Neue Fahnen zum 1.150. Geburtstag von Weyer

Ortsvorsteher Björn Wassong mit neuer Ortsfahne und Kalender. Bild: Jenny Wassong
Ortsvorsteher Björn Wassong mit neuer Ortsfahne und Kalender. Bild: Jenny Wassong

Ort Weyer wurde im Jahr 871 erstmals als „villa viveri“ „Siedlung bei den Fischteichen“ urkundlich erwähnt – Zum Jubiläum gibt es unter anderem einen Kalender

Mechernich-Weyer – Pünktlich im 1.150 Jahr nach urkundlicher Ersterwähnung können im Mechernicher Höhenort Weyer neue Ortsfahnen wehen. Mit finanzieller Unterstützung des NRW-Heimatschecks war es dem Vereinskartell Weyer um seinen Vorsitzenden und Ortsvorsteher Björn Wassong nach vielen Jahren möglich, neue rot-blaue Fahnen mit dem Ortswappen zu beschaffen. „Man glaubt nicht, wie kostenintensiv es ist, solche hochwertigen Fahnen herstellen zu lassen“, so Wassong. Sie müssten schließlich auch Wind und Wetter standhalten. Nun könnten alle Mitbürgerinnen und Mitbürger ihre Heimatverbundenheit zum Ausdruck