Stromtanken am größten Möbelhaus in NRW

ene-Unternehmensgruppe installierte neue E-Ladesäule im Kaller Gewerbegebiet – Bürgermeister Esser: „Kall wird damit als Reiseziel immer interessanter – Autostromprodukt  für E-Mobilisten in Arbeit

Stellten die neue E-Ladesäule im Gewerbegebiet Kall vor: ene-Pressesprecherin Sandra Ehlen (v.l.), ene-Geschäftsführer Markus Böhm, Möbel Brucker-Geschäftsführer Andreas Brucker und der Kaller Bürgermeister Hermann-Josef Esser. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Stellten die neue E-Ladesäule im Gewerbegebiet Kall vor: ene-Pressesprecherin Sandra Ehlen (v.l.), ene-Geschäftsführer Markus Böhm, Möbel Brucker-Geschäftsführer Andreas Brucker und der Kaller Bürgermeister Hermann-Josef Esser. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall – Mit einer neuen E-Ladesäule direkt am Möbelhaus Brucker „Trendline“ hat die ene-Unternehmensgruppe ihre Ladeinfrastruktur weiter ausgebaut. „Es gehört zu unserer Philosophie, die Ladesäulen dort zu platzieren, wo Parkmöglichkeiten mit entsprechender Verweildauer kombiniert sind. Dies ist bei der Firma Brucker im Gewerbegebiet Kall optimal gegeben“, sagte der Geschäftsführer der ene-Unternehmensgruppe, Markus Böhm. Denn beim größten Möbelhaus in NRW, zu dem jährlich hunderttausende Kunden aus den Ballungszentren anreisen, liege die Verweildauer durchaus bei 2-3 Stunden. Zeit genug also für E-Mobilisten, ihr Fahrzeug vor Ort wieder aufzutanken, während sie im Möbelhaus auf Entdeckungstour gehen.

„Wir sind derzeit in Planungen, den Parkplatz gegenüber unseren Haupteingang neu zu gestalten“, berichtete Geschäftsführer Andreas Brucker: „Im Rahmen einer neuen Parkplatzgestaltung wird auch die Errichtung weiterer Ladeinfrastruktur für E-Mobile Berücksichtigung finden.“

„Als ausgezeichnete Klimaschutzkommune begrüßen wir die Installation einer weiteren E-Ladesäule auf unserem Gemeindegebiet“, sagte der Kaller Bürgermeister Hermann-Josef Esser. Je besser die Ladeinfrastruktur der Gemeinde sei, desto attraktiver werde Kall als Reiseziel. „E-Mobilität bedeutet letztlich auch ein Stück mehr Lebensqualität für die Bürger, denn die Fahrzeuge sind sehr leise und verursachen vor Ort keine Emissionen.“

Dabei nehme die Kaller Verwaltung auch ihre Vorbildfunktion wahr und habe selbst zwei E-Mobile im Betrieb. Gemeinsam mit Dahlem und Schleiden hatte man sich kürzlich erfolgreich um eine Fördermaßnahme beworben. „Wir sind mit den E-Mobilen sehr zufrieden“, berichtete der Bürgermeister. Nicht nur die Reichweite überzeuge ihn. Man fahre auch mit vier Personen im Fahrzeug recht komfortabel und könne in Beschleunigungssituationen locker mit konventionellen Fahrzeugen mithalten.

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Böhm und Esser sind sich einig, dass die E-Mobilität weiter an Marktanteilen gewinnen werde, auch wenn man das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine Million Fahrzeuge vom Band laufen zu lassen, nicht erreiche. „Plug-In Hybride werden wahrscheinlich ein Übergangsszenarium sein“, so Esser.

Dennoch bleibt die Entwicklung beachtlich. So berichtete ene-Pressesprecherin Sandra Ehlen, dass die Pkws mit alternativen Antriebsarten im Januar 2018 zwei- bis dreistellige Zuwachsraten verzeichnet hätten. „Bei der Zulassung von E-Autos und Plug-In-Hybriden ist Deutschland weiterhin in Europa auf Platz eins“, so Ehlen.

Von heute auf morgen lasse sich die E-Mobilität ohnehin nicht umsetzen, erklärte Markus Böhm. „Die Netze sind dafür nicht flächendeckend ausgelegt.“ Um daher bereits jetzt die Weichen für Morgen zu stellen, arbeitet die ene-Unternehmensgruppe zurzeit an einem neuen Produkt für E-Mobilisten.

„Wir wollen ein Kombipaket aus Ladestation mit separaten Zähler plus vergünstigtem Stromtarif anbieten“, so Böhm, da E-Mobile in der Eifel auch zukünftig primär in privaten Garagen oder auf Stellplätzen aufgeladen würden. Damit ließe sich für den regionalen Energiedienstleister die Netzauslastung besser managen. „Durch ein Lastenmanagement können wir die Ladungen entsprechend steuern.“ Der Kunde finde dabei am Morgen ein aufgeladenes E-Mobil in seiner Garage vor, wann in der Nacht die Ladung aber erfolge, könne der Netzbetreiber in Abhängigkeit zur Netzauslastung entscheiden.

Eifeler Presse Agentur/epa

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