Puppenworkshop und Theateraufführung für Kinder psychisch- oder suchtkranker Eltern

„Regenbogengruppe“ der Caritas ermöglichte drei Kreativ-Tage in den Sommerferien – Förderung durch den Kulturrucksack NRW

Die Kinder der „Regenbogengruppe“ gestalteten ihre eigenen Handpuppen. Foto: Carsten Düppengießer
Die Kinder der „Regenbogengruppe“ gestalteten ihre eigenen Handpuppen. Foto: Carsten Düppengießer

Euskirchen – Acht Kinder psychisch- oder suchtkranker Eltern konnten jetzt mit der „Regenbogengruppe“ der Caritas Euskirchen an einer kreativen Auszeit in der Fachambulanz Sucht teilnehmen. Die Sozialpädagogin Monika Gies betreute gemeinsam mit Caritas-Fachkraft Dorothee Koch den Drei-Tages-Workshop, der durch den Kulturrucksack NRW gefördert wurde.

Die drei Jungen und fünf Mädchen im Alter von sechs bis 13 Jahren hatten sich bereits im Vorfeld bei den wöchentlichen Treffen der „Regenbogengruppe“ mit dem Thema „Ich schöpfe meine eigene Handpuppe“ auseinandergesetzt. „Dabei haben wir Ideen für die Gestaltung der Puppen gesammelt und für jede Figur ein Puppenhaus als Zuhause aus einem alten Schuhkarton gebastelt“, so Dorothee Koch.

Die Caritas-Fachkraft arbeitet in dem wöchentlichen Gruppenangebot „Regenbogengruppe“ der Caritas seit vielen Jahren mit Kindern und Eltern aus Familien, in denen die Eltern entweder suchtbelastet oder psychisch erkrankt sind. Die Kinder treffen sich, um gemeinsam zu spielen, zu reden und zu toben und so wieder Kind zu sein, zu spielen, die Welt zu entdecken, Freundschaften zu schließen und eigenen Fähigkeiten zu entdecken und erproben.

Am ersten Tag des Workshops entstanden die Rohlinge der Puppenköpfe. Am zweiten Tag wurden die Puppen bemalt und mit selbstgenähten Kleidern ausgestattet. Auch die Kulissen für die geplante Theater Puppenaufführung wurden durch die Kinder gestaltet.

Am dritten und letzten Tag waren die Eltern, Geschwister, Familien und Freunde der Kinder eingeladen. Die jungen Workshop-Teilnehmer führten kleine, improvisierte Theaterstücke mit ihren selbstgestalteten Puppen und Kulissen, auf. „Hierbei entwickelten die Kinder eine regen Spielfreude und waren in der Lage, eigene Ideen und Vorstellungen einzubringen“, so Koch. Übergreifendes Motiv sei für die Kinder das Thema Träume gewesen.

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Neben der Theateraufführung am letzten Tag sei auch das gemeinsame Gruppenerlebnis über mehrere Tag und der Umgang mit Neuem, wie Nähmaschine, Heißklebepistole und Holzsäge sowie das damit verbundene Erleben eigener Fähigkeiten für die Kinder sehr wichtig gewesen.

Die Regenbogengruppe ist Teil des Netzwerkes FREIO, welches sich die Arbeit mit Kindern psychisch kranker oder suchtkranker Eltern zur Aufgabe gemacht hat. Das Netzwerk FREIO wird durch das Projekt „Chance for Kids“ des Diözesan-Caritasverbandes Köln noch bis 2019 gefördert. Teamleiterin Maria Surges-Brilon: „Nur durch diese Projektförderung und zusätzliche Spenden können wir solche Aktionen sowie die regelmäßige Kinder- und Elternarbeit, eine Jugendlichen-Gruppe und Multiplikatoren-Fortbildungen gewährleisten.“

(epa)

 

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