Künstlerförderung und soziales Engagement in einem

Verein „Live Music Now Köln“ organisierte Konzert für psychisch erkrankte Menschen

Ein Klassik-Konzert für psychisch erkrankte Menschen in einer Caritas-Einrichtung gaben jetzt Jan Wilhelm Bennefeld und Esther Deborah Sinka. Foto: Carsten Düppengießer/Caritas Euskirchen
Ein Klassik-Konzert für psychisch erkrankte Menschen in einer Caritas-Einrichtung gaben jetzt Jan Wilhelm Bennefeld und Esther Deborah Sinka. Foto: Carsten Düppengießer/Caritas Euskirchen

Euskirchen-Kirchheim – Auf ein ungewöhnliches Publikum trafen die jungen Nachwuchsklarinettisten Esther Deborah Sinka und Jan Wilhelm Bennefeld jetzt bei ihrem Auftritt im Wohnhaus für psychisch erkrankte Menschen der Caritas Euskirchen in Kirchheim. Die Bewohner erwarteten gespannt den Konzertbeginn.

Sinka und Bennefeld boten eine beeindruckende Leistung an ihren Instrumenten. Mit viel Gefühl spielten sie Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Frederic Chopin, Andreas Hoffmeister, Carl Andreas Göpfert, J. G. Busch und Ludwig Wiedemann. Während des Konzerts gingen sie immer wieder auf ihr Publikum ein, erklärten, was sie tun, gaben Informationen zum Hintergrund der Komponisten und erklärten in gut verständlichen Worten, welche Intentionen diese mit ihren Werken verfolgten.

Esther Deborah Sinka begann bereits mit fünf Jahren Klavierunterricht zu nehmen, mit elf Jahren entdeckte sie die Klarinette für sich. Sie gewann mehrfach erste Preise beim Musikwettbewerb „Jugend musiziert“. Seit 2015 studiert Sinka an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Jan Wilhelm Bennefeld spielte  unter anderem bereits in der Hamburger Elbphilharmonie, dem Konzerthaus Berlin, der Kölner Philharmonie und dem Leipziger Gewandhaus.

Nach gut einer Stunde beendeten die drei Nachwuchsmusiker unter begeistertem Applaus der Zuschauer ihr Konzert. Caritasvorstand Martin Jost und Josef Heinen, Leiter des Wohnhauses Kirchheim, dankten den beiden Musikern für ihren Einsatz.

Dass die jungen Musiker die Möglichkeit hatten, vor einem für sie neuen und ungewöhnlichen Publikum zu spielen, ist dem Verein „Live Music Now Köln“ zu verdanken. „Live Music Now“ geht auf eine Initiative von Yehudi Menuhin aus dem Jahr 1977 zurück. Allein in Deutschland gibt es heute 19 Vereine in verschiedenen Regionen. Diese haben sich zum Ziel gesetzt, hochbegabte Musikstudenten zu fördern und ihnen gleichzeitig Auftrittsmöglichkeiten vor Menschen zu verschaffen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden.

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Ludgera Freifrau von Eltz-Rübenach, Vorsitzende von „Live Music Now Köln“ über das Projekt:  „Junge Musiker werden von uns über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert. Für ihre Auftritte in sozialen Einrichtungen erhalten sie von uns eine Gage, die wir aus Spendenmitteln finanzieren. Diese Kombination aus Künstlerförderung und sozialem Engagement ist in dieser Form einzigartig.“

(epa)

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