Nierenzentrum „Eifel Dialyse“ eröffnet neuen Standort in Euskirchen

F&S concept sorgte für individuell zugeschnittene Funktionalität der Immobilie und setzte auf Nachhaltigkeit – Viel Lob vonseiten der Ärzte für das große Engagement der Euskirchener Projektentwickler Jörg Frühauf und Georg Schmiedel

Ausgerüstet mit drei großen Scheren durschnitten die Ärzte Susanne Kunkel (1. Reihe, v.l.), Dr. Sven Teschner und Dr. Eva Platen das symbolische Band. Die F&S concept-Geschäftsführer Georg Schmiedel (2. Reihe, v.l.) und Jörg Frühauf sowie F&S-Projektleiter Jan Rademacher und Dr. Thomas Ackermann sahen ihnen dabei zu. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Ausgerüstet mit drei großen Scheren durschnitten die Ärzte Susanne Kunkel (1. Reihe, v.l.), Dr. Sven Teschner und Dr. Eva Platen das symbolische Band. Die F&S concept-Geschäftsführer Georg Schmiedel (2. Reihe, v.l.) und Jörg Frühauf sowie F&S-Projektleiter Jan Radermacher und Dr. Thomas Ackermann sahen ihnen dabei zu. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Euskirchen – In gerade einmal 13 Monaten entstand an der Otto-Lilienthal-Straße 32 in Euskirchen, direkt neben dem Firmensitz der „F&S“-Gruppe, eines der wohl modernsten Nierenzentren der Region. Konzipiert und begleitet wurde das Projekt von F&S-Geschäftsführer Jörg Frühauf, der stets auf die strenge Einhaltung der Zeitpläne achtete. „Als wir im Jahr 2010 hier in Euskirchen unseren Firmensitz errichteten, haben wir die umliegenden Grundstücke mit erworben, jedoch mit dem klaren Ziel, diese nur dann bebauen zu lassen, wenn ein schlüssiges und nachhaltiges Immobilienkonzept vorliegt“, berichtete F&S-Geschäftsführer Georg Schmiedel jetzt bei der Schlüsselübergabe des neuen Nieren- und Dialysezentrums an die Ärzteschaft. Und damit die geforderte Nachhaltigkeit auch wirklich gewährt wird, ist F&S concept bei der Gebäudetechnik des Nierenzentrums neue Wege gegangen.

Dabei wurde nicht nur auf die eigenen Erfahrungen im energieautarken Firmensitz zurückgegriffen, sondern auch auf den bewährten Architekten Edgar Marzusch aus Euskirchen, der bereits den Unternehmenssitz der F&S-Gruppe geplant hatte.

„Mit Edgar Marzusch konnten wir uns sicher sein, dass nicht nur Ästhetik und Design des Nierenzentrums stimmen würden, sondern dass sich die hier arbeitenden Menschen und ihre Patienten auch in Räumen zu Hause fühlen dürfen, die über eine individuell zugeschnittene Funktionalität verfügen“, so Schmiedel.

Über 32 Hightech-Dialyseplätze stehen für die Patienten ab sofort im Nierenzentrum „Eifel Dialyse“ am Standort Otto-Lilienthal-Straße in Euskirchen zur Verfügung. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Über 32 Hightech-Dialyseplätze stehen für die Patienten ab sofort im Nierenzentrum „Eifel Dialyse“ am Standort Otto-Lilienthal-Straße in Euskirchen zur Verfügung. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Insgesamt betrage die Grundstücksfläche 1800 Quadratmeter, davon seien 850 Quadratmeter reine Nutzfläche. Für die Patienten und das Personal stehen 23 Pkw-Stellplätze zur Verfügung. Und so wie eine gesunde Niere das Blut des Menschen immer wieder erneuert und damit regenerativ arbeitet, so setzt auch das Nierenzentrum Euskirchen auf erneuerbare Energien. „Dazu haben wir gleich zwei Erdwärmepumpen installiert, wozu Tiefenbohrungen von insgesamt 1100 laufenden Metern erforderlich waren“, berichtete Schmiedel weiter. Damit ließe sich im Winter die Erdwärme zum Heizen nutzen, im Sommer aber könne man das System umkehren, um das Gebäude durch die Erdwärmepumpen zu kühlen. Darüber hinaus sei das Dach des Nierenzentrums mit einer Photovoltaikanlage bestückt worden, die für die Stromgewinnung sorge. Weiterhin habe man die Immobilie mit einer Be- und Entlüftung ausgestattet sowie einer Wärmerückgewinnung.

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„Wir wollen damit zeigen, dass man nicht nur Einfamilienhäuser energieeffizient betreiben kann, sondern auch Gewerbeimmobilien“, so Schmiedel. Und damit selbst bei extremen Temperaturen niemand frieren oder schwitzen müsse, seien noch zusätzlich zwei Luftwärmepumpen auf dem Dach installiert worden, die unterstützend zugeschaltet werden könnten, „damit sich auch bei minus 20 Grad Celsius oder 40 Grad plus Mitarbeiter und Patienten wohlfühlen.“ Mit all diesen Maßnahmen könnten die Energiekosten auf ein Minimum reduziert werden.

