Fairplay Smart-Tour: Junge Leute üben sich im Teamgeist

KSK-Vorstandsmitglied Hartmut Cremer überreichte Scheck in Höhe von 3000 Euro – Auf Tandem-Spezialrädern konnten auch schwerstmehrfachbehinderte Kinder an der Tour teilnehmen

KSK-Vorstandsmitglied Hartmut Cremer (2.v.r) überreichte den Mitverantwortlichen der Fairplay Smart-Tour einen Scheck in Höhe von 3000 Euro. Ralf Mertens (1.v.r.), Peter von Bodenheim (2.v.l.) und Schulleiterin Karin Hambach freuten sich über den großen Zuspruch an der Tour. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
KSK-Vorstandsmitglied Hartmut Cremer (2.v.r) überreichte den Mitverantwortlichen der Fairplay Smart-Tour einen Scheck in Höhe von 3000 Euro. Ralf Mertens (1.v.r.), Peter von Bodenheim (2.v.l.) und Schulleiterin Karin Hambach freuten sich über den großen Zuspruch an der Tour. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Euskirchen-Euenheim – Mit 110 Anmeldungen hat die Fairplay Smart-Tour in diesem Jahr einen neuen Rekord erreicht. Gleich zwei weitere Schulen, nämlich die Ernst Jandl-Schule Bornheim und die Schule Lindweiler Hof aus Köln, sind in diesem Jahr neben den zehn Förder- und Regelschulen aus Köln, Kall und Euskirchen mit an den Start gegangen. Für 2019 gibt es schon jetzt weitere zwei Anmeldungen.

„Wir haben bereits ein paar Strapazen hinter uns“, berichtete Lehrer Ralf Mertens, der mit 24 weiteren Betreuern dafür sorgte, dass die jungen Leute zwischen neun und 17 Jahren wohlbehalten von einer Etappe zur anderen radeln konnten. In Köln war der Tross am Mittwochmorgen gestartet. Von der LVR-Irena-Sendler-Schule, wo die Fahrer übernachteten, ging es am Donnerstag weiter über Kall nach Nettersheim. Und von dort am Freitagmorgen nach Jünkerath, wo der Staffelstab an die große Fairplay-Tour übergeben wurde.

Ein paar Ehrenrunden mit Applaus gehören stets dazu, bevor der Tross sich vom Schulgelände der Irena-Sendler-Schule in Euenheim auf den Weg nach Nettersheim begibt. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Ein paar Ehrenrunden mit Applaus gehören stets dazu, bevor der Tross sich vom Schulgelände der Irena-Sendler-Schule in Euenheim auf den Weg nach Nettersheim begibt. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

„Gestern sind wir in ein Unwetter geraten“, berichtete Mertens. „Es goss wie aus Kübeln. Aber das hat die Mannschaft erst richtig zusammengeschweißt.“ Überhaupt erlebe man es auf jeder Tour immer wieder aufs Neue, wie die jungen Leute Freundschaften schlössen, sich gegenseitig helfen würden und während der Fahrt echten Teamgeist entwickelten.

Lehrer Ralf Mertens freute sich besonders über die Sponsoren, die die Fairplay-Smart-Tour nun schon im sechsten Jahr wieder möglich gemacht hatten, allen voran die Kreissparkasse Euskirchen, die von Anfang an dabei ist. In diesem Jahr zog KSK-Vorstandsmitglied Hartmut Cremer das türkisfarbene Trikot der Tour an und hatte zwar kein Fahrrad, dafür aber einen dicken Scheck in Höhe von 3000 Euro dabei, der für spontanen Jubel unter den Teilnehmern der Tour sorgte.

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Mertens dankte darüber hinaus den zahlreichen „stillen Helfern“, die im Background der Tour für die notwendige Logistik sorgen. Erstmals war auf einem der Lastwagen eine Gefriertruhe mit an Bord. „So konnten wir nicht nur Getränke, sondern auch Medikamente kühlhalten“, berichtete Mertens.

Sicherheit wird auf der Tour großgeschrieben. Mit einem Headset steht Ralf Mertens stets in Kontakt zu anderen Betreuern. So kann man sich gegenseitig vor Gefahren auf dem Weg warnen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Sicherheit wird auf der Tour großgeschrieben. Mit einem Headset steht Ralf Mertens stets in Kontakt zu anderen Betreuern. So kann man sich gegenseitig vor Gefahren auf dem Weg warnen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Bei der Smart-Tour von Köln nach Jünkerath geht es nicht nur ums Radeln. In sogenannten erlebnispädagogischen Trainings werden auch Teamgeist und „Fairplay“ eingeübt. Ob im Schwimmbad, beim gemeinsamen Klettern oder am Lagerfeuer, stets wird das respektvolle Miteinander spielerisch eingeübt.

„Einem unserer Mitfahrer ist in Liblar die Kette gerissen. Andere aus dem Team haben ihn bis Weilerswist mitgezogen“, berichtete Mertens. In diesem Jahr waren auch wieder eine ganze Reihe von Spezialrädern dabei. Auf diesen können Kinder mitfahren, die selbst nicht über genügend motorische Fähigkeiten verfügen, um ein eigenes Rad zu bedienen. „Für diese Kinder ist es ein besonderes Erlebnis, den Fahrtwind im Gesicht zu spüren, dabei zu sein und so mit zur großen Gemeinschaft zu gehören“, so Mertens.

Pro Tag legen die Kinder und Jugendlichen bis zu 60 Kilometer mit dem Rad zurück. Mit jedem zurückgelegten Kilometer sammelt die Kölner LVR-Schule Belvedere, die die Tour organisiert, Spendengelder und unterstützt damit einen wohltätigen Zweck. Bei der Tour sind neben den beiden oben genannten Schulen folgende Schulen beteiligt: LVR-Schule Belvedere und LVR-Anna-Freud-Schule aus Köln, LVR-Irena-Sendler-Schule und GHS-Georgschule aus Euskirchen, Real- und Hauptschule aus Bad Münstereifel, Gesamtschule Jüchen, Hauptschule Kall, Schule Zülpicherstraße sowie die Graf Salentin Schule aus Jünkerath.

 

Eifeler Presse Agentur

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