Video statt Tag der offenen Tür

Lehrer und Schüler der Städtischen Realschule Schleiden laden zu einem filmischen Rundgang durch ihre Schule ein – Videoprojekt ist jetzt auf der Homepage der Schule und der Stadt Schleiden zu sehen

In Zeiten der Corona-Pandemie ging man an der Städtischen Realschule Schleiden jetzt neue Wege: Schulleiterin Birgit Barrelmeyer (rechts) und Konrektorin Marion Huppertz (links) führten gemeinsam mit Selina (v.l.), Jan, Max und Lucy aus der 8. Klasse per Video durch die Schule, da ein Tag der offenen Tür derzeit nicht möglich ist. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
In Zeiten der Corona-Pandemie ging man an der Städtischen Realschule Schleiden jetzt neue Wege: Schulleiterin Birgit Barrelmeyer (rechts) und Konrektorin Marion Huppertz (links) führten gemeinsam mit Selina (v.l.), Jan, Max und Lucy aus der 8. Klasse per Video durch die Schule, da ein Tag der offenen Tür derzeit nicht möglich ist. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Schleiden – Eigentlich wäre jetzt die Zeit, in der Eltern auf die Suche nach einer geeigneten weiterführenden Schule für ihren Nachwuchs gehen. Doch Tage der offenen Tür, an denen sich Schulen normalerweise der Öffentlichkeit vorstellen, sind aufgrund der Corona-Schutzverordnung in diesem Jahr nicht erlaubt. Was also tun? Realschulleiterin Birgit Barrelmeyer und Konrektorin sowie Erprobungsstufenkoordinatorin Marion Huppertz waren sich darüber im Klaren, dass sich Eltern – Corona hin oder her – dennoch ein Bild von der zukünftigen Schule ihrer Kinder machen möchten.

„Wir haben daher lange überlegt, wie wir den Eltern, aber auch den jungen Leuten Informationen über unsere Schule zur Verfügung stellen können, um eine Entscheidung für einen zukünftigen schulischen Werdegang leichter zu machen“, berichtet Barrelmeyer. Schließlich sei klar geworden, dass nur ein Film einen adäquaten Eindruck vermitteln könne. Also setzte sich das Leitungsteam an den Schreibtisch und erstellte ein 20-seitiges Storyboard. Gleichzeitig wurden vier Schüler der achten Klasse – Selina, Lucy, Jan und Max – die ein Filmteam durch die Realschule führen und auch selbst vor der Kamera agieren sollten, rekrutiert. Anschließend warnte die Schulleitung alle Lehrerinnen und Lehrer vor, sich schon mal ein paar Sätze für den Filmtag zurechtzulegen.

„Ohne die sehr praxisorientierte Realschule hätte unser Mittelstand noch größere Nachwuchssorgen und auch in der Dienstleistungsbranche sähe es deutlich schlechter aus“, so Schleidens Bürgermeister Ingo Pfennings. Der entscheidende Vorteil der Schulform Realschule liege allerdings darin, dass den Schülerinnen und Schüler ausreichend Zeit gelassen werde, so dass sie sich am Ende ihres schulischen Werdegangs  für jede Form der Weiterbildung und/oder Ausbildung entscheiden können, sowohl schulisch als auch beruflich.

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Computerbegeisterte Schülerinnen und Schüler kommen im Informatikraum auf ihre Kosten. Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
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Die Videovorbereitung von Seiten der Schule war so gut, dass das Filmen an einem einzigen Schulvormittag stattfinden konnte, wenngleich dafür auch mancher Sprint vonseiten des Filmteams sowie der Lehrer und Schüler durch das weitläufige Gebäudeensemble der Realschule nötig war.

„Wir mussten vieles improvisieren und aus dem Stegreif drehen, aber wir wollten ja auch keinen Hollywoodfilm über die Realschule, sondern einfach nur einen ehrlichen Einblick in unseren Schulalltag vermitteln“, so Barrelmeyer.

Erst vor eineinhalb Jahren wurde die Küche der Realschule komplett renoviert. Hier findet auch der Hauswirtschaftsunterricht statt. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Erst vor eineinhalb Jahren wurde die Küche der Realschule komplett renoviert. Hier findet auch der Hauswirtschaftsunterricht statt. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Wichtig war dem Leitungsteam vor allem zu zeigen, dass in den vergangenen Jahren massiv in die Städtische Realschule investiert wurde. „Die kleine Schule am Ruppenberg“, wie es noch in einem älteren Schullied heißt, gibt es schon lange nicht mehr. Vielmehr ist sie zu einer großen modernen Bildungsstätte geworden-. Mit „Whiteboards“, also digitalen, internetfähigen „Tafeln“, oder Beamern in allen Klassen, Tablets und einem großen Informatikraum ist die Städtische Realschule Schleiden auf der Höhe der Zeit angekommen, ohne auf Altbewährtes, wie eine Schülerbücherei oder eine neueingerichtete, hochmoderne Lernküche für den Hauswirtschaftsbereich, zu verzichten. „Uns ist es besonders wichtig, dass bei uns nicht nur theoretisch gearbeitet wird, sondern dass unsere Schülerinnen und Schüler auch Gelegenheit haben, Arbeitsabläufe ganz praktisch auszuprobieren. Das macht die Realschule ja erst aus“, so Birgit Barrelmeyer.

Auch der Musikunterricht von Gunther Koch ist ohne Whiteboard nicht mehr denkbar. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Auch der Musikunterricht von Gunther Koch ist ohne Whiteboard nicht mehr denkbar. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

„Aus diesem Grund ist die Berufswahlvorbereitung auch ein Schwerpunkt an unserer Schule“, fügt Marion Huppertz hinzu. Dafür starte man bereits in Klasse 7 mit dem „Girls- and Boysday“, in Klasse 9 stehe dann ein dreiwöchiges Berufspraktikum auf dem Lehrplan. Darüber hinaus arbeite man im engen Kontakt mit der Bundesagentur für Arbeit und verfüge quasi über einen schuleigenen Berater. „Des Weiteren findet bei uns einmal im Jahr eine Praktikums- und Ausbildungsbörse statt, die stets sehr großen Zulauf findet und bei der sich die jungen Leute detailliert über ihren Traumberuf informieren können“, so Huppertz.

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Das Video ist ab sofort auch auf der Homepage der Schule unter „realschule-schleiden.de“ oder auf dem YouTube-Kanal der Stadt Schleiden zu sehen.

Eifeler Presse Agentur/epa

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