Schleidener Karnevalsvereine unterschrieben gemeinsame Erklärung

Bei den Umzügen soll Sicherheit an erster Stelle stehen – Kein Alkohol an junge Leute unter 16 Jahren – Sirenengeheul und Techno-Musik unerwünscht – Menschen aller Nationen herzlich willkommen

Freuen sich auf den Straßenkarneval 2020: v.l. Bürgermeister Ingo Pfennings, Jörg Paustenbach (Vereinsbund Dreiborn), Dirk Kehren (KG Olefer Jecken), Stefan Hilgers (Vereinsbund Dreiborn), Werner Doemsky (KG Ett´schelder Eechhörnche), Norbert Niebes (KG Blau-Weiß Schleiden), Michael Wisskirchen (KG Rot-Weiß Gemünd) Swen Ulbrich (KG Rot-Weiß Herhahn-Morsbach) Bild: Kerstin Wielspütz / Stadt Schleiden
Freuen sich auf den Straßenkarneval 2020: v.l. Bürgermeister Ingo Pfennings, Jörg Paustenbach (Vereinsbund Dreiborn), Dirk Kehren (KG Olefer Jecken), Stefan Hilgers (Vereinsbund Dreiborn), Werner Doemsky (KG Ett´schelder Eechhörnche), Norbert Niebes (KG Blau-Weiß Schleiden), Michael Wisskirchen (KG Rot-Weiß Gemünd) Swen Ulbrich (KG Rot-Weiß Herhahn-Morsbach) Bild: Kerstin Wielspütz / Stadt Schleiden

Schleiden – Kürzlich folgten alle Karnevalsvereine im Stadtgebiet Schleiden der Einladung von Bürgermeister Ingo Pfennings, um das Thema „Sicherheit an Karnevalsumzügen“ gemeinsam zu besprechen. Der Karnevalsverein Schleiden hatte darum gebeten, zu einer gemeinsamen Erörterung einzuladen, da Alkoholmissbrauch, Lärm und Gefahren durch die am Zug teilnehmenden Fahrzeuge letztlich alle Vereine als Veranstalter der Umzüge beträfen. Fachkundige Unterstützung leistete bei dem Treffen der Verbandspräsident des „Regionalverbandes Düren im Bund deutscher Karneval“, Heribert Kaptein, der aus seiner jahrelangen Erfahrung in der Organisation von Karnevalsumzügen berichtete und die Vereinsvorstände im Hinblick auf etwaige Gefahren sensibilisierte.

Die Vereine sind Veranstalter und somit auch verantwortlich für die Durchführung der Karnevalsumzüge. Sie haben dafür zu sorgen, dass niemand zu Schaden kommt und investieren unzählige Stunden ehrenamtlichen Engagements in die Vorbereitung des Straßenkarnevals und die vielen weiteren Veranstaltungen.

Auch wenn die Umzüge in den einzelnen Orten aufgrund der Zuschauerzahlen und topographischen Verhältnisse unterschiedliche Gefahrenpotenziale aufweisen, waren sich alle Anwesenden einig, dass Alkoholkonsum von Minderjährigen ebenso zu unterbinden ist, wie Lärmbelästigungen durch zu laute Techno-Musik und teilweise sogar Sirenengeheul. Ebenso sehen die Vereine es als unerlässlich an, dass die Fahrzeuge durch „Wagenengel“ begleitet werden und die umfassenden Bedingungen und Auflagen, die das Straßenverkehrsamt des Kreises Euskirchen im Rahmen der Erlaubniserteilung zur Durchführung von Umzügen erteilt, auch eingehalten werden.

Jedem Verein als verantwortlicher Veranstalter obliegt es in eigener Zuständigkeit entsprechende zusätzliche Regelungen für ihren Karnevalszug zu treffen. Im Ergebnis waren sich aber alle vertretenen Vereinsvorstände über folgende Punkte einig. So soll kein Alkohol an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ausgeschenkt werden, Spirituosen gibt es erst ab 18 Jahren, Zugteilnehmer seien Vorbilder für Kinder und Jugendliche und würden aufgefordert, die Vorschriften zum Umgang mit Alkohol zu beachten; Karneval sei eine Brauchtumsveranstaltung für die ganze Familie, in den Karnevalszügen werde daher übermäßiger Lärm und Sirenengeheul nicht akzeptiert. Auch nicht zum Brauchtum passende Musik, z.B. Techno, sei unerwünscht. Man freue sich über die rege Teilnahme von Musikkapellen der Region an den Umzügen.

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Weiterhin sei gefährliches Wurfmaterial, beispielsweise Glasfläschchen oder Gegenstände, die irrtümlich für Nahrungsmittel gehalten werden könnten (z.B. Spülmaschinentabs), untersagt. Der produzierte Müll soll mitgenommen werden, und schließlich seien Menschen aller Nationen herzlich willkommen.

„Wir freuen uns auf den Straßenkarneval 2020 und laden alle „Jecken“ schon heute dazu ein, gemeinsam im Sinne des Brauchtums und orientiert an den Werten eines respektvollen Miteinanders zu feiern“, lautet der einstimmige Tenor der Schleidener Karnevalsvereine, die die gemeinsame Erklärung jetzt im Schleidener Rathaus unterzeichneten.

Auch Bürgermeister Pfennings bedankte sich bei den Vereinen für das gemeinsame Engagement: „Ich freue mich, dass alle Karnevalsvereine an einem Strang ziehen und mit der gemeinsamen Erklärung ein Zeichen setzen. Ziel ist, unser tolles Brauchtum zu bewahren, so dass Jung und Alt weiterhin Freude daran haben, gemeinsam Karneval zu feiern, und Karneval eine Brauchtumsveranstaltung für die ganze Familie bleibt. Ich wünsche allen Vereinen eine schöne Session 2019/2020.“  (epa)

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