„Freiwilliges Ökologisches Jahr“ in Bad Münstereifel

Kooperation zwischen Forstbetrieb und Förderverein Naturschutzstation ermöglicht Malin Bank sinnvolle Aufgabe und Berufsorientierung

Stehen hinter den Inhalten eines FÖJ: Sabine Preiser-Marian (v.l.), Bürgermeisterin Bad Münstereifel, Malin Bank, Dr. Renate Lehminger-Mertens und Revierleiterin Julia Nies am Teich der Naturschutzstation. Foto: Marita Hochgürtel/Stadt Bad Münstereifel
Stehen hinter den Inhalten eines FÖJ: Sabine Preiser-Marian (v.l.), Bürgermeisterin Bad Münstereifel, Malin Bank, Dr. Renate Lehminger-Mertens und Revierleiterin Julia Nies am Teich der Naturschutzstation. Foto: Marita Hochgürtel/Stadt Bad Münstereifel

Bad Münstereifel – Was machen, wenn man den Schulabschluss in der Tasche hat, aber noch nicht so wirklich weiß, was man damit anfangen soll oder die gewünschte Ausbildungsstelle oder der Studienplatz (noch) nicht erreichbar ist? Ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) kann nicht nur eine sinnvolle Aufgabe geben, sondern durch praktische Erfahrungen in der Arbeitswelt auch der Berufsorientierung dienen und Vorteile bei späteren Bewerbungen geben. Hierzulande gefördert wird das FÖJ vom Landschaftsverband Rheinland (LVR).

Malin Bank etwa ist 18 Jahre alt und absolviert seit dem 1. August ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Naturschutzstation in Kooperation mit dem Forstbetrieb der Stadt Bad Münstereifel. Bank: „Diese Kombination gibt mir die Möglichkeit, sowohl die Naturschutzarbeit kennenzulernen, als auch Forstarbeiten zu erlernen.“ Ihre Einsatzstelle ist die Naturschutzstation. Die ehemalige „Tongrube Toni“ auch „Teichmann-Haus“ genannt, bietet zahlreichen geschützten Pflanzen, darunter seltene Orchideen, sowie Tieren Lebensraum.

„Den größten Teil der Woche bin ich im Forstrevier der Revierleiterin Julia Nies tätig. Wichtige Teilaufgaben sind zum Beispiel die regelmäßige Kontrolle der Revierarbeiten. Vor allem die seit 2018 herrschende Borkenkäfer-Katastrophe nimmt viel Zeit und Planung in An-spruch, aber auch das Schützen der jungen Bäume in den vielen Neuaufforstungen gehört zu meinen Aufgaben“, berichtet die 18-Jährige.

An den Mittwochabenden und Donnerstagmorgen begleitet sie zusammen mit der Biologin Dr. Renate Lehminger-Mertens das Edelkrebs Projekt. Malin Bank: „Abends werfen wir die Reusen aus und zählen am nächsten Morgen die Anzahl und Geschlechter der Krebse. Somit werfen wir immer ein Auge auf das Gewässer des Naturschutzgebietes.“

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An den Donnerstagen hilft sie Markus Körfer bei vielen ehrenamtlichen Aufgaben, wie der Kontrolle und Pflege einiger Streuobstwiesen und von Schafen auf Flächen im Naturschutzgebiet.

„In den Ferienfreizeiten bekommen Umweltpädagogin Jule Helmling und ich viel Unterstützung von den kleinen Naturschützern. Zusammen mit den Kindern entdecken wir die Flora und die Fauna des Naturschutzgebietes und werten diese gemeinsam aus“, so Bank. Den Kindern werde so ein Verständnis für Natur und Umwelt vermittelt. Umweltpädagogische Sachverhalte würden dabei oft spielerisch vermittelt, Klimaschutzaspekte praktisch umgesetzt und nebenbei die Natur- und Umweltschützer von morgen ausgebildet.

Bank: „Bei diesem FÖJ lernt man viel nachhaltig zu denken. Nicht nur im Forst wird in die Zukunft geplant, sondern auch im Naturschutz. Wie schützt man das Gebiet langfristig? Welche Methoden für den Schutz dürfen durchgeführt werden? Und am wichtigsten, anlehnend an die erste Frage, wie pflege ich das Gebiet, um es langfristig zu erhalten?“

(epa)

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