Gemeinsam etwas bewegen – Ökumenisches Stadtkirchenfest in Euskirchen

Caritas und Diakonie waren mit gemeinsamem Stand aktiv – Zahllose Besucher bei Abschlussgottesdiensten und Auftritt der Kölner Kultband „Cat Ballou“

Konfessionsübergreifend für die Menschen im Kreis Euskirchen: Bernhard Becker (v.l.), Vorstand Caritas Euskirchen, Nadine Günther, Geschäftsführerin Diakonie, Martin Jost, Vorstand Caritas, und Walter Steinberger, Geschäftsführer Diakonie am gemeinsamen Stand auf dem ökumenischen Stadtkirchenfest in Euskirchen. Bild: Carsten Düppengießer/Caritas Euskirchen
Konfessionsübergreifend für die Menschen im Kreis Euskirchen: Bernhard Becker (v.l.), Vorstand Caritas Euskirchen, Nadine Günther, Geschäftsführerin Diakonie, Martin Jost, Vorstand Caritas, und Walter Steinberger, Geschäftsführer Diakonie am gemeinsamen Stand auf dem ökumenischen Stadtkirchenfest in Euskirchen. Bild: Carsten Düppengießer/Caritas Euskirchen

Euskirchen – „Feuer und Flamme“ – unter diesem Motto stand das erste ökumenische Stadtkirchenfest, welches Evangelische und Katholische Kirche zu Pfingsten in der Kreisstadt organisiert hatten. Für die Wohlfahrtsverbände der beiden Kirchen stand schnell fest, dass man sich hier gemeinsam präsentieren wird. „Wir waren auch direkt Feuer und Flamme für einen ökumenischen Stand von Caritas und Diakonie“, so der Caritasvorstand Martin Jost – der damit das aussprach, was auch sein Vorstandskollege Bernhard Becker sowie Nadine Günther und Walter Steinberger, das Geschäftsführerduo der Diakonie, dazu dachten.

Um den ökumenischen Gedanken auch äußerlich sichtbar zu machen, wurden Banner mit dem Slogan „Gemeinsam was bewegen!“ und den Logos der beiden Wohlfahrtsverbände gestaltet und damit einen gemeinsamen Stand auf dem Fest zu schmücken. Steinberger: „Den Gedanken haben wir auch auf 1.000 Luftballons mit zugehörigen kleinen Kärtchen weitergeführt.“ Auf die Kärtchen konnten die Stadtkirchenfestbesucher Wünsche notieren. Nadine Günther: „Diese sollten dann zum Ende der Abschluss-Vesper am Pfingstmontag in den Himmel gesendet werden.“

Neben dem großen gemeinsamen Infostand hatten die beiden Wohlfahrtsverbände zum Pfingstmarkt am Montag noch ein Glücksrad,  das Jugendmobil „JuMo“, welches die Caritas im Auftrag der Kreisstadt Euskirchen betreibt, und ein Kinderkarussell organisiert.

Auch ein Pflegefahrzeug des evangelischen Wohlfahrtsverbandes war am Stand. Die Windschutzscheibe zierten zwei gemeinsame Plakate von Caritas und Diakonie, welche mit dem Vorurteil aufräumen sollten, dass der Beruf des Alten- und Krankenpflegers generell unattraktiv und schlecht bezahlt sei. Jost: „Im Vergleich mit anderen Arbeitgebern stehen wir durchaus gut da. Neben einer Vergütung nach Tarif gibt es bei beiden Verbänden Zulagen, ein 13.-Monatsgehalt, eine zusätzliche Altersvorsorge und 30 Tage Urlaub.“ Steinberger: „Im ersten Ausbildungsjahr verdienen angehende Altenpfleger 1.140 Euro. Die Vergütung steigt im dritten Ausbildungsjahr auf 1.303 Euro an. Und nach der Ausbildung winkt ein sicherer und sinnstiftender Beruf mit bis zu 3.500 Euro Verdienst. Brutto ohne Zulagen wohlgemerkt.“

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Dass das Konzept eines gemeinsamen Stands aufging, zeigte der Zuspruch der Besucher des Stadtkirchenfests. Becker: „Wir konnten viele interessante Gespräche führen.“ Dabei sei aufgefallen, dass es viele Besucher sehr zu schätzen wussten, dass die beiden Wohlfahrtsverbände gemeinsam auftraten.

Die Gottesdienste in den beiden christlichen Kirchen an der Innenstadt waren bestens besucht, es herrschte eine Stimmung wie auf Kirchentagen: Gemeinsam sangen, lachten und redeten zahllose Besucherinnen und Besucher des Festes miteinander. Musikalische Höhepunkte des Stadtkirchenfestes war die Auftritte der Kölner Kultband „Cat Ballou“ und der Lokalmatadoren „ZetB“. Finanziell unterstützt wurde die Großveranstaltung von den Stiftungen der Kreissparkasse Euskirchen mit insgesamt 8000 Euro.

(epa)

2 Gedanken zu „Gemeinsam etwas bewegen – Ökumenisches Stadtkirchenfest in Euskirchen“

  1. Wieso wird der Auftritt der Euskirchener Band ZetB vor sehr vielen begeisterten Zuschauern überhaupt nicht erwähnt? Haben die euch was getan? Gibt es da Konkurrenz, die man am besten totschweigt? Was ist denn da los?
    Ich erbitte Aufklärung.

    Und dass es am Pfingstmontag durchaus noch eine Menge anderer Stände gab von Privatinitiativen, die sich mit dem Thema Pfingsten befassten.

    Ein ziemlich magerer Bericht.
    Ist man sonst gar nicht gewöhnt.

    1. Hallo Herr Wiesmann, stimmt, für einen Bericht über das Stadtkirchenfest wäre das mager. Das Fest war aber nur der Aufhänger, es geht um den gemeinsamen Stand zweier Wohlfahrtsverbände. Dass die Zusammenarbeit von Wohlfahrtsverbänden und Hilfsorganisationen im Kreis Euskirchen so gut klappt – etwa auch bei der Notärzteausbildung von DRK und Maltesern – ist etwas Besonderes. Wir haben aber ZetB jetzt im Artikel eingebaut.

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