Samba-Rhythmen und Hymne „Kirchheim ist schön“

Caritas-Wohnhaus Kirchheim feierte 20jähriges Bestehen – Bewohnerchor der Einrichtung sorgte für Stimmung

Der Bewohnerchor der Einrichtung sorgte mit der Hymne „Kirchheim ist schön“ für Stimmung. Foto: Carsten Düppengießer
Der Bewohnerchor der Einrichtung sorgte mit der Hymne „Kirchheim ist schön“ für Stimmung. Foto: Carsten Düppengießer

Euskirchen-Kirchheim – Rund Einhundert Betroffene, Angehörige und Gäste, darunter zahlreiche Vertreter aus Kirche, Politik und Verwaltung, konnten jetzt die beiden Caritasvorstände Martin Jost und Bernhard Becker, der Heimleiter Josef Heinen sowie Heimbeirat Marcus Baumann zur Feier des 20-jährigen Bestehens des Caritas-Wohnhauses für psychisch erkrankte Menschen in Euskirchen-Kirchheim begrüßen.

Die Schirmherrin der Feier, die bekannte TV-Moderatorin und Wahl-Kirchheimerin Bettina Böttinger, war an dem Tag beruflich verhindert. In einem sehr persönlichen Brief, den Caritasvorstand Becker vorlas, wünschte sie Team und Angehörigen der Einrichtung alles Gute zu ihrem runden Geburtstag. Besonders freue sie die Akzeptanz, die das Haus und ihre Bewohner von den Nachbarn, von der Dorfgemeinschaft erfahre.

Heimleiter Heinen lies noch einmal die vergangenen 20 Jahre Revue passieren. Das Wohnhaus, ehemals Altenheim und Kindergarten in Besitz des Salvatorianer-Ordens wurde von Mitte 1996 bis Ende 1997 mithilfe von Fördergeldern saniert und umgebaut. Beteiligt daran waren auch Klienten der damaligen Arbeits- und Integrationsprojekte der Caritas Euskirchen. Heinen: „Dabei wurden viele Neuerungen, wie etwa die Steuerung der Heizung durch Sensoren, Warmwasseraufbereitung durch eine Solaranlage und Regenwassernutzung für die Toilettenspülung unserer zwölf Bäder umgesetzt. Heute Selbstverständlichkeiten – damals sehr vorausschauend!“

Für südamerikanisches Flair sorgte die Samba-Trommelgruppe „Brassel-Brasilikum“ des Sozialpsychiatrischen Zentrums Hürth. Foto: Carsten Düppengießer
Für südamerikanisches Flair sorgte die Samba-Trommelgruppe „Brassel-Brasilikum“ des Sozialpsychiatrischen Zentrums Hürth. Foto: Carsten Düppengießer

Am 5. Januar 1998 startete mit fünf Sozialarbeitern, einem Krankenpfleger und zwei Hauswirtschaftskräften sowie zehn Bewohnern der Betrieb des Caritas-Wohnhauses für Menschen mit einer psychischen Erkrankung im ehemaligen „Josefhaus“ in Kirchheim. Im Laufe der vergangenen 20 Jahre haben insgesamt 81 psychisch erkrankte Menschen mit vielschichtigen psychiatrischen Krankheitsbildern dort ein Zuhause gefunden, mit ganz unterschiedlichen Verweilzeiten. Drei Bewohner sind seit den Anfangstagen in Kirchheim beheimatet. „Bewohner und Mitarbeiter haben gewechselt, eines ist konstant geblieben: unser Bestreben und der Anspruch, den hier wohnenden Menschen einerseits ein Zuhause zu geben und sie gleichzeitig entsprechend ihrer Möglichkeiten zu fordern und zu fördern, “ betonte Heinen.

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Grußworte des Vorsitzenden des Caritasrates, Kreisdechant Guido Zimmermann, von Klaus Voussem (MdL) und dem Ersten Beigeordneten der Kreisstadt Euskirchen, Johannes Winckler, rundeten den offiziellen Teil der Feier ab. Sie alle fanden anerkennende Worte für die Einrichtung, den Ort Kirchheim und die Arbeit der Caritas Euskirchen. Winckler: „Die Caritas leistet Hilfe für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Dafür möchte ich mich heute bei Ihnen bedanken.“

Für Stimmung sorgte die Samba-Trommelgruppe „Brassel-Brasilikum“ des Sozialpsychiatrischen Zentrums Hürth sowie der Bewohnerchor der Einrichtung, der unter anderem seine Hymne an den Ort „Kirchheim ist schön“ zum Besten gab.

Neben zahlreichen anderen Gästen waren auch alle ehemaligen Geschäftsführer und Vorstände der Caritas Euskirchen in Person von Bruno Grobelny, Franz Josef Funken und Horst Lennartz anwesend. Gemeinsam mit ihren Nachfolgern und allen Gästen feierten sie ein buntes und lebendiges Sommerfest. (epa)

 

 

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