Europameisterschaft: Gold und Bronze für Eifeler Bogenschützen 

Team „Bogenwerkstatt“ um Trainer und Bogenbauer Devid Hörnchen aus Schöneseiffen maß sich mit 2300 Schützen aus 30 Nationen

Dreizehn Bogenschützen aus dem „Team Bogenwerkstatt“ zeigten ihre Künste bei der Europameisterschaft. Foto: Arndt Krömer
Dreizehn Bogenschützen aus dem „Team Bogenwerkstatt“ zeigten ihre Künste bei der Europameisterschaft. Foto: Arndt Krömer

Schöneseiffen/Oberwiesenthal/Bozi Dar –  Dreizehn Bogenschützen im Alter von neun bis 48 Jahren aus dem „Team Bogenwerkstatt“ um Trainer und Bogenbauer Devid Hörnchen aus Schöneseiffen nahmen jetzt an der Europameisterschaft im Bogenschießen in Oberwiesenthal/Sachsen und Bozi Dar/Tschechien teil. Über 2300 Schützen aus 30 Nationen waren zu diesem Großevent gekommen.

Der kleine Ort am Fichtelberg auf über 900m Höhe darf sich die höchste Kommune Deutschlands nennen und ist eher für den Wintersport bekannt, glänzte aber nun als Eldorado für die Sportler mit Pfeil und Bogen. Die internationale Konkurrenz war groß, insgesamt lagen die Eifeler Teilnehmer im Mittelfeld, zwei Teilnehmer ladeten aber auch auf dem Podium: Sebastian Donat (12) brachte die Goldmedaille, Daniel Meyer (17) die Bronzemedaille mit nach Hause.

„Im Vordergrund stand für uns alle natürlich die Freude an der Teilnahme an einer Europameisterschaft und das gemeinsame, tolle Erleben dieser großen Veranstaltung“, sagte Devid Hörnchen nach der Rückkehr, „das war für uns alle etwas ganz Besonderes. Schon der Marsch der Nationen vor der offiziellen Turniereröffnung, der mit über 2000 Leuten durch die Stadt zog, hat uns mitgerissen. Das erlebt man nicht alle Tage!“

Das Schießen in Sechser-Gruppen, die sich je nach Punktzahl täglich änderten, war das tägliche Highlight. Bogenschütze Arndt Krömer: „Zur Wochenmitte hin wurde es sogar schön und sonnig, tolle Panoramablicke nach Tschechien belohnten die teils schweißtreibenden, steilen Anstiege mancher Parcours auf dem Fichtelberg. Am Donnerstag schlug das Wetter allerdings um und insbesondere am Freitag stürzte das Thermometer auf sage und schreibe  2 Grad Celsius und Nieselregen.“

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Für die Schützen wurde das Ganze daher beinahe zu einer Winterveranstaltung. Eine echte Herausforderung am letzten Tag, nachdem man bereits drei Tage lang in unterschiedlichen Disziplinen alles geben musste. „Die Strapazen einer solchen Meisterschaft machen sich natürlich ebenso bemerkbar wie die Begeisterung darüber“, so Hörnchen. Als Fazit konnte der Trainer sagen, das mit einem gut vertretenen Mittelfeld und manchem Ausreißer nach oben und unten die Meisterschaft gemäß seiner Erwartungen und zu seiner Zufriedenheit lief. Aktuell denkt er darüber nach, nach dem Sommer erneut spezielle Trainings mit Weltmeisterin Ulrike Koini zu organisieren, um das Zielen weiter zu optimieren. Denn Ende September steht mit der Deutschen Meisterschaft schon wieder das nächste Event an. (epa)

 

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