Familienpaten der Caritas unterstützen junge Familien

Ehrenamtliche übernehmen Einkäufe, helfen bei der Kinder- oder Hausaufgabenbetreuung oder sind einfach nur für Gespräche da

Familienpaten schenken den Familien vor allem Zeit. Bild: Arndt Krömer
Familienpaten schenken den Familien vor allem Zeit. Bild: Arndt Krömer

Schleiden – Mit dem ehrenamtlichen Projekt „Familienpatenschaften“ bietet der Caritasverband für die Region Eifel ein Hilfeangebot für junge Familien mit kleinen Kindern. Ziel ist es, jungen Familien möglichst früh eine zusätzliche Unterstützung anzubieten. Die Aufgaben der ehrenamtlichen Familienpaten sind vielfältig: sie übernehmen Einkäufe, helfen bei der Kinder- oder Hausaufgabenbetreuung, sind für Gespräche da, unternehmen Spaziergänge oder gehen gemeinsam mit ihren Paten eine Tasse Kaffee trinken. Sie bieten somit ein heute wichtiges Gut an: Zeit.

„Eine unserer Familienpatinnen betreut beispielsweise eine alleinerziehende Mutter mit drei Kindern“, erläutert Marion Engels, Ansprechpartnerin und Koordinatorin des Projekts. „Durch den straffen Familienalltag ist es ihr nicht möglich, ihre Tochter zum Tanzen, den Sohn zum Sport und sich gleichzeitig allein um das kleinste Kind zu kümmern – eine aktive Teilnahme am Vereinsleben bleibt ihnen damit verwehrt“. Durch die Familienpatin, die die junge Mutter zwei Mal wöchentlich unterstützt, wird die Teilhabe wieder möglich: sie kümmert sich um das jüngste Familienmitglied zuhause, während Mama die Großen zu ihren Vereinen fährt oder sie selbst begleitet die Tochter zum Tanzunterricht. Darüber stimmen sich Mutter und Patin ab. Auch für sich selbst gewinnt die Alleinerziehende wieder etwas mehr Zeit.

Marion Engels ist Anspechpartnerin für alle, die sich für eine Familienpatenschaft interessieren. Bild: Michelle Fraikin
Marion Engels ist Anspechpartnerin für alle, die sich für eine Familienpatenschaft interessieren. Bild: Michelle Fraikin

Marion Engels ist nicht nur Ansprechpartnerin für interessierte Familien, sondern auch für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer oder solche, die es werden wollen. „Ich bespreche mit Eltern oder Alleinerziehenden sowohl die Wünsche und Chancen als auch die Grenzen einer Familienpatenschaft. Auf Wunsch stelle ich danach den Erstkontakt zwischen Familienpaten und Familie her. Anschließend können beide Seiten entscheiden, ob sie ein weiteres Miteinander möchten oder nicht.“ Denn das Angebot ist freiwillig und ohne behördlichen Auftrag. Die Paten besuchen die Familien etwa ein bis zwei Mal in der Woche und werden für und während ihrer Einsätze geschult und begleitet. „Sie können sich jederzeit an mich wenden, um Fragen zu klären“, betont Marion Engels. Zudem bietet sie in der Arbeit mit den Familien Gespräche in deren häuslichem Umfeld wie auch in ihrer Beratungsstelle an.

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Das Projekt ist für viele junge Familien in der Eifeler Region eine große Hilfe und daher immer öfter gefragt. Die Caritas sucht deshalb weitere Ehrenamtliche, die Freude am Umgang mit kleinen Kindern und ihren Eltern haben. Besondere Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Alle Familienpaten durchlaufen beim Träger eine Präventionsschulung. Wer Interesse an der Mitarbeit hat oder Beratung zum Thema Familienpatenschaften in Anspruch nehmen möchte, wendet sich bitte an Marion Engels unter 0177 2079883 oder m.engels@caritas-eifel.de – weitere Informationen unter www.caritas-eifel.de. (epa)

 

 

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