In Dahlems Dorfmitte kann man jetzt E-Mobile aufladen

99 Prozent seiner Dienstfahrten unternimmt Bürgermeister Jan Lembach schon heute mit dem Elektroauto – ene-Unternehmensgruppe macht das Laden mit neuer App zum Kinderspiel – Wer zu Hause lädt, sollte nicht auf eine „Wallbox“ verzichten

Der Dahlemer Bürgermeister Jan Lembach (v.l.), ene-Geschäftsführer Markus Böhm und ene-Pressesprecherin Sandra Ehlen nahmen die neue E-Ladesäule in der Dorfmitte von Dahlem in Betrieb. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Der Dahlemer Bürgermeister Jan Lembach (v.l.), ene-Geschäftsführer Markus Böhm und ene-Pressesprecherin Sandra Ehlen nahmen die neue E-Ladesäule in der Dorfmitte von Dahlem in Betrieb. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Dahlem – Mancher Bürger habe sich in den vergangenen Tagen über die merkwürdige Säule gewundert, die auf dem Parkplatz vis-á-vis zum Bürgerhaus errichtet wurde, berichtete Bürgermeister Jan Lembach jetzt auf einem Pressetermin. „Daher wollen wir die Öffentlichkeit darüber informieren, dass es sich dabei um eine E-Ladesäule für Elektrofahrzeuge handelt“, so der Bürgermeister, der zum Pressetermin mit dem E-Mobil der Verwaltung vorgefahren kam und die neue Säule in der Dorfmitte gleich ausprobierte.

Für Jan Lembach hat Elektromobilität das Versuchsstadium lange hinter sich und ist längst alltagstauglich geworden. „99 Prozent aller Dienstfahrten erledige ich mittlerweile mit dem E-Mobil. Seit September vergangenen Jahres musste ich nur einmal auf ein Benzinfahrzeug umsteigen“, so Lembach. Egal, ob im tiefen Winter oder bei Fahrten nach Euskirchen oder gar nach Köln, der Bürgermeister verlässt sich mittlerweile auf das gemeindeeigene E-Fahrzeug. Bei den meisten dienstlichen Terminen, so zum Beispiel am Kreishaus in Euskirchen, kann ich das Fahrzeug auch gleich vor Ort wieder aufladen. „Ich komme allerdings mit einer Batterieladung auch locker nach Köln und zurück“, freute sich der Bürgermeister, dessen kleine Kommune in NRW mit zu den ganz großen zählt, wenn es um die Erzeugung von regenerativer Energie geht. E-Mobilität ist für Lembach daher ein weiterer konsequenter Schritt auf dem Weg zum Klimaschutz.

Für Markus Böhm, Geschäftsführer der ene-Unternehmensgruppe, ist Jan Lembach darüber hinaus der lebende Beweis dafür, dass E-Mobilität auch im ländlichen Raum sinnvoll und ohne Handicap funktionieren kann. Die ene als Pionier für E-Mobilität auf dem Land setzt sich daher seit Jahren für den Ausbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur ein. Mit Dahlem sind es nun 13 Ladesäulen, die der regionale Energiedienstleister in den vergangenen Jahren Betrieb genommen hat. Fünf weitere sind für 2018 noch in Planung. Finanzielle Schützenhilfe bekommt die ene dabei durch Fördermittel des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

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Seitdem 2011 die erste E-Ladesäule in Heimbach errichtet wurde, hat sich allerdings einiges geändert. Vor allem die Bedienung der Säulen ist deutlich komfortabler geworden. „Laut Gesetzgebung muss an allen öffentlichen Säulen eine Adhoc-Ladung möglich sein“, berichtete Markus Böhm. Dies geschehe dadurch, dass man einfach nur einen an der Säule angebrachten QR-Code mit dem Handy einscannen müsse.

Weitaus komfortabler tanke man allerdings mit einer App des regionalen Energieversorgers, die man kostenlos in den gängigen Stores downloaden könne. Auch die bisher genutzten RFID-Karten, die die ene für Kunden ausstellt, sind dann nicht mehr nötig. „Mit unserer ene- TankE-App ist man mit einem überregionalen Netzwerk verbunden und bekommt live alle verfügbaren Ladepunkte der Netzwerkpartner in der Region und darüber hinaus angezeigt“, so Böhm. Mittlerweile seien dies schon über 200. Mit der App könne man nicht nur die Ladesäule freischalten, sondern sich diese auch beispielsweise für eine halbe Stunde im Voraus reservieren lassen. Auch wenn das Stromtanken an den ene-Ladesäulen derzeit noch kostenlos ist, so werde die App schon bald noch einen weiteren Vorteil bieten, nämlich die Möglichkeit, zu einem speziellen Tarif zu tanken. „Mit der eigenen Kennung kann man dann auch bei anderen Ladenetzbetreibern innerhalb des TankE-Netzwerks sein Fahrzeug laden“, informierte der ene-Chef.

Neben der öffentlichen Ladeinfrastruktur sei das Laden zu Hause aber nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil der E-Mobilität. Daheim könne man über einen Haushaltszähler sein E-Mobil aufladen oder über einen separaten Zähler mit einem kostengünstigeren Tarif für E-Mobilität. Bei diesem besonderen ene-Tarif erhalte der Kunde darüber hinaus natürlich zertifizierten Grünstrom. „Wir raten allen, die zu Hause ihr E-Fahrzeug laden, sehr dazu, sich eine »Wallbox« installieren zu lassen“, so Böhm. Eine solche Box biete nicht nur einen deutlichen Sicherheitsgewinn, sondern ermögliche auch deutlich kürzere Ladezeiten.

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ene-Pressesprecherin Sandra Ehlen: „Wir machen gern Beratungstermine vor Ort, unterstützen bei der Beantragung von Fördermitteln und bieten selbstverständlich auch die »Wallbox« inklusive Installation an. Wer sein Fahrzeug zu Hause aufladen möchte, der kann beispielsweise bei »progres.nrw« einen Zuschuss von 50 Prozent der entstehenden Kosten beantragen.“. Interessenten könnten sich einfach telefonisch melden. „Wir freuen uns, wenn wir mit unserem Service die E-Mobilität im Kreis Euskirchen weiter voranbringen können“, so Ehlen abschließend.

Eifeler Presse Agentur/epa

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