Neubaugebiete im Kreis Euskirchen erleben große Nachfrage

Grundstücksmarktbericht: Preise für gebrauchte Immobilien steigen um 13 Prozent – Baugrundstücke in Euskirchen und Weilerswist am teuersten

Bei den Baugebieten im Kreis Euskirchen herrscht rege Nachfrage. Symbolbild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Bei den Baugebieten im Kreis Euskirchen herrscht rege Nachfrage. Symbolbild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Kreis Euskirchen – Was tut sich auf dem Immobilienmarkt? Wie entwickeln sich die Preise? Welche Unterschiede gibt es im Kreis Euskirchen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefert der jährliche Grundstücksmarktbericht, dessen aktuelle Ausgabe jetzt vorliegt. Zwei wesentliche Tendenzen: Die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen sind um stattliche 13 Prozent gestiegen. Und die Grundstücke in den Neubaugebieten werden stark nachgefragt, obwohl das Preisniveau hier vergleichsweise hoch ist.

Im Jahre 2017 sind dem Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Euskirchen 2.989 Kauffälle zur Auswertung vorgelegt worden. Dies bedeutet gegenüber 2016 (2.737 Verträge) eine Zunahme der Kauffälle um rund neun Prozent.

„Der Geldumsatz aller veräußerten bebauten und unbebauten Grundstücke lag im Jahre 2017 bei rund 457 Mio. €. Der Umsatz ist somit im Vergleich zu 2016 (rund 387 Mio. €) um rund 18 Prozent gestiegen“, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Kreishaus.

Im Jahr 2017 seien u.a. im Kreis Euskirchen 646 Baugrundstücke für Wohnhäuser verlauft worden, davon rund 89 Prozent an Privatpersonen. Der Verkauf von Baugrundstücken für den individuellen Wohnungsbau sei gegenüber 2016 (445) um rund 45 Prozent gestiegen. „Die meisten Baugrundstücke wurden in den Neu baugebieten der Städte Euskirchen (146) und Bad Münstereifel (132) verkauft“, so der Kreis weiter.

Weiterhin seien 1.215 neue oder gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser veräußert worden. Die Anzahl der Verkäufe sei in 2017 gegenüber 2016 (1175) um insgesamt rund drei Prozent gestiegen.

Darüber hinaus hätten 289 neue oder gebrauchte Eigentumswohnungen den Besitzer gewechselt. Gegenüber 2016 (309 Kauffälle) bedeute dies eine Abnahme von etwa sechs Prozent.

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Der Kreis: „Die Preise der Baugrundstücke für Ein- und Zweifamilienwohnhäuser sind in den Städten und Gemeinden gegenüber dem Vorjahr überwiegend gestiegen.“ Die höchsten Bodenpreise für Baugrundstücke seien 2017 im Kreis Euskirchen erneut in sehr guten Wohnlagen des Kernortes Euskirchen (230,- €/m² bis 285,- €/m²) und in der Gemeinde Weilerswist (bis 260,- €/m²) erzielt worden. Im Vergleich zur Stadt Euskirchen mit 146 verkauften Baugrundstücken hätten dabei dem Grundstücksmarkt in der Gemeinde Weilerswist mit 17 Verkäufen insgesamt nur eine geringe Anzahl von Baugrundstücken zur Verfügung gestanden.

Durchschnittlich gleichbleibend seien die Preise für erschlossenes Bauland in verschiedenen ländlich strukturierten Orten im südlichen Kreisgebiet mit Preisen von 30 bis 50 €/m² gewesen. Baugrundstücke in aktuell vermarkteten Neubaugebieten wiesen im Vergleich zum bereits bestehenden Umfeld durchschnittlich ein höheres Preisniveau auf und würden insbesondere auch in den zum Köln/Bonner Raum gelegenen Außenorten stark nachgefragt.

„Beim Handel von Ein- und Zweifamilienhäusern wurden, im Vergleich zu 2016, leicht steigende Preise erzielt“, heißt es weiter. Die Sanierungskosten bzw. Auflagen durch die Energieeinsparverordnung seien beim Erwerb von älteren Objekten weiterhin von Bedeutung gewesen. Das Preisniveau bei Weiterverkäufen von Eigentumswohnungen sei gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent gestiegen; bei Erstverkäufen in Neubauten sei ein leichter Preisanstieg von drei Prozent zu verzeichnen gewesen. „Für neue Eigentumswohnungen in der Stadt Euskirchen wurden durchschnittlich rd. 2.450 €/m² Wohnfläche je nach Lage und Ausstattungsstandard gezahlt“, so der Kreis abschließend.

Die Grundstücksmarktberichte und Bodenrichtwertinformationen können über das Internetportal des Landes Nordrhein-Westfalen www.boris.nrw.de  kostenlos eingesehen und heruntergeladen werden. Die aktuellen Daten sind spätestens bis Ende März 2018 dort verfügbar.

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