Der Star kümmert sich nicht ums Copyright

Vortrag über einen ungewöhnlichen Allerweltsvogel

Stare finden immer weniger Lebenraum. Bild: Lutz Klapp
Stare finden immer weniger Lebenraum. Bild: Lutz Klapp

Euskirchen – In diesem Jahr wurde der Star zum Vogel des Jahres gekürt. Eigentlich ein Allerweltsvogel aber eigentlich auch nicht. Er besitzt besondere Talente und kann andere Vögel oder Umgebungsgeräusche perfekt nachahmen und in seinen eigenen Gesang mit einbauen. Das können Handyklingeltöne, Hundegebell oder sogar Alarmanlagen sein. Während viele bedrohte Vogelarten durch besondere Schutzmaßnahmen geschützt werden können, verzeichnen gerade die häufigen Vogelarten dramatische Rückgänge. „Es fehlt an Lebensräumen mit Brutmöglichkeiten und Nahrung – insbesondere verursacht durch die industrielle Landwirtschaft. Der Star benötigt Baumhöhlen zum Brüten und Nahrungsflächen mit kurzer Vegetation, wo er Würmer und Insekten findet“, heißt es in einer Pressemitteilung des Nabu Kreisverbands Euskirchen.

Nutztiere würden heutzutage oft ganzjährig in großen Stallungen gehalten und kämen überhaupt nicht mehr auf die Weide. Also gebe es auch kaum Mist und Insekten, die die Nahrung der Stare bilden. „Bäume, Hecken und Feldgehölze werden entfernt und Monokulturen von Getreide und Energiepflanzen breiten sich aus“, so der Nabu weiter.

Uwe Wedegärtner will in seinem Vortrag auf die Biologie und die Bedrohung dieses Gesangskünstlers eingehen und auch darauf, was man tun kann, um diese Vogelart mit ihren faszinierenden Fähigkeiten auch in Zukunft noch bewundern zu können. Traditionell können in einer anschließenden Diskussion die vorgestellten Themen vertieft und auch andere Fragen des Vogelschutzes diskutiert werden.

Treffpunkt ist in Euskirchen, Altes Rathaus, Raum 120. Beginn: 19.30 Uhr. Weitere Infos erteilt Uwe Wedegärtner unter: 02443-9048819. (epa)

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