Caritas Euskirchen lud erstmalig zum Zuckerfest

 Alte und neue Nachbarn feierten gemeinsam das Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan

Im Café International werden regelmäßig christliche Feste begangen, nun haben Christen und Muslime dort gemeinsam das Ende des Ramadan gefeiert. Foto: Carsten Düppengießer
Im Café International werden regelmäßig christliche Feste begangen, nun haben Christen und Muslime dort gemeinsam das Ende des Ramadan gefeiert. Foto: Carsten Düppengießer

Euskirchen – Bis auf den letzten Platz gefüllt war das „Café International“ des Caritaszentrums für Migration und Flüchtlingshilfe in Euskirchen beim ersten gemeinsamen Zuckerfest zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan, zu dem Mitarbeitende der Caritas Euskirchen eingeladen hatten.

Im Fastenmonat Ramadan dürfen gläubige Muslime tagsüber weder essen, noch trinken, ausgenommen hiervon sind Kinder, Schwangere oder andere Muslime in besonders herausfordernden Umständen. „Besonders, wenn der Ramadan auf einen sehr warmen Monat fällt, wie in diesem Jahr, stellt dies eine echte Herausforderung dar. Das Fastenbrechen am Ende des Ramadan hat eine ähnlich große Bedeutung wie Weihnachten im Christentum und ist nach dem Opferfest der zweithöchste islamische Feiertag“, so Peter Müller-Gewiss, bei der Caritas für die „Aktion Neue Nachbarn“ als Ehrenamtskoordinator tätig. „Wir thematisieren im Café International im Jahreslauf regelmäßig christliche Feste und feiern die vorösterliche Zeit, Nikolaus oder den Advent, um Migranten mit Fluchthintergrund unsere Kultur näherzubringen“, so Müller-Gewiss.

Um diesen Dialog der Kulturen und Religionen weiter zu fördern, habe man nun ganz bewusst das erste Zuckerfest im Caritaszentrum für Migration und Flüchtlingshilfe ausgerichtet. Carsten Düppengießer, zuständiger Leistungsbereichsleiter und für die Integrationsagentur der Caritas verantwortlich: „Dabei war uns wichtig, alte und neue Nachbarn zusammen zu bringen und auch unseren Ehrenamtlichen für ihren Einsatz zu danken.“

Unterstützt wurde die Caritas dabei von Geflüchteten, die typische Speisen und Süßigkeiten vorbereitet hatten und bei der Verteilung an die Gäste tatkräftig mitanpackten. Ingrid Schiffer, Migrationsberaterin der Caritas: „Viele Gäste unserer Einrichtung sind mittlerweile seit einigen Jahren bei uns, haben eine Bleibeperspektive und möchten durch ihr Engagement andere Geflüchtete unterstützen, in ihrer neuen Heimat Fuß zu fassen.“

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Allen haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern dankte Düppengießer bei seiner Begrüßung, die er mit dem Ausruf „ʿīd mubārak“ – was übersetzt frohes Fest bedeutet – beendete.  Über 60 kleine und große Besucherinnen und Besucher erwiderten den Gruß und nahmen sich im Anschluss viel Zeit, um zu essen und zu trinken. „Die Nationalitäten sind bunt gemischt, alte und neue Nachbarn kommen sich in Gesprächen näher und haben eine gute Zeit miteinander – so soll es sein“, freute sich Düppengießer. Oud-Spieler Fadi Al Khoury sorgte für die musikalische Untermalung des Festes. Erschienen war er im Trikot „Der Mannschaft“. Müller-Gewiss: „Sport verbindet und hat seine ganz eigene Integrationskraft.“ (epa)

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