Neue Servicestation für Radfahrer

Mobile Station ermöglicht Fahrradfahrern kleinere „Do-It-Yourself-Reparaturen“ – Nächster Standort soll der Kyllradweg am Kronenburger See werden – Bei Bedarf werden weitere Stationen aufgebaut

Sie präsentierten die neue Radservicestation: Marcus Sprung (v.l.), Fahrradbeauftragter des Kreises Euskirchen, Günter Rosenke, Landrat Kreis Euskirchen, Dirk Leifeld, CBW-Betriebsleiter, und CBW-Mitarbeiter Karl-Heinz Dziallas. Foto: W. Andres / Kreis Euskirchen
Sie präsentierten die neue Radservicestation: Marcus Sprung (v.l.), Fahrradbeauftragter des Kreises Euskirchen, Günter Rosenke, Landrat Kreis Euskirchen, Dirk Leifeld, CBW-Betriebsleiter, und CBW-Mitarbeiter Karl-Heinz Dziallas. Foto: W. Andres / Kreis Euskirchen

Kreis Euskirchen – Plötzlich ist während der Radtour der Reifen platt? Eine Schraube oder eine Mutter hat sich gelöst und kein Werkzeug dabei? Schnell den Luftdruck überprüfen oder die Sattelhöhe nachjustieren? Hilfe zur Selbsthilfe sollen in Zukunft Radservicestationen bieten, die an mehreren Standorten im Kreis Euskirchen aufgestellt werden. Eine erste Station gibt es bereits auf Vogelsang, eine weitere wird in Kürze am Kyllradweg am Kronenburger See aufgestellt – dort, wo am Sonntag, 11. August die 5. Auflage des Radaktionstages „Grenzenlos Kyllradweg“ eröffnet wird.

„Das ist ein weiterer kleiner Baustein, der unseren fahrradfreundlichen Kreis Euskirchen voranbringt“, sagt Günter Rosenke Landrat Kreis Wuskirchen, „damit wollen wir einen neuen Service bieten, der Hilfe in der Not verspricht – und das für die Fahrradfahrer kostenlos und rund um die Uhr.“

Marcus Sprung, der Fahrradbeauftragte des Kreises Euskirchen, erläutert das Projekt: „Geplant ist im ersten Jahr der flexible Einsatz an mehreren Standorten im Kreis Euskirchen. Dabei wollen wir wissen, wie die Station bei der Radfahrergemeinde ankommt: Richtiger Standort? Brauchbares Werkzeug? Werden weitere Standorte für Servicestationen gewünscht?“ Diese Fragen können die Fahrradfahrer direkt an der Station beantworten, wenn sie einen QR-Code scannen und die Station online bewerten.

Mit den Servicestationen erweitert der Kreis Euskirchen das Angebot, das mit dem Projekt Rad- und Wanderbahnhöfe ins Leben gerufen wurde. Damals sind einige Bahnhöfe als Einstiegspunkte für Radtouren mit Rastplatzausstattung wie Fahrradpumpen und Info-Terminals ausgestattet worden.  Abhängig von der Resonanz der Fahrradfahrer auf die neue Station werden in Zukunft möglicherweise weitere angeschafft. Landrat Rosenke: „Wenn der Bedarf da ist, werden wir weitere Servicestationen an den Radwegen aufbauen.“

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Die neue Radservicestation ist mit hochwertigem Werkzeug ausgestattet, das an Stahlseilen befestigt ist. Enthalten sind diverse Schraubendreher, Maul- und Imbusschlüssel, Kettennieter, Speichenspanner, Reifenmontagewerkzeug und eine Pumpe mit Adapter für alle Ventile. Kostenpunkt: 2.100 Euro. Übrigens:  An diesen Stationen können nicht nur Fahrräder repariert werden, sondern auch Kinderwagen, Skateboards, Rollatoren und Ähnliches.

Für Herstellung und Wartung sind die „Caritas Betriebs- und Werkstätten“ aus Eschweiler verantwortlich, die in diesem Projekt zahlreiche Menschen mit Assistenzbedarf einsetzen.  „Damit hat die CBW ein neues Arbeitsfeld geschaffen“, sagt Betriebsleiter Dirk Leifeld. „Wir verfolgen damit das Ziel, den Radverkehr in der Umgebung zu stärken, um zum Klimaschutz beizutragen. Außerdem können Unternehmer durch die Anschaffung der Servicestation gegebenenfalls die Ausgleichsabgabe reduzieren.“  Standorte der Radservicestation sind in der gesamten Region Förderschulen, Gastronomiebetriebe, Gemeinden und die Stadt Aachen. Aber auch in Österreich und den Niederlanden sind bereits Radservice-Stationen aufgestellt. (epa)

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