Zahlreiche Blaumeisen sterben zurzeit an unbekannter Krankheit

NABU bittet, die infizierten oder toten Vögel zu melden, und gibt Tipps zu den Futterplätzen

Immer öfter beobachten Menschen im Kreis Euskirchen kranke Blaumeisen in ihren Gärten. Bild: Alwin Neuer
Immer öfter beobachten Menschen im Kreis Euskirchen kranke Blaumeisen in ihren Gärten. Bild: Alwin Neuer

Kreis Euskirchen – Seit einigen Wochen werden dem NABU immer wieder apathisch wirkende oder tote Blaumeisen gemeldet. „Die erkrankten Vögel werden häufig in der Nähe von Futterstellen beobachtet, wie sie aufgeplustert und mit verklebten Augen und ausgefallenem Kopfgefieder kaum oder gar nicht mehr auf ihre Umgebung reagieren und auch nicht fliehen“, berichtet der NABU.

Untypisch sei der frühe Zeitpunkt und die Heftigkeit der Ausbreitung der Erkrankung. Die bisher bekannten Ursachen für Erkrankungen bei Wildvögeln seien in der Regel erst im Sommer, bei höheren Temperaturen aufgetreten.

Es scheine sich um einen bisher unbekannten, für Blaumeisen hochinfektiösen Erreger zu handeln. Es gebe gewisse Symptome, die Ähnlichkeiten zu einer Erkrankung hätten, die in den letzten Jahren in Großbritannien aufgetreten sei.

„Es liegt jedoch nahe, dass diese Erkrankung der Blaumeisen besonders dort verbreitet werden, wo viele Vögel zusammenkommen“, so der NABU. Deshalb wird gebeten, auf gründliche Sauberkeit an den Futterstellen zu achten und die Fütterung einzustellen, sobald erkrankte oder tote Blaumeisen in der Nähe der Futterstellen gefunden werden. „Bitte berühren Sie die erkrankten oder toten Vögel nicht direkt. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen zwar, dass wahrscheinlich keine Gefahr für den Menschen droht. Aber solange die Ursache nicht bekannt ist, rät der NABU die üblichen Sicherheitsmaßnahmen besonders zu beachten“, so der NABU weiter.

Futtergeräte sollten gründlich gereinigt und desinfiziert, das Futter darin vernichtet werden. Gleiches gelte für Vogeltränken. Der NABU Euskirchen rät dazu, keine Vogeltränke mehr aufzustellen, wenn erkrankte oder tote Blaumeisen an den Futterstellen gefunden würden.

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:
Das Habitat der Turteltaube kennenlernen

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des NABU Euskirchen unter: www.nabu-euskirchen.de. Der NABU bittet darum, erkrankte oder tote Blaumeisen auf der Seite www.NABU.de/meisensterben zu melden, damit ein genaueres Bild von der Ausbreitung der Krankheit ermittelt werden könne. (epa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

3 + 8 =