Wie die Juden in der West-Eifel in die Freiheit kamen

Film des Kronenburger Filmemachers Dietrich Schubert geht „Nicht verzeichneten Fluchtbewegungen“ nach –Veranstaltung des Arbeitskreises JudiT.H am Palmsonntag

Über die Flucht von Juden aus Nazi-Deutschland nach Belgien berichtet ein Film von Dietrich Schubert. Symbolbild: Felix Nußbaum
Über die Flucht von Juden aus Nazi-Deutschland nach Belgien berichtet ein Film von Dietrich Schubert. Symbolbild: Felix Nußbaum

Hellenthal – „Nicht verzeichnete Fluchtbewegungen – Wie die Juden in der West-Eifel in die Freiheit kamen“ lautet der Titel eines Films des Kronenburger Filmemachers Dietrich Schubert, den der Arbeitskreis JudiT.H am Palmsonntag, 14. April, ab 15.30 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus, Im Kirschseiffen 24 in 53940 Hellenthal, zeigen will.

In den Jahren 1938/39 fliehen in der West-Eifel viele jüdische Bürger über die belgische Grenze aus dem Deutschland, das seit 1933 jeden Tag stärker ihre Rechte einschränkt und sich ideologisch wie praktisch auf die Ermordung der europäischen Juden vorbereitet. Ihnen helfen auf beiden Seiten der Grenze Menschen der Region. Manche aus Nächstenliebe, andere gegen Geld.

Wem die Flucht gelingt, der glaubt sich in Sicherheit und ist es doch nur auf Zeit. In der Presseankündigung von JudiT.H heißt es: „Als die Deutschen die Welt in den Krieg treiben, gehört Belgien zu den Ländern, die sie überfallen. Der Film trägt zusammen, was sich heute noch erfahren lässt. Es ist eine Reise durch die Geschichte und durch die heutige Landschaft, der zeigt, dass die Rede der vielen Deutschen, man habe angesichts der Gewalt gegen die jüdischen Nachbarn nichts für sie tun können, eine Lüge ist.“

Nach der Vorführung besteht die Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit Dietrich Schubert und eventuell mit den letzten noch lebenden Zeitzeugen im Film. Der Eintritt ist wie kostenlos, eine Spende für die weitere Arbeit von JudiT.H ist willkommen.

(epa)

 

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