64 Kilometer bei 3000 Höhenmetern durch die Alpen gerannt

Der Euskirchener Timm Ody absolvierte den 9. Zugspitz Ulratrail

Auch nach über 50 Kilometer Extrem-Berglauf konnte Timm Ody noch lächeln: Alpspitz, zehn Kilometer vor dem Ziel in Garmisch-Partenkirchen. Foto: privat
Auch nach über 50 Kilometer Extrem-Berglauf konnte Timm Ody noch lächeln: Alpspitz, zehn Kilometer vor dem Ziel in Garmisch-Partenkirchen. Foto: privat

Leutasch/Euskirchen – Der Zugspitz Ulratrail, bei dem es in verschiedenen Distanzen, aber immer unter extremen Bedingungen durch die alpine Bergwelt geht, zog in der diesjährigen neunten Ausgabe wieder zahlreiche Läuferinnen und Läufer an. Bei Deutschlands größtem Trailrun-Event in den Alpen startete unter anderem die Ex-Biathletin Laura Dahlmeier in der Basetrail XL Distanz über 39 Kilometer – und ergatterte dabei den ersten Platz. Noch extremer nahm der Euskirchener Timm Ody teil. Der 24-jährige Sportler rannte den Supertrail über 63,50 Kilometer und absolvierte dabei 2.984 Höhenmeter.

Für die anspruchsvolle Strecke benötigte Timm Ody 11 Stunden, 35 Minuten und 23 Sekunden. Zwei große Anstiege nach dem Start im österreichischem Leutasch (Scharnitzspitze und Alpspitze) bis auf 2050 Meter, rasante Abstiege auf teilweise unbefestigten Wegen und Schneefelder, Regen sowie auch Hitze verlangten dem jungen Sportler einiges ab.

Der Zugspitz Ulratrail führt auch über Schneefelder hinweg. Foto: privat
Der Zugspitz Ulratrail führt auch über Schneefelder hinweg. Foto: privat

Im vergangenen Jahr war er auch schon dabei, hatte aber noch die kürzeste Streckenvariante, den Basetrail, mit immerhin 25 Kilometer Länge und 1500 Höhenmetern absolviert. Timm Ody: „Das hat meinen Ehrgeiz geweckt, mehr zu schaffen und die körperlichen und psychischen Grenzen auszutesten.“ Über Monate bereitete sich er sich auf die Herausforderung vor, trainierte regelmäßig auch mit einem Rucksack, da alle Zugspitz-Ulratrail-Läufer fünf Kilogramm Notfallausrüstung bei dem Extrem-Berglauf mit sich führen müssen.

„Viele Freunde und Bekannte fanden das verrückt, und das stimmt ja irgendwie auch. Aber der Moment, wenn man über Ziellinie läuft, ist einfach unübertrefflich und genial“, so Timm Ody nach dem Zieleinlauf, „am Anfang ist man noch voll mit Adrenalin, den ersten An- und Abstieg im Schnee schafft man ohne große Probleme. Kilometer 40 bis 50 waren die härtesten, da muss man sich wirklich durchbeißen. Danach macht es einfach Spaß, weil das Ziel immer näher rückt. Die Anstiege sind natürlich anstrengend, aber Abstiege sind noch viel belastender für die Beine und man muss immer aufpassen, wo man hintritt.“

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Belohnung im Ziel in Garmisch-Partenkirchen, wo er von seinen Eltern Monika und Rodger Ody empfangen wurde, war das exklusive Finishershirt und die Party mit den anderen Läuferinnen und Läufern – mit dabei auch Olympiasiegerin Laura Dahlmeier.

(epa)

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