23. Sparkassen Crossduathlon bot Naturerlebnis und sportliche Herausforderung

Hervorragendes Hygienekonzept des TUS Schleiden 1908 machte die Großveranstaltung auch in Coronazeiten möglich – Kreissparkasse Euskirchen unterstützte das deutschlandweit bekannte Sportevent

Start mit Abstand: Selbst beim Startschuss wurden die Hygieneregeln eingehalten. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Start mit Abstand: Selbst beim Startschuss wurden die Hygieneregeln eingehalten. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Schleiden – Seit vielen Jahren veranstaltet der TUS Schleiden 1908 bereits den Eifeler Sparkassen Crossduathlon, der seit 2007 Teil der „Xterra German Tour“ ist. In diesem Jahr wollte die Deutsche Triathlon Union (DTU) nach 2015 erneut die Deutschen Meisterschaften im Schleidener Tal austragen lassen. Doch die Corona-Pandemie hat dem Wettkampf einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die DTU hat die Deutschen Meisterschaften auf 2021 verschoben. Und die Verantwortlichen und Organisatoren hoffen, dass sie dann wieder ohne Hygienekonzept in Schleiden an den Start gehen können.

In der Wechselzone hieß es, vom Laufen so schnell wie möglich aufs Mountainbike zu wechseln. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
In der Wechselzone hieß es, vom Laufen so schnell wie möglich aufs Mountainbike zu wechseln. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Dennoch musste auch in diesem Jahr niemand auf den Sparkassen Crossduathlon verzichten. Auch wenn man vom Frühling in den Herbst umdisponieren musste, so konnte die 23. Auflage des EXD am vergangenen Wochenende doch stattfinden. Zu verdanken war dies vor allem Urban Scheld und seinem Organisationsteam. Wochenlang hatten die Sportler an einem Hygienekonzept gearbeitet, das nichts dem Zufall überließ und regelmäßig der gerade aktuellen Verordnung angepasst wurde. Das alles in enger Abstimmung mit dem Ordnungsamt Schleiden. Auf den Sportplatz war nur eine begrenzte Zahl an Zuschauern zugelassen. Jeder Besucher wurde zuvor registriert und mit einer bunten Wäscheklammer gekennzeichnet. Damit nicht jeder beim Ausfüllen des Formulars denselben Kugelschreiber zu benutzen brauchte, hatte die Kreissparkasse Euskirchen (KSK) als Titelsponsor einen ganzen Sack mit Einwegkugelschreibern zur Verfügung gestellt sowie zwei Teams, die sich den ganzen Tag über um die Registrierung der Besucher kümmerten.

Für die Zuschauer bot sich vom Stadion aus manch interessanter Ausblick auf die Sportler. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Für die Zuschauer bot sich vom Stadion aus manch interessanter Ausblick auf die Sportler. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Auch für die Sportler gab es strenge Auflagen. So durften sich diese nur mit Mund-Nasen-Maske auf einem für sie markierten Startpunkt begeben und dann erst die Maske abnehmen. Hohe Sicherheitsmaßnahmen herrschten auch an den Verpflegungsstationen, die zum Teil so mit Zellophan eingewickelt waren, dass nur noch ein kleiner Spalt für die Ausgabe von Brötchen oder Getränken übrigblieb.

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Doch trotz aller Einschränkungen zeigte sich, dass auch sportliche Großveranstaltungen durchaus in Coronazeiten möglich sind, wenn das Hygienekonzept stimmig ist und vor allem auch ausreichend kommuniziert wird. Das hatte der TUS Schleiden nicht nur im Vorfeld über seine Internetseite hervorragend geleistet, sondern auch während des Wettkampfs bestimmte Regeln durch beständige Lautsprecherdurchsagen immer wieder ins Bewusstsein gerufen.

Abwärts benötigte man besonders viel Aufmerksamkeit, denn die lange Regenzeit hatte die Wege glitschig werden lassen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Abwärts benötigte man besonders viel Aufmerksamkeit, denn die lange Regenzeit hatte die Wege glitschig werden lassen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Am Wettkampftag standen denn auch weniger die von allen beherzigten Regeln im Vordergrund, sondern der Spaß an der Sache. Schon früh am Morgen starteten die ersten jungen Sportlerinnen und Sportler. Die Mischung aus einmaligem Naturerlebnis und sportlichem Wettkampf auf höchstem Niveau übt seit Jahren nicht nur eine große Faszination auf die Sportler aus, sondern auch auf die Zuschauer. Die Strecke führte mehrmals am Start/Ziel vorbei, so dass sich niemand in die Büsche schlagen musste, um die Sportlerinnen und Sportler beobachten zu können. An der Wechselzone konnte man erleben, wie sich die Läufer aufs Mountainbike schwangen. Dort waren die Anfeuerungsrufe am lautesten.

Urban Scheld vom TUS Schleiden und sein Team hatten sich nicht unterkriegen lassen und den Hygieneschutz immer wieder an die neueste Verordnung angepasst. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Urban Scheld vom TUS Schleiden und sein Team hatten sich nicht unterkriegen lassen und den Hygieneschutz immer wieder an die neueste Verordnung angepasst. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Zunächst starteten die XTERRA-Kids in den Jahrgangsstufen 2007 bis 2010. Sie absolvierten eine Laufstrecke von einem Kilometer, dann eine 3,6 Kilometer lange Strecke mit dem Mountainbike und schließlich nochmals einen 500-Meter-Lauf auf dem Sportplatz. Die XTERRA-Teens mussten insgesamt einen drei Kilometer Lauf und eine 7,2 Kilometer lange Mountainbike-Strecke bewältigen. Die Erwachsenen konnten wählen zwischen XTERRA-Light, 8,2 Kilometer Laufen und 14,5 Kilometer mit dem Mountainbike, oder XTERRA-Full, knapp 13 Kilometer Laufen und 25 Kilometer auf dem Mountainbike. Die Strecke hatte es dabei in sich, mit Downhill- und Singletrailpassagen – bei dem feuchten Wetter eine echte Herausforderung.

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Besonders erfreulich war, dass sich beim „Full“ Mathias Frohn vom Gastgeber-Team „Der grüne Punkt TUS Schleiden 1908“ den ersten Platz holte. Frohn hatte den Parcours in 2:02:06 Stunden zurückgelegt. Auf dem zweiten Platz landete Jonas Hoffmann vom „racetrakt racing Team“, gefolgt von Nick Emde vom SSF Bonn Triathlon. Schnellste Frau war Kristina Ziemons vom Team „Skikeller Kaulard & Schroiff, die die Strecke in 2:29:12 bewältigte.

Den Läufern sah man am Verschmutzungsgrad an, dass die Strecke es in sich hatte. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Den Läufern sah man am Verschmutzungsgrad an, dass die Strecke es in sich hatte. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Bei der „Light“-Version siegte Keke Dörnbach vom Team „Sturmvogel Bonn“, der die knapp 23 Kilometer lange Strecke in 1:19:49 absolvierte. Lars Holder vom TUS Schleiden holte sich den zweiten Platz. Und Julius Laudagé aus Montabaur landete auf Platz drei. Schnellste Frau war Jule Prins vom Team „Skikeller Kaulard & Schroiff“ mit 1:30:16.

Die kompletten Ergebnislisten findet man unter: https://runtix.com/sts/10050/1664

Eifeler Presse Agentur/epa

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