Hund auf Probe

An der Städtischen Realschule Schleiden können die Heranwachsenden in der Haustier-AG den richtigen Umgang mit den geliebten Vierbeinen lernen, auch wenn sie über kein eigenes Tier verfügen – Hier geht es zum Video dazu

Die Haustier-AG bei einem Spaziergang quer durch die Schleidener Innenstadt. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Die Haustier-AG bei einem Spaziergang quer durch die Schleidener Innenstadt. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Schleiden – Vom Chihuahua, der kleinesten Hunderasse der Welt, bis zum recht großen Labrador-Mix können Schülerinnen und Schüler der Städtischen Realschule Schleiden einmal in der Woche auf Fellfühlung gehen. Möglich macht dies die Haustier-AG an der Schule. „Ich hätte gern einen eigenen Hund, darf aber noch keinen haben. Hier in der AG kann ich mit den Hunden spazieren gehen und kuscheln und schon einiges über die Vierbeiner lernen“, freut sich Schülerin Hanna.

Geleitet wird die AG von Annika Schenk, die stets ein ganzes Rudel an Vierbeinern mit zur AG bringt. „Ich möchte den Kindern vor allem den respektvollen Umgang mit den Tieren beibringen“, berichtet sie bei einem Spaziergang mit Schülern und Hunden quer durch Schleiden. Die Tiere hätten es beispielsweise nicht sehr gern, wenn laut geschrien würde oder fünf Kinder gleichzeitig an ihnen „herumzubbelten“. Auch müsse man eine gewisse Körpersprache den Hunden gegenüber beherrschen. „Im Vordergrund steht allerdings der freie Umgang mit den Tieren“, so Schenk.

Den Vierbeinern selbst scheint der Kontakt zu den Kindern ebenfalls zu gefallen. „Sie freuen sich, wenn wir zur Realschule fahren. Aber auch wenn sie junge Leute in der Stadt treffen, sind sie ganz aus dem Häuschen“, so Annika Schenk.

Annika Schenk leitet die Haustier-AG an der Realschule. Für sie ist es wichtig, dass die jungen Leute einen freien Umgang mit dem Hund erlernen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Annika Schenk leitet die Haustier-AG an der Realschule. Für sie ist es wichtig, dass die jungen Leute einen freien Umgang mit dem Hund erlernen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

In der AG bekommen die Jugendlichen auch gleich einen Eindruck davon, was es bedeutet, einen Hund zu halten. Rücksichtnahme, Verantwortung übernehmen und auch mal die anrüchigen Hinterlassenschaften einsammeln, das alles gehört ebenso dazu wie „Gassi gehen“ und Streicheleinheiten verteilen. Ab und an werden den Hunden auch kleine Tricks beigebracht. Für Karneval schneidert man spaßige Kostümteile für die treuen Freunde und in der Weihnachtsbäckerei gibt es extra Leckerchen: „Da haben wir Kekse für die Hunde gebacken – natürlich nicht mit Zucker, sondern mit Leberwurst!“, berichtet eine der Schülerinnen.

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An einem Zebrastreifen gilt für alle Hunde Anleinpflicht und für die Hundebegleiter besondere Aufmerksamkeit auf den Straßenverkehr. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
An einem Zebrastreifen gilt für alle Hunde Anleinpflicht und für die Hundebegleiter besondere Aufmerksamkeit auf den Straßenverkehr. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Bei den Spaziergängen geht es nicht nur durch Feld, Wald und Wiese, sondern auch in die Fußgängerzone von Schleiden oder durch Parkanlagen. Dort lernen die jungen Leute, wie man einen Hund mit sich führt, ohne Fahrradfahrer oder Fußgänger zu belästigen. Zur Abkühlung oder einfach nur für den Schwimmspaß ist die Olef das ideale Gewässer für die Hunde.

In der Haustier-AG der Städtischen Realschule Schleiden kann man zwischen kleinen und großen Hunden wählen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
In der Haustier-AG der Städtischen Realschule Schleiden kann man zwischen kleinen und großen Hunden wählen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Durch die Haustier-AG bekommen auch jene Schülerinnen und Schüler Kontakt zu Tieren, die selbst kein eigenes Tier besitzen. Das ist umso wichtiger, da längst wissenschaftlich belegt ist, dass der Umgang mit Tieren Kinder in vielen Bereichen positiv beeinflusst: gesundheitlich, emotional, in der kognitiven, motorischen aber auch der soziopsychologischen Entwicklung.

Noch einen weiteren Effekt hat das gemeinsame Spielen, Spazierengehen und Kuscheln mit den Hunden für die Schülerinnen und Schüler: Ohne Leistungsdruck können sie einfach einmal abschalten und entspannen. Selbst für die spätere Berufswahl könnte die AG Anstöße geben. Vom Hundeführer bei Zoll oder Polizei oder Tierpfleger bis zu Tiermedizinischen Fachangestellten gibt es Möglichkeiten, auch im Arbeitsleben von Vierbeinern umgeben zu sein.

Eifeler Presse Agentur/epa

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