Inklusionsunternehmen „EuLog“ unter den fünf Anwärtern für den AC²-Innovationspreis

Wer von den Kandidaten den Preis erhält, wird erst am 3. November im Krönungssaal des Aachener Rathauses bekanntgegeben

Der Jury-Vorsitzende Landrat Günter Rosenke (Mitte) und die Mitglieder der Jury haben jetzt im Forum Vogelsang IP aus fünf Kandidaten den Preisträger des „AC²-Innovationspreis Region Aachen 2020“ gewählt. Ob die „EuLog“ das große Los gezogen hat, wird erst am 3. November verraten. Bild: Gaby Mahr-Urfels/AGIT
Der Jury-Vorsitzende Landrat Günter Rosenke (Mitte) und die Mitglieder der Jury haben jetzt im Forum Vogelsang IP aus fünf Kandidaten den Preisträger des „AC²-Innovationspreis Region Aachen 2020“ gewählt. Ob die „EuLog“ das große Los gezogen hat, wird erst am 3. November verraten. Bild: Gaby Mahr-Urfels/AGIT

Schleiden – Die Jury für den AC²-Innovationspreis unter dem diesjährigen Vorsitzenden Günter Rosenke, Landrat des Kreises Euskirchen, hat jetzt im Forum Vogelsang IP in Schleiden aus fünf Kandidaten über den Preisträger des „AC²-Innovationspreis Region Aachen 2020“ entschieden. „Bekannt gegeben wird der Preisträger aber erst im Rahmen der Preisverleihung am 3. November“, so Rosenke. Der einzige Kandidat, der es aus dem Kreis Euskirchen unter die Preisanwärter geschafft hat, ist das Inklusionsunternehmen „EuLog“ mit Sitz in Kuchenheim. „Auch in diesem Jahr hatte die Jury keine leichte Entscheidung zu treffen, denn die hohe innovative Schlagkraft unserer Region Aachen spiegelt sich in den Kandidaten wider. Nach den aussagekräftigen Präsentationen der einzelnen Unternehmer haben wir lange diskutiert bis der Preisträger feststand“, so Rosenke.

Für ihren innovativen Umgang in Sachen Inklusion steht die „EuLog“ in diesem Jahr mit im Rampenlicht der Preisanwärter. In dem Inklusionsunternehmen ist ein hoher Anteil an Menschen mit Behinderung beschäftigt. Als Ausbildungsbetrieb bietet die EuLog darüber hinaus jedes Jahr jungen Menschen mit Förderbedarf die Möglichkeit, eine Regelausbildung zum Fachlageristen zu absolvieren.  Für die meisten Menschen mit Behinderung ist es schwierig, sich in einer neuen Arbeitsumgebung zurechtzufinden und mit vielen unbekannten Menschen zu arbeiten. Daher wurde eine betriebsinterne psychosoziale Betreuung als integraler Bestandteil der alltäglichen Arbeit etabliert. Somit ist eine kollegiale Bezugsperson jederzeit ansprechbar und ermöglicht es, Arbeitsabläufe und Rahmenbedingungen hinsichtlich der Bedürfnisse der Menschen mit Behinderung anzupassen und sie im Betrieb optimal zu fördern.

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Die „EuLog“, das größte Inklusionsunternehmen der Region, feierte vor einem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Bild: Eventfotograf.com
Die „EuLog“, das größte Inklusionsunternehmen der Region, feierte vor einem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Bild: Eventfotograf.com

Als Tochterunternehmen der NEW hat die „EuLog“ sich in nur wenigen Jahren zum „Big Player“ im Kreis Euskirchen entwickelt und zum größten Inklusionsunternehmen der Region. Über 60 Mitarbeiter, davon mehr als 40 Prozent Menschen mit Behinderung, erwirtschaften jährlich einen Gesamtumsatz von weit über fünf Millionen Euro. Neben der Logistik-Sparte gehören zur „EuLog“ auch ein Supermarkt, der mit zu den umsatzstärksten Märkten der CAP-Gruppe gehört sowie eine ganze Reihe handwerklicher Dienstleistungen.

„Wir freuen uns, dass wir beim diesjährigen Wettbewerb um den Innovationspreis dabei sein dürfen“, berichtet der Geschäftsführer der Nordeifelwerkstätten NEW, Georg Richerzhagen. „Und wir hoffen natürlich, dass wir den Preis gewinnen. Denn das wäre vor allem eine tolle Wertschätzung für die betriebliche Inklusion, die in Deutschland noch immer sehr zögerlich umgesetzt wird, obwohl sie sich, wie wir seit zehn Jahren zeigen, wirtschaftlich rechnen kann.“

Neben der „EuLog“ gehen vier weitere Unternehmen aus der Aachener Region ins Rennen um den ersten Platz. Die Caritas Betriebs- und Werkstätten GmbH (CBW) bildet Menschen mit Behinderung für die von Unternehmen nachgefragten Tätigkeiten entsprechend aus, und es werden Führungspositionen gezielt mit Ingenieuren, Betriebswirten, Technikern und Meistern besetzt.

„NPROXX“ ist weltweit führend in der Hochdruck-Wasserstoffspeicherung für stationäre und mobile Anwendungen. „Oculavis“ setzt seinen Schwerpunkt auf die Digitalisierung von Prozessen im Kundenservice des Maschinen- und Anlagenbaus. Und „Umlaut telehealthcare“ bietet Rettungsdiensten in ganz Deutschland passgenaue und sichere Lösungen für die telemedizinische Unterstützung der Notfallversorgung an.

„In diesem Jahr planen wir aufgrund von Covid-19 eine etwas andere Preisverleihung mit weniger Teilnehmern vor Ort im Krönungssaal des Aachener Rathauses“, erläutert Dr. Lothar Mahnke, Geschäftsführer der AGIT, die den Innovationspreis organisiert. „Aber dafür werden wir zusätzlich die Möglichkeit bieten, online live bei der Veranstaltung dabei zu sein“, ergänzt er. Die Kandidaten bzw. deren Innovationen würden wie gewohnt filmisch präsentiert und dem Preisträger wird die Innovationspreisskulptur persönlich überreicht. (epa)

www.innovationspreis-region-aachen.de

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