Ästhetisch und gleichermaßen höchst funktional präsentiert sich das neue Nierenzentrum in Euskirchen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Ästhetisch und gleichermaßen höchst funktional präsentiert sich das neue Nierenzentrum in Euskirchen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Die Realisierung der Immobilie habe viel Planung und Arbeit erfordert. Ausdrücklich dankten Georg Schmiedel und Jörg Frühauf ihrem Mitarbeiter Jan Radermacher, der sich bereits beim Bau des Bismarck-Quartiers in Düren (BQD) Lorbeeren verdient hatte. „Wir sind sehr zufrieden mit dir, du hast dieses Objekt mit Fleiß, strukturiertem Arbeiten und einer überdurchschnittlich hohen Motivation zum Erfolg geführt. Vielen Dank“, sagte Schmiedel an die Adresse von Radermacher, der bei seiner komplexen Arbeit von Bauingenieur Georg Loer unterstützt wurde.

Die Ärzte, die das Gebäude gemietet haben und ab sofort reihum in den neuen Räumlichkeiten anzutreffen sind, waren von der Zusammenarbeit mit „F&S“ begeistert. „Unser erster Kontakt zu Ihrem Unternehmen verlief über Ihre freundliche Mitarbeiterin Tatjana Hermanie. Und kurz darauf stellten wir fest: F&S ist insgesamt ein zuverlässiges Haus mit netten Menschen“, so Internist und Nephrologe Priv.-Doz. Dr. med. Sven Teschner. „Jörg Frühauf und Georg Schmiedel nahmen unsere Idee, eine weitere Niederlassung unseres Nierenzentrums zu realisieren, begeistert auf und verfolgten diese Idee fortan mit persönlicher Leidenschaft“, so Teschner weiter.

Begeistert über die gute Zusammenarbeit beschenkten sich Bauplaner und Ärzte gegenseitig. Von rechts auf dem Bild zu sehen: F&S-Geschäftsführer Georg Schmiedel, Dr. Eva Platen, Susanne Kunkel, Dr. Thomas Ackermann (hinten), Dr. Sven Teschner, F&S-Projektleiter Jan Rademacher und F&S-Geschäftsführer Jörg Frühauf. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Begeistert über die gute Zusammenarbeit beschenkten sich Bauplaner und Ärzte gegenseitig. Von rechts auf dem Bild zu sehen: F&S-Geschäftsführer Georg Schmiedel, Dr. Eva Platen, Susanne Kunkel, Dr. Thomas Ackermann (hinten), Dr. Sven Teschner, F&S-Projektleiter Jan Radermacher und F&S-Geschäftsführer Jörg Frühauf. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Die Planung habe 2017 begonnen und sei ein langwieriger Prozess gewesen, „zumal wir nicht ganz alltägliche Wünsche hatten“, verriet Teschner, der allein auf 54 Besprechungsprotokolle verweisen konnte: „Das Unternehmen F&S hat wirklich vieles für uns möglich gemacht. Man ist immer wieder auf unsere Bedürfnisse eingegangen.“ Eine individuelle Bauplanung, die auf die Wünsche der künftigen Nutzer der Immobilie Rücksicht nimmt, ist für den Euskirchener Projektentwickler allerdings nichts Ungewöhnliches und wurde zuletzt beim Bau der Kindertagesstätte des Kreises Düren erprobt. Hier wie dort führte ein reger Austausch zwischen zukünftigen Nutzern und den Planern zu einer optimalen Gestaltung der Immobilie.

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Zuverlässigkeit und ein perfektes Timing sorgten schließlich auch dafür, dass der Umzug in die neuen Räumlichkeiten an nur einem Wochenende stattfinden konnte. „Einige unserer Patienten mussten lediglich einmal in einer anderen Einrichtung ihre Dialyse absolvieren, ansonsten war es ein nahtloser Übergang“, so Teschner.

Das neue Nierenzentrum ist hell und geräumig. Im Erdgeschoss befinden sich die Administration, die Sonographie, das Labor, einige Multifunktionsräume, die Ärztezimmer sowie die Umkleideräume für die Patienten. In der oberen Etage werden 32 Behandlungsplätze sowie einige Spezialplätze vorgehalten. „Eine Dialyse dauert vier bis fünf Stunden“, berichtete die Internistin und Nephrologin Dr. Eva Platen. Da die meisten Patienten drei Mal in der Woche zur Dialyse müssten, verbrächten sie hier viel Zeit. „Es entstehen Freundschaften und feste Gruppen, auf die wir nach Möglichkeit Rücksicht nehmen“, so Platen. Einige Patienten vertrieben sich die Zeit mit Skatspiel, andere mit Fernsehen. Jeder Patient verfüge über ein eigenes Tablet. Es kämen aber auch immer wieder Patienten, die in der Eifel Urlaub machten und hier zur Dialyse gingen.

„Die Menschen sollen ja so weit wie möglich ein normales Leben führen“, so Platen. „Dabei versuchen wir zu helfen. Die Hämodialyse, also die Blutwäsche, ist vielleicht das bekannteste Dialyseverfahren, aber nicht das einzige. Die Peritoneal- oder auch Bauchfelldialyse beispielsweise ist ebenfalls eine Nierenersatztherapie. Diese Therapie kann der Patient jedoch eigenständig zu Hause durchführen.“

Damit es aber eventuell gar nicht erst zur Dialyse kommt, stehen im Nierenzentrum Untersuchungsmethoden und Diagnosemöglichkeiten zur Verfügung, mit der eine Nierenerkrankung frühzeitig erkannt werden kann. Insgesamt verfügt das Nierenzentrum Mechernich-Euskirchen-Schleiden über 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an drei Standorten, die sich um alle Probleme rund um eine Nierenerkrankung kümmern.

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www.eifeldialyse.de

Eifeler Presse Agentur/epa

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