Freiwillige des Bergwaldprojektes im Einsatz für den Nationalpark Eifel

Neben der praktischen Arbeit gab es auch eine Exkursion, um die dynamischen Abläufe und deren Bedeutung innerhalb des Waldes besser zu verstehen

Weg vom Bürostuhl - raus in die Natur: Mit vollem Einsatz ist die Amsterdamer Studentin Sophia Lammering dabei. Am letzten Tag steht das Entfernen von invasiven Pflanzenarten auf der Dreiborner Hochfläche an. Foto: A. Simantke/Nationalparkverwaltung Eifel
Weg vom Bürostuhl – raus in die Natur: Mit vollem Einsatz ist die Amsterdamer Studentin Sophia Lammering dabei. Am letzten Tag steht das Entfernen von invasiven Pflanzenarten auf der Dreiborner Hochfläche an. Foto: A. Simantke/Nationalparkverwaltung Eifel

Schleiden – Freiwillige Naturinteressierte aus ganz Deutschland haben jetzt in den Wäldern und im Offenland des Nationalparks Eifel bei verschiedenen Naturschutzarbeiten geholfen. Eine Woche lang war das Bergwaldprojekt e.V. wieder im Nationalpark im Einsatz. Abstands- und Hygiene-Regeln wegen der Corona-Pandemie würden dabei eingehalten, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Bergwaldprojekt e.V. und Nationalparkforstamt Eifel / Wald und Holz NRW. So sei auch die Teilnehmerzahl dieses Jahr auf acht Personen beschränkt worden.

Unter der Anleitung von Projektleiter Henning Aulich vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie von Nationalpark-Ranger Marc Breuer hätten die Freiwilligen eine Wiese in der Managementzone gemäht und das Mähgut abgetragen. „Sie entfernten Pflanzen der nicht heimischen und invasiven Art Spätblühende Traubenkirsche und haben eine alte, nicht mehr benötigte Hütte abgebaut. Neben der praktischen Arbeit war auch eine Exkursion vorgesehen, um die dynamischen Abläufe und deren Bedeutung innerhalb des Waldes besser zu verstehen“, heißt es weiter.

Untergebracht war die Gruppe im Dr. Dicke-Ferienhaus in Heimbach am Wald in Mehrbettzimmern und in eigenen Zelten. Die Woche über kümmerte sich ein Koch um die biologische und möglichst regionale und saisonale Verpflegung der Freiwilligen.

Zum vierten Mal Teilnehmerin beim Bergwaldprojekt: Divya Weiß ist begeistert von dem abwechslungsreichen Einsatzprogramm im Nationalpark Eifel. Foto: A. Simantke/Nationalparkverwaltung Eifel
Zum vierten Mal Teilnehmerin beim Bergwaldprojekt: Divya Weiß ist begeistert von dem abwechslungsreichen Einsatzprogramm im Nationalpark Eifel. Foto: A. Simantke/Nationalparkverwaltung Eifel

Ein wichtiges Anliegen dieser Einsatzwoche war es, den Nationalparkgedanken mit all seinen Facetten auch praktisch zu vermitteln. Ranger Marc Breuer dazu: „Der Wald ist für die verschiedenen Aspekte der Nachhaltigkeit der ideale Lehrer. Hier im Nationalpark erleben die Teilnehmenden zudem in den Prozessschutzzonen einen Wald, wie er sich in natürlicher Dynamik entwickeln kann.“

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Für eine natürliche Entwicklung des Ökosystems setzten sich die freiwillig Helfenden mit großem Engagement persönlich ein. Henning Aulich vom Bergwaldprojekt: „Die tollen Erfahrungen aus den Projektwochen bestärken die Teilnehmenden oftmals darin, auch den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Sie beteiligen sich somit an einem gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Welt, die dann vielleicht auch widerstandsfähiger gegenüber zukünftigen Krisensituationen ist.“ (epa)

INFO:

Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg organisiert deutschlandweit Freiwilligen-Wochen mit jährlich ca. 3.000 Teilnehmenden und über 100 Projektwochen an verschiedenen Standorten. Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden.

www.bergwaldprojekt.de

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