Nur mal so gefragt: Denise Körber

Denise Körber, 55, Altenpflegehelferin

Hobbys: Wandern, lesen , schreiben

Denise Körber wandert gern und ging auch schon auf dem weltberühmten Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Denise Körber wandert gern und ging auch schon auf dem weltberühmten Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Wenn Sie die Macht hätten, welchen Politiker würden Sie aus seinem Amt entfernen?

Entfernen hört sich sehr hart an, aber wenn es mir möglich wäre, würde ich den sogenannten „Obersten Führer“ der demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) Kim Jong–un von seinem Amt entheben. Ich halte ihn in seinem Größenwahn und seiner Menschen verachtenden Art (z.B. Mitglieder aus seiner eigenen Familie hinrichten zu lassen) für den gefährlichsten Politiker der Welt, der leider am „Roten Knopf“ sitzt, was mir große Angst bereitet.

Gesetzt Sie hätten drei Wünsche frei, wie sähen diese aus?

Dass ein Heilmittel gegen Krebs und andere unheilbare Krankheiten gefunden wird.

Die Einsicht aller Menschen, das wir unsere Erde nicht mehr so ausbeuten dürfen wie bisher. Und die Erkenntnis, dass wir nur alle zusammen Lösungen finden, um den Klimaschutz zu erhalten.

Eine sehr liebe Frau , die ich zuletzt in meiner Kindheit sah, wiederzusehen.

In welchem Land würden Sie gerne leben wenn sie Deutschland verlassen müssten?

In Kanada, zum Wandern durch die Wälder und auch Erleben dieses Landes.

Worüber würden Sie gerne mehr in der Zeitung lesen?

Viel mehr Positives, z.B. wenn es um Flüchtlinge geht . Meist liest man von ihnen, wenn es um Mord, Vergewaltigungen, usw. geht. Es gibt aber mit Sicherheit viel Positives, was man über sie berichten könnte. Vielleicht gäbe es dann ein Umdenken der so genannten „besorgten Bürger“ (das wäre mein Wunsch), dass Flüchtlinge nicht „nur Kriminelle“ sind, sondern dass der größte Teil friedlich ist.

Was ist war ihr schönstes Erlebnis?

Da gibt‘s viele. Aber eins der schönsten ist, als ich meinen Bruder kennengelernt habe. Ich kenne meine ganze Familie nicht, bin im Kinderheim groß geworden. Aber eines Tages hat es sich ergeben, dass ich mit 14 Jahren meinen Bruder kennengelernt habe. Es war ein sehr emotionaler und ergreifender Moment. Es ist mit Worten schwer zu beschreiben, wie es sich anfühlt, den eigen Bruder kennenzulernen, aber ich fühlte mich glücklich in diesem Moment.

Was ist ihr Lieblingsplatz im Kreis Euskirchen?

Am liebsten halte ich mich an der Erft- und Swist-Vereinigung in Weilerswist auf. Dort in Weilerswist fließen die Flüsse Erft und Swist zusammen, die Swist fließt in die Erft. Mein Gedanke dazu: „Was zwei ist, wird eins und wird dadurch stärker und größer.“

Mit welchem Wort beschreiben Sie ihre Freunde?

Als warmherzig.

Lieber Buch oder E-Book?

Ich lese lieber ein Buch. Es sieht im Regal schöner aus, man kann es überall lesen und braucht kein Strom dafür.

Ohne mein Smartphone?

Ohne mein Handy hätte ich zu weit entfernten Freunden weniger Kontakt, aber zu nah wohnenden mehr, das muss ich ehrlich zugeben.

Früher besuchte man sich oder telefonierte. Heute fragt man oft über WhatsApp „Wie geht‘s“ usw. Das liegt natürlich an jedem selbst, aber für mich ist es bequemer.

Welcher Mensch hat ihr Leben am meisten verändert?

Das sind bei mir definitiv zwei liebe Menschen. Eine warmherzige Frau nahm mich (nach meiner Zeit im Kinderheim) in ihrer Familie auf. Ich erfuhr zum ersten in meinem Leben wahre Liebe, die „Mutterliebe“.

Der andere Mensch war mein verstorbener Lebensgefährte, der mir ebenfalls Liebe und Respekt entgegen brachte. Durch ihn und sie habe ich gelernt, das Gute und Schöne im Leben zu sehen und vor allem den Menschen zu vertrauen.

Was hilft Ihnen bei einem Stimmungstief?

Wenn ich traurig bin, helfen mir Rituale sowie mit Freunden sprechen, Spazieren gehen, Baden, lesen.

Sport ist für mich?

Sport ist für mich interessant und spannend anzusehen. Dies gefällt mir auch im Gegensatz des Umganges der unterschiedlichen Nationen miteinander, die sich in Teilen der Welt bekriegen, aber bei der Weltmeisterschaft oder der Olympiade ihre Wettkämpfe friedlich miteinander austragen.

 

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