Neues Ausbildungszentrum für Altenpfleger/innen

Caritas Eifel hat Räumlichkeiten in der ehemaligen „Villa Wigger“ in Schleiden gemietet

Im denkmalgeschützten Gebäude neben dem Schleidener Caritas-Haus, der ehemaligen „Villa Wigger“, bietet die Caritas Ausbildungsmöglichkeiten. Foto: Arndt Krömer
Im denkmalgeschützten Gebäude neben dem Schleidener Caritas-Haus, der ehemaligen „Villa Wigger“, bietet die Caritas Ausbildungsmöglichkeiten. Foto: Arndt Krömer

Schleiden – Seit mehreren Jahren bildet der Caritasverband für die Region Eifel Mitarbeitende zu examinierten Altenpfleger/innen aus. Nun hat der Wohlfahrtsverband Räumlichkeiten im denkmalgeschützten Gebäude neben dem Schleidener Caritas-Haus, der ehemaligen „Villa Wigger“, gemietet, um die Azubis gemeinsam an einem zentralen Standort noch intensiver zu schulen und so die Qualität der Ausbildung noch einmal zu steigern. Zudem kann die Anzahl der Schülerinnen und Schüler auf diesem Wege erhöht werden.

Die Pflegeausbildung beinhaltet neben der Theorie mehrere praktische Pflichtanteile, die sowohl in den Pflegestationen in Schleiden, Kall, Mechernich, Blanken und Simmerath als auch in externen stationären Alten- und Krankenpflegeeinrichtungen absolviert werden. Diese praktische Ausbildung erfordert die Begleitung durch ausgebildete Praxisanleitungen, die den Azubis stets als Ansprechpartner zur Seite stehen. Bei den kooperierenden Pflegeschulen (Fachseminaren) hat das Ausbildungszentrum bereits großen Anklang gefunden.

„In unserem Schleidener Ausbildungszentrum, der ehemaligen „Villa Wigger“, werden Auszubildende in Kleingruppen von einer Praxisanleitung intensiv begleitet“, erläutert Elisabeth Nosbers, Fachbereichsleitung Gesundheit und Pflege. „Wir haben einen Raum speziell als Pflegezimmer ausgestattet, der über die häufigsten Hilfsmittel wie Pflegebett, Rollstuhl, Patientenlifter oder Gleittuch verfügt. Dort werden theoretische Inhalte der Ausbildung praxisnah trainiert.“ Dorothee Schweisfurth von der Caritaspflegestation Mechernich hat bereits langjährige Erfahrung als Praxisanleiterin und schult seit dem  9. April auch im neuen Ausbildungszentrum. Zehn Azubis werden seither zweimal wöchentlich auf den späteren Beruf vorbereitet.

Zudem wird der Außenbereich des Hauses von der Caritas genutzt: Gartentherapeutin Carola Schmitz wird diesen gemeinsam mit Klienten des Fachbereichs Psychiatrische Dienste gestalten. Entstehen soll ein Wohlfühlgarten, der auf vielfältige Weise alle Sinne des Menschen anspricht. Es wird sowohl einen Nutzgartenbereich mit Gemüse, Obst und Kräutern als auch einen parkähnlichen Bereich geben, mit Blumen, Bänken und naturnahen Ecken. Gartentherapie ist ein ganzheitlicher Ansatz, der Elemente aus Ergo- und Physiotherapie einbezieht. Vielfältige positive Wirkungen der Natur werden hier therapeutisch genutzt; der Einsatz von pflanzen- und gartenbezogenen Aktivitäten und Erlebnissen führt bei Menschen mit Behinderung nachweislich zur Steigerung des psychischen und physischen Wohlbefindens.

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Carola Schmitz geht es dabei nicht in erster Linie um das Ergebnis. Es soll kein Vorzeigegarten entstehen, sondern die Klienten sollen durch das Tun und Sein in der Natur auf vielfältige Weise unterstützt werden. „Wenn es aus meiner Ausbildung einen Satz gibt, der meine Arbeit nachhaltig geprägt hat, dann ist es der, dass der Mensch nicht für den Garten da ist, sondern der Garten für den Menschen“, so Carola Schmitz, „das heißt, dass nicht im Vordergrund steht, um jeden Preis bestimmte Arbeiten zu erledigen, sondern welche Tätigkeiten den Menschen in seiner aktuellen Situation am besten unterstützen können.“ Sinn ist, den Klienten eine sinnvolle, tagesstrukturierende Beschäftigung sowie eine Möglichkeit anzubieten, sich mit ihren vorhandenen Fähigkeiten einbringen zu können. „Das kann Rasen mähen, Hecken schneiden, Beete rechen oder Unkraut jäten sein, aber ebenso Tomaten ernten, einen Blumenstrauß pflücken oder auch einfach mal auf der Bank in der Sonne sitzen und den Duft der Rosen einatmen“, so Carola Schmitz. (epa)

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