THW und Feuerwehr übten gemeinsam Rettung Verschütteter

Hilfsorganisationen ziehen an einem Strang

Manchmal ist beim THW auch Improvisation gefragt, wie hier beim Abstützen einer Baugrube mit Paletten. Foto: Florian Sommer
Manchmal ist beim THW auch Improvisation gefragt, wie hier beim Abstützen einer Baugrube mit Paletten. Foto: Florian Sommer

Euskirchen – Gut 30 Helferinnen und Helfer von Technischem Hilfswerk (THW) und Feuerwehr übten jetzt gemeinsam die Rettung Verschütteter. Neben Einheiten aus Euskirchen (THW, Feuerwehr) waren auch das THW Nörvenich und ein Ausbilder des THW Siegburg an der Gemeinschaftsübung beteiligt. Das Übungsgelände stellte der Bauhof der Stadt Euskirchen zur Verfügung. Dieser unterstützte die ehrenamtlichen Retter auch unkompliziert bei den Übungsvorbereitungen, wie Florian Sommer vom THW Euskirchen berichtete.

Das Szenario: Ein Hausbesitzer hatte Grabungsarbeiten an seiner Kellerwand selbst durchgeführt – ohne die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen. Dabei war er verschüttet worden. Passanten alarmieren die Feuerwehr. Der Einsatzleiter der Feuerwehr entscheidet, das THW als Spezialisten für die Bergung einzusetzen.

Burkhard Aehlich, Zugführer beim THW Euskirchen und Planer der gemeinsamen Übung: „Bevor ein Zugang zum Verschütteten erstellt werden kann, muss das Nachrutschen weiteren Materials verhindert werden. Der Eigenschutz geht klar vor Schnelligkeit. Eine Gefährdung der Helfer muss ausgeschlossen werden.“ Daher übten die Einsatzkräfte die Absicherung der Baugrube auf verschiedene Arten an Stationen. Dabei lernten die Rettungskräfte auch, wie mit Paletten und Türen ein Verbau der Grube improvisiert werden kann, wenn Bohlen und Kanthölzer (noch) nicht an der Einsatzstelle sind.

Ein ganz besonderer Dank gelte dem Stadtbetrieb Technische Dienste, so Aehlich: „Betriebsleiter Zwicker und Werkstattleiter Scheurer waren für unsere Übung sehr offen. Auch in der Vorbereitung waren beide eine große Hilfe.“ So seien beispielsweise die Übungsgruben durch den Bauhof ausgehoben worden.

Das Technische Hilfswerk ist die Einsatzorganisation der Bundesrepublik Deutschland im Bevölkerungsschutz und wird zu 99 Prozent von rund 80.000 ehrenamtlichen Kräften getragen, die in 668 Ortsverbänden organisiert sind, 127 davon in Nordrhein-Westfalen und zwei im Landkreis Euskirchen. Mit technischem Fachwissen und Spezialgerät ist das THW ein wichtiger Partner für Feuerwehr, Polizei und andere Einsatz- und Hilfsorganisationen in Deutschland, Europa und weltweit. Die Mitgliedschaft im THW steht engagierten Frauen und Männern ab 17 Jahren offen. Für Jugendliche ab zehn Jahren existiert eine Jugendgruppe, welche an eine verantwortungsvolle Tätigkeit im Bevölkerungsschutz heranführt. Weitere Informationen Internet: www.thw-euskirchen.de

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(epa)

 

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