ergänzt: „Ein artenreicher, dorftypischer Garten muss nicht arbeitsintensiv sein. Richtig angelegt kann solch ein Garten pflegeleichter sein als ein Schotterbeet.“

Die Erfahrungen zeigen, dass die monotonen „Steingärten“ zu einer Verarmung der Tier- und Pflanzenwelt beitragen und sich außerdem negativ auf das Kleinklima im Wohnumfeld auswirken. Deshalb gibt es jetzt die landesweite Initiative „Rettet den Vorgarten“. Zum einen sollen hier die Ursachen des Steingarten-Trends ermittelt werden, um anschließend Alternativen aufzuzeigen. Zum anderen ruft der Verband einen großen Foto-Wettbewerb aus, um Beispiele für ebenso schöne wie pflegeleichte Vorgärten zu präsentieren.

Landrat Rosenke: „Sie sind stolz auf Ihren Vorgarten? Dann zeigen Sie ihn uns!“ Wer mitmachen möchte, schickt bis zum 15. September 2018 drei aussagekräftige Fotos (Dateianhang, max. 8 MB), die den Vorgarten von seiner besten Seite zeigen. Wer Glück hat, gewinnt einen von fünf Gartengutscheinen im Wert von 1000 Euro. Der Fotowettbewerb wird vom Verband Wohneigentum NRW in Kooperation mit dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen  sowie dem Landesverband der Gartenbauvereine Nordrhein-Westfalen veranstaltet. Teilnahmeberechtigt ist jeder Eigentümer eines Vorgartens in Nordrhein-Westfalen.

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Die Adresse für den Foto-Wettbewerb lautet:  vorgarten@wohneigentum.nrw

Die Auswahl der Gewinner erfolgt durch eine Jury aus Repräsentanten der drei Verbände. Für die Preisübergabe ist ein Besuch der Repräsentanten im Gewinnergarten vorgesehen. Die öffentliche Bekanntgabe der Gewinnerfotos erfolgt in der Dezemberausgabe „Ratgeber für den Gartenliebhaber“. (eB)

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