Schwimmend Gutes getan

Sponsorenschwimmen der DLRG Mechernich wurde zur wohltätigen Großveranstaltung – Grundschüler schwammen für ihre Schulen oder drehten im „Hugodrom“ Runden auf einem Mini-Ninja-Warrior-Parcours – Teilnehmerrekord mit 401 Kindern, die 7801 Bahnen schwammen und 1631 Runden im Hindernislauf drehten

Gut bewacht von mehreren Rettungsschwimmern der DLRG-Ortsgruppe Mechernich zogen die Schüler beim Sponsorenschwimmen ihre Bahnen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Gut bewacht von mehreren Rettungsschwimmern der DLRG-Ortsgruppe Mechernich zogen die Schüler beim Sponsorenschwimmen ihre Bahnen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Mechernich-Firmenich – Schwimmen können kann Leben retten – oder die Fördervereine von Schulen unterstützen. Denn seit Jahren organisiert das rührige Team der DLRG (Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft) Mechernich ein Sponsorenschwimmen für die vier Grundschulen im Stadtgebiet Mechernich. 25 rein ehrenamtliche Helfer der Lebensretter waren am vergangenen Donnerstag gemeinsam mit dem Schulkollegium im Einsatz, um 401 Schülerinnen und Schüler in der Eifel-Therme Zikkurat zu betreuen – während diese im Sportbecken ihre Bahnen zogen und damit die Kassen ihrer Schulen aufbesserten.

Das funktioniert so, wie Stephan Rau, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe, erklärte: „Die Schüler organisieren sich Sponsoren, die pro geschwommener Bahn einen selbst festgelegten Betrag geben. Die Spenden kommen dann zu 100 Prozent der Schule zu Gute.“ Dabei schwammen die Heranwachsenden 7801 Bahnen. Perfekt durchorganisiert war schon die Anmeldung. Ramona Zappe, stellvertretende Vorsitzende und Ausbildungsleitung: „Je nach Schwimmkönnen bekommen die Kinder ein farbig markiertes Armband. So können die Helfer am Becken die Bahnen schnell nach Leistungsstand einteilen, damit langsamere Schwimmer nicht ins Gehege mit Schnellschwimmern kommen.“

Ein Team für die lebensrettende Schwimmfähigkeit: Stephan Rau (v.l.), Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe, Ramona Zappe, stellvertretende Vorsitzende und Ausbildungsleitung, und Dr. Hans-Peter Schick, Bürgermeister Mechernich. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Ein Team für die lebensrettende Schwimmfähigkeit: Stephan Rau (v.l.), Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe, Ramona Zappe, stellvertretende Vorsitzende und Ausbildungsleitung, und Dr. Hans-Peter Schick, Bürgermeister Mechernich. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Begeistert vom Einsatz der DLRGler waren nicht nur Kinder, Eltern und Lehrer, sondern auch Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick. Als Vater wisse er aus eigener Erfahrung, wie gut und sicher die engagierten Ehrenamtler ausbilden – Neben Kindern und Jugendliche auch Erwachsene, vom Seepferdchen bis zum Rettungsschwimmer. Obwohl ein eigenes kommunales Schwimmbad notorisch rote Zahlen schreibe, sei die Eifel-Therme Zikkurat dennoch äußerst wertvoll, so Schick: „Denn dass hier Familien nicht nur schwimmen gehen können, sondern Kinder eben durch die DLRG in der potentiell lebensrettenden Schwimmfähigkeit ausgebildet werden, ist nicht nur für die Eltern eine tolle Sache.“

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Das bestätigt auch Monika Junker, Lehrerin an der Grundschule Mechernich: „Durch die Eifel-Therme können die Schüler ab dem zweiten Schuljahr jede Woche Schwimmunterricht bekommen.“ Von dem Sponsorenschwimmen würden alle profitieren, nicht nur finanziell. Denn Spaß und weitere Schwimmpraxis stellen ebenfalls einen Wert dar. Die Zusammenarbeit mit der DLRG sei sehr gut. Das Team der Eifel-Therme Zikkurat hat bei der Aufsicht unterstützt und den Gastro-Bereich so hergerichtet, dass die Eltern von der Galerie aus ihren Kindern beim Schwimmen zusehen konnten.

Wer noch nicht sicher schwimmen oder wegen einer Erkältung nicht ins Wasser konnte, durfte dennoch Runden für die Schule drehen: Im benachbarten Freizeitcenter „Hugodrom“ hatte das Team einen Mini-Ninja-Warrior-Parcours freigehalten, auf dem balanciert, geklettert und gerutscht wurde. Dabei drehten die „Kids“ 1631 Runden. Einen eigenen Rekord hatte das DLRG-Team schon im Vorfeld geknackt, denn die Mitgliederzahl der Ortsgruppe war auf über 300 angewachsen.

Neben der Sicherheit beim Schwimmen setzen sich die rein ehrenamtlich tätigen Mechernicher DRLG-Ausbilderinnen und Ausbilder auch für den Kinderschutz ein, haben als erste in dieser abgeschlossenen Form auf DLRG-Landesebene Kinderschutzbeauftragte ausgebildet und verlangen für alle Mitarbeiter das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis. Die Mechernicher Lebensretter bildeten 2018 insgesamt 146 Schwimmer aus – vom Anfänger bis zum Deutschen Rettungsschwimmabzeichen in Gold. Neben Training und Ausbildung rund ums Schwimmen bieten sie regelmäßig Gemeinschaftsaktionen an, etwa Schlittschuhlaufen, Besuch im Kletterwald oder Kinderspieleland. Neu sind spezielle Kurse in Kleingruppen für erwachsene Nichtschwimmer. Weitere Informationen und Kursanmeldungen im Internet: www.mechernich.dlrg.de

Eifeler Presse Agentur/epa

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