Schwangerschaftsberatung ist stetig komplexer geworden

Caritas Eifel stellt vielfältigere Bedürfnisse der Ratsuchenden fest

Uschi Grab (l.) und Christel Schümmer stehen bei der Caritas für alle Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt zur Verfügung. Foto: Verena Brandenburg
Uschi Grab (l.) und Christel Schümmer stehen bei der Caritas für alle Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt zur Verfügung. Foto: Verena Brandenburg

Region Eifel – „Schwanger“! Kaum ein anderes Wort ist mit so vielen Emotionen verbunden. Freude, Angst, Wünsche, Hoffnungen – und manchmal sogar alles gleichzeitig. Jede Schwangerschaft bringt Veränderungen, Fragen und mitunter auch Probleme mit sich. Die Schwangerschaftsberatung „Rat und Hilfe“ des Caritasverbandes für die Region Eifel hilft Ratsuchenden dabei, ihre Unsicherheiten und Ängste abzubauen. Kostenlos, vertraulich und unabhängig von Nationalität und Konfession. In den vergangenen Jahren hätten sich Fragen und Bedürfnisse der Klienten spürbar erweitert, das Beratungsangebot sei heute breiter gefächert als noch vor zehn Jahren, wie der Caritasverband Eifel jetzt mitteilt.

Uschi Grab von der Caritas-Beratungsstelle in Mechernich dazu: „Gemeinsames Ziel unserer Arbeit ist nach wie vor, die Lebensperspektiven von Mutter beziehungsweise Eltern und Kind so positiv wie möglich zu gestalten. Wir helfen dabei, Gedanken im Kopf zu ordnen und eigene Gefühle verstehen zu lernen. Dabei bieten wir eine umfassende Beratung, zu der auch Antworten auf rechtliche, finanzielle und pflegerische Fragen gehören.“

Regelungen mit dem Jobcenter bei jungen Müttern, die noch im Elternhaus leben, Mutterschutz, häusliche Gewalt, kulturelle Unterschiede in den Rollenbildern der werdenden Eltern, dies und mehr seien typische Situationen, aus denen sie ohne Hilfe häufig keinen Ausweg finden. Christel Schümmer von den Caritas-Beratungsbüros Schleiden und Simmerath: „Oftmals geht es mittlerweile um eine ganz praktische Anleitung zum Leben in einer Familie. Denn vermehrt fehlen eigene, tragfähige Vorbilder und Erfahrungen.“ Das Angebot habe sich zu einer Art umfassenden Ehe- und Familienberatung entwickelt. Hinzugekommen ist auch die „vertrauliche Geburt“. Dabei können Mütter, die unerkannt ihr Kind entbinden und zur Adoption freigeben möchten, beraten, begleitet, bei einer Klinik angemeldet und bei der Adoptionsberatungsstelle vorgemerkt werden.

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:
Spende hilft Wohnungslosen

Außerdem sei die Armutsgrenze der Klientel gestiegen ist: Etwa 70 Prozent leben von SGB II-Leistungen oder aufstockenden Leistungen. Einkommen aus unselbständiger Arbeit reicht oft nicht aus (unter 1200 Euro für ein Paar), so dass Wohngeld und später Kinderzuschlag beantragt werden muss. Deshalb helfen die Mitarbeiterinnen beim Ausfüllen von Anträgen auf Elterngeld, Elternzeit, Kindergeld, Unterhaltsvorschuss und mehr – eben alles, was auf junge Mütter beziehungsweise Eltern so zukommt. Gewandelt habe sich auch die Familiengröße, es gebe wieder deutlich mehr Familien mit drei und mehr Kindern.

Wer Fragen zur Schwangerschaftsberatung hat, kann sich abhängig vom Wohnort an die Caritas Eifel wenden. Uschi Grab bietet Sprechstunden im Caritas-Zentrum Mechernich, Weierstraße 25, jeweils Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9 bis 12 Uhr an, zu erreichen ist si unter der Rufnummer 0 24 43-87 80 oder E-Mail u.grab@caritas-eifel.de. Die Sprechstunden von Christel Schümmer sind jeden Mittwoch in der Zeit von 9 bis 12 Uhr im Caritas-Haus Schleiden, Gemünder Str. 40. Ihre Rufnummer ist 0 24 45 85 07-269, E-Mail c.schuemmer@caritas-eifel.de

(epa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.