Johannes-Sturmius-Gymnasium Schleiden wird NRW-Pilotschule Informatikunterricht

Angebot im MINT-Bereich wird an der Städtischen Schule konsequent ausgebaut – 3D-Drucker angeschafft, um auch einen Prototypen für den Chemieunterricht zu bauen

JSG-Schulleiter Georg Jöbkes (r.) stellte zusammen mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Bürgerstiftung der Stadt Schleiden die neuen Möglichkeiten durch den Projektkurs „MlNT“ vor. Foto: Stadt Schleiden
JSG-Schulleiter Georg Jöbkes (r.) stellte zusammen mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Bürgerstiftung der Stadt Schleiden die neuen Möglichkeiten durch den Projektkurs „MlNT“ vor. Foto: Stadt Schleiden

Schleiden – Das Angebot im bildungstechnisch wichtigem MINT-Bereich (Mathematik – Informatik – Naturwissenschaften – Technik) wird am Städtischen Johannes-Sturmius-Gymnasium Schleiden (JSG) weiter ausgebaut. Mit Beginn des kommenden Schuljahres wird das JSG Pilotschule im Modellvorhaben „Informatikunterricht in Klasse 5 und 6“ des Landes NRW. Für den neuen Leistungskurs Chemie sind 15 Schülerinnen und Schülern angemeldet. Ebenfalls für die kommende Jahrgangsstufe Q1 wird als weiteres, neues Angebot ein Projektkurs „MlNT“ angeboten. Der Kurs soll an der Schnittstelle von Chemie, Physik und Informatik angesiedelt sein und die beiden klassischen Naturwissenschaften mit informationstechnischen, praktischen Anwendungen verknüpfen.  

JSG-Schulleiter Georg Jöbkes: „Im Zuge des Ausbaus der digitalen Bildung am JSG ist es für die Schülerinnen und Schüler besonders spannend, sich mit modernen Anwendungen zu befassen, die in diesem Bereich zunehmend Beachtung finden, wie beispielsweise mit dem 3D-Druck.“ Bei der Auseinandersetzung mit diesem modernen Anwendungsbereich könnten die Schüler die vielfältigen Verflechtungen wissenschaftlichen Arbeitens mit technischen Lösungen kennenlernen und entsprechende Kompetenzen erarbeiten.

Im JSG war es bislang nur möglich, diese Technologie virtuell zu erkunden. Die Bürgerstiftung Schleiden hat der Schule jetzt einen modernen 3D-Drucker und die notwendigen Verbrauchsmaterialien zur Verfügung gestellt, damit die Heranwachsenden praktisch arbeiten, experimentieren und entwickeln können.

Im Projektkurs „MlNT“ soll der komplette Entwicklungs- und Fertigungsgang eines mikroprozessorgesteuerten Geräts inklusive der Entwicklung zugehöriger Software nachvollzogen und praktisch erlebt werden. Ziel ist es, ein spezielles Messgerät zur Leitfähigkeit von Metallen zu entwerfen, welches in Zukunft am JSG im Chemieunterricht zum Einsatz kommen soll und welches es bisher in dieser Form nicht am Markt gibt. Im Laufe der Entwicklung soll der 3D-Drucker sowohl beim Prototypenbau, bei der Gehäuseentwicklung wie auch bei der Leiterplattenfertigung zum Einsatz kommen. (epa)

 

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