Zehn Jahre Stromspar-Check – 2676 Beratungen in sozial benachteiligten Haushalten

Caritas überreichte „Scheck“ über eingesparte CO2-Menge an Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen

Martin Jost (l.), Vorstand Caritas Euskirchen, und Mario Ramos (r.) machten in einem symbolischen Akt auf eingespartes Kohlendioxid durch das Projekt „Stromspar-Check“ aufmerksam, was bei Iris Poth (Mitte), Leiterin Wirtschaftsförderung, auf positives Echo stieß. Foto: Carsten Düppengießer / Caritas Euskirchen
Martin Jost (l.), Vorstand Caritas Euskirchen, und Mario Ramos (r.) machten in einem symbolischen Akt auf eingespartes Kohlendioxid durch das Projekt „Stromspar-Check“ aufmerksam, was bei Iris Poth (Mitte), Leiterin Wirtschaftsförderung, auf positives Echo stieß. Foto: Carsten Düppengießer / Caritas Euskirchen

Euskirchen – Einen symbolischen „Scheck“ über rund 5.000 Tonnen CO2 haben jetzt Martin Jost, Vorstand Caritas Euskirchen, und Mario Ramos vom Team „Stromspar-Check Kommunal“ anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Projekts an Iris Poth, Leiterin Wirtschaftsförderung Kreis Euskirchen, überreicht. „Diese beeindruckende Zahl eingesparter Schadstoffe ist das Ergebnis von 2676 Beratungen in sozial benachteiligten Haushalten im Kreis, die unser Team von Stromspar-Checkern in den vergangenen zehn Jahren übernommen hat“, berichtete Jost.

Das Projekt „Stromspar-Check Kommunal“, welches die Caritas in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband für Energie und Klimaschutz und dem Bundesumweltministerium ausführt, unterstützt sozial benachteiligte Haushalte dabei, Energiekosten zu senken und drohender Energiearmut vorzubeugen. „Und die betrifft leider ziemlich viele“, so Ramos. Bundesweit gebe es laut Angaben der Bundesnetzagentur jährlich weit über 300.000 Stromsperren wegen nicht bezahlter Rechnungen. Alle sozialschwachen Haushalte im Kreis Euskirchen, also etwa Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeld oder Rentner mit Grundsicherung können an dem Projekt teilnehmen und von ihm profitieren.

Jeder teilnehmende Haushalt erhält kostenlos Soforthilfen im Wert von 70 Euro. Dies können etwa Energiespar-LEDs, schaltbare Steckdosenleisten, Wasser sparende Duschköpfe oder auch Kühlschrankthermometer sein. In einem zweiten Haushaltsbesuch wird dann die jeweils notwendige Energiespar-Technik eingebaut. „Zudem geben die Stromsparhelfer – selbst ehemalige Langzeitarbeitslose – in dieser Beratung auf Augenhöhe Tipps zur Nutzung sowie zum energieeffizienten Verhalten im Alltag, die sich richtig lohnen“, so Ramos. Er ist ursprünglich als Maßnahmeteilnehmer beim Stromspar-Check gestartet und koordiniert seit vielen Jahren das Team der Stromspar-Checker. Ramos hat also über das Projekt den Sprung in eine reguläre, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung geschafft. „Ebenso wie zwölf andere in den vergangenen zehn Jahren“, berichtete er nicht ohne Stolz.

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Durchschnittlich sparen die teilnehmenden Haushalte im Kreis Euskirchen rund 200 Euro an Energie- und Wasserkosten pro Jahr. Auch der Klimaschutzeffekt ist beachtlich. Allein im Kreis Euskirchen verringert sich durch die ausgegebenen Soforthilfen der CO2-Ausstoß je beratenem Haushalt um
332 kg jährlich.

Diese Zahlen beeindruckten auch den Kreis Euskirchen. „Das Angebot der Caritas für sozialschwache Haushalte ergänzt sich optimal mit unseren eigenen Energieeffizienzmaßnahmen“, so Poth. Der Kreis beschäftige mit Manfred Scheff einen Energieberater und setze mit diesem eine „Haus-zu-Haus“ Kampagne um. Poth: „Wir kündigen seinen Besuch in den Orten über die Ortsvorsteher an. Die Bürgerinnen und Bürger haben dann die Möglichkeit, einen vor Ort Beratungstermin mit Herrn Scheff zu vereinbaren.“ In einer aktuellen Umfrage unter den Nutzern des Angebots gaben 81 Prozent der Befragten an, energetische Sanierungsmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 862.000 Euro umgesetzt zu haben. „Außerdem hält Manfred Scheff im Rahmen des Sanierungstreffs Kreis Euskirchen Fachvorträge. Am 21. November ist der letzte Termin in diesem Jahr im Hellenthaler Rathaus,“ sagte Poth. Thema ist „Moderne Geräte im Haushaltscheck: Stromkosten und Labeling“. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und richtet sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Sie ist kostenfrei, um eine vorherige Anmeldung unter der Rufnummer 0 22 51/1 55 26 wird gebeten.

Wer die oben genannten Kriterien für einen Besuch der Stromspar-Checker erfüllt, kann sich unter der Rufnummer 0 22 51/94 19-167 an Caritasmitarbeiter Mario Ramos wenden oder mit ihm per E-Mail unter arbeitsprojekte@caritas-eu.de in Kontakt treten. Weitere Infos gibt es unter www.stromspar-check.de und facebook.com/stromsparcheck.

(epa)

 

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