Nationalpark Eifel: Abgestorbene Fichten an Straßenrändern werden gefällt

Noch bis März Verkehrssicherungsarbeiten im Kermeter

Mitten durch den Kermeter führen Landesstraßen. Dort befindliche abgestorbene Fichten, die auf die Straße stürzen können, werden jetzt gefällt. Trotz der Fällarbeiten soll der Straßenverkehr mit einer mobilen Ampelanlage aufrechterhalten werden. Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/A. Simantke
Mitten durch den Kermeter führen Landesstraßen. Dort befindliche abgestorbene Fichten, die auf die Straße stürzen können, werden jetzt gefällt. Trotz der Fällarbeiten soll der Straßenverkehr mit einer mobilen Ampelanlage aufrechterhalten werden. Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/A. Simantke

Schleiden-Gemünd – Durch das „ökologische Herz“ des Nationalparks Eifel, mitten durch den Kermeter, verlaufen die Landesstraßen L15 und L249. Seit 2016 wurde dort auf rund 2.800 Hektar auf jegliche Holzentnahme verzichtet, wie das Nationalparkforstamt Eifel mitteilt. Abschnittsweise stehen Fichten links und rechts vom Straßenrand, die – sind sie einmal vom Borkenkäfer befallen und abgestorben – für den Straßenverkehr zur Gefahr werden. Um auf der auch Kermeterhochstraße genannten Straße einen sicheren Verkehr gewährleisten zu können, finden derzeit auf beiden Seiten der Straße Baumfällungen statt, die noch bis in den März hinein dauern.

Zu brüchig sind die durch Dürre und Borkenkäfer in den Jahren 2018 und 2019 getöteten Fichten, so der für den Kermeter zuständige Nationalpark-Bezirksleiter Christian Düll: „Das Problem ist, dass die Fichten anfangen, von oben nach unten zu faulen. So bricht manchmal die gesamte Baumkrone weg. Sie werden so unberechenbar.“ Betroffene Bäume, die weniger als eine Baumlänge von der Straße entfernt stehen, würden deshalb gefällt und verbleiben vor Ort als liegendes Totholz und erhöhen die Strukturvielfalt sowie die Humus- und Nährstoffvorräte im Waldboden. Hinter diesem Streifen von einer Baumlänge Breite werde die Natur weitgehend sich selbst überlassen. Dort regele die Natur das Schicksal der nicht gebietsheimischen Fichten. Schon bald werde durch das stärker einfallende Licht erst eine Kraut- und Strauchschicht entstehen – anschließend könnten dort heimische Laubbaumarten Wurzeln fassen.

Bei den Fällarbeiten ist durch die tendenzielle Wuchsrichtung der Bäume zur Straße hin zusätzliche Vorsicht geboten: Der Verkehrssicherungstrupp der Nationalparkverwaltung Eifel um Nationalpark-Bezirksleiter Volker Möller nutzt daher neben dem Fallkerbschnitt ein Stahlseil, das zuvor in der Höhe um den Stamm gelegt wird, um ihn beim Fall zusätzlich in die gewünschte Richtung zu ziehen.

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Die Straße ist während der Fällarbeiten nicht komplett gesperrt. Um den Verkehrsablauf flüssig zu halten, regelt ein Mitarbeiter, mit den Kollegen über Funk verbunden, per mobiler Ampelanlage den Verkehr.

In den Abschnitten mit verbleibendem Totholz sollten Auto- und Motorradfahrer achtsam und mit geringerer Geschwindigkeit unterwegs sein: Wildtiere wie Rehe und Wildschweine sind dort über längere Zeit schlechter und später zu erkennen. (epa)

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