Achtgeben auf die Feldflur

Brachflächen und Randstreifen haben hohen Stellenwert für den Artenschutz

Dieser Wegrain ist ein wertvoller Lebensraum für viele Tiere der Feldflur. Foto: J. Zehlius / Biologische Station
Dieser Wegrain ist ein wertvoller Lebensraum für viele Tiere der Feldflur. Foto: J. Zehlius / Biologische Station

Kreis Euskirchen – Viele typische „Feldarten“ wie Grauammer, Feldlerche, Rebhuhn oder auch die Kornblume sind stark, zum Teil dramatisch zurückgegangen. Deswegen ergreift die Biologische Station gezielte Maßnahmen zur Aufwertung des Lebensraumes Feldflur.  Dies geschieht zusammen mit der Landwirtschaft, dem Land NRW, dem Kreis Euskirchen sowie den Gemeinden und Städten, häufig unter Verwendung von Fördermitteln.

In den vergangenen Jahren entstehen an verschiedenen Stellen in der offenen Ackerflur vermehrt Streifen oder Flächen, die ungenutzt aussehen: Im Winter bleibt etwa das Getreide stehen, mitten zwischen Feldern liegen wiesenartig wirkende Streifen. Das sind häufig Äcker oder Teile davon, die der bewirtschaftende Landwirt zur ökologischen Anreicherung der Feldflur anlegt, um beispielsweise Grauammern oder Feldlerchen Brutmöglichkeiten sowie Nahrung und Deckung zu bieten.

Leider werden solche landwirtschaftlichen Brachen zunehmend als Weg oder sogar Reitweg oder zum Hundeauslauf genutzt, wie der Kreis Euskirchen mitteilt. Dadurch würden diese Naturschutzflächen in ihrer Bedeutung für den Artenschutz entwertet. Die Biologische Station und die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Euskirchen appellieren daher an alle Spaziergänger, Wanderer, Hundehalter, die Brachen und Randstreifen zu respektieren und auf den in Karten dargestellten Wegen zu bleiben. Auch darf nicht auf Feldwegen gefahren werden, die nur für den landwirtschaftlichen Verkehr zugelassen sind. Auch das Parken auf Grünflächen oder –streifen ist zu vermeiden. Hunde sollen, in und außerhalb der Brutzeit, nicht in die Brachen, Felder und Wiesen laufen.

(epa)

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