Rund 250 historische Motorräder fahren wieder durch die Eifel

Oldtimer-Biker setzen ein Zeichen gegen Raserei und haben insgesamt bereits über 20.000 Euro für soziale Zwecke gespendet

Nicht durch die Eifel rasen, sondern entspannt die Landschaft genießen, steht bei den Oldtimerfahren an erster Stelle. Bild: Veranstalter
Nicht durch die Eifel rasen, sondern entspannt die Landschaft genießen, steht bei den Oldtimerfahren an erster Stelle. Bild: Veranstalter

Eifel – Rund 250 historische Motorräder bis Baujahr 1939 treffen sich am Samstag, 29. Juni, zum 18. Mal in Insul (Hotel Ewerts) an der Ahr zur Ausfahrt „Rund um Bad Münstereifel“. Vom aufwändig restaurierten „Concours d’Elegance“-Zustand bis zum patinierten, aber zuverlässigen und vor allem originalem Erhaltungszustand ist wieder alles vertreten. Das Motto für die Fahrer der schnaufenden Zeitzeugen: „Unter Freunden in der Eifel“!

Die Strecke führt den Tross auf kleinen und kleinsten Straßen über Harscheid und Berresheim nach Nettersheim. Über Wahlen, Hecken und Dahlem geht es zur Mittagspause an der Wassermühle in Birgel, wo die ersten Fahrzeuge gegen 12.30 Uhr erwartet werden. Bis 14 Uhr können Besucher sich hier über die Exponate des rollenden Museums im Gespräch mit den Fahrern informieren. Nach der Mittagspause geht es über Hillesheim, Kerpen und Nohn zurück nach Insul.

Für die ganz alten und gering motorisierten „Schätzchen“ ist die Fahrt hier zu Ende – wer aber noch möchte, kann sich auf eine kleine, aber dafür umso anspruchsvollere zweite Runde begeben. Diese führt über Schuld und Fuchshofen nach Reifferscheid, dann weiter über Rodder und Pomster nach Barweiler. Von dort aus folgen die Fahrer der Beschilderung nach Wimbach, Adenau und Dümpelfeld zurück nach Insul. Zusätzliche 50 Kilometer dürften nach dieser kleineren Runde auf dem Kilometerzähler stehen.

„Wir sind uns sehr darüber bewusst, dass Motorradfahrer nicht überall gern gesehene Gäste in der Eifel sind. Die Belastung der Bevölkerung durch Lärm, Abgase und zusätzliche Gefahren auf den Straßen ist hoch“, so Josef Werhahn, Chef-Organisator der Ausfahrt seit der ersten Stunde. „Wir möchten jedoch mit unserer Ausfahrt ein positives Zeichen setzen und haben Schilder produziert, die bei Ortsdurchfahrten die Teilnehmer unserer Ausfahrt zu einem freiwilligen 30 Stundenkilometer-Tempolimit anhalten.“ Man wisse, dass nur ein kleiner Teil der Motorradfahrer durch unzulässige Manipulationen und rücksichtsloses Fahren für den schlechten Ruf aller Motorradfreunde verantwortlich sei und wollen sich, nicht nur mit warmen Worten, sondern auch durch Taten, für alle sichtbar von den „schwarzen Schafen“ unterscheiden.

„Verantwortung für unser Handeln übernehmen wir auch durch unser soziales Sponsoring“, so Thomas Welzel, Pressesprecher der Ausfahrt. „Wie in jedem Jahr geht der Überschuss der Veranstaltung wieder jeweils hälftig an die Jeannette Gräfin-Beissel von Gymnich- Stiftung für benachteiligte Kinder und Jugendliche im Rheinland und an die Gemeinde Insul für lokale Projekte im Dorf.“ Auf diese Weise konnten seit 2002 bereits knapp 12.600 Euro an Spendenvolumen im Rahmen der Ausfahrt generiert werden. „Zusätzlich dazu wurden durch unser Buchprojekt »Unter Freunden in der Eifel« weitere 7.771 Euro gespendet“, so Welzel weiter.

Wie immer sind Besucher gern gesehen, entweder entlang der Strecke oder an einer der Anlaufstationen. Alle Fahrzeuge können in Aktion erlebt werden, und selbstverständlich geben die Fahrer bei Fragen auch gern Auskunft zum jeweiligen Modell und seiner Geschichte. Rund 50 Helfer unterstützen die Veranstaltung ehrenamtlich.

www.motoclub.de

 

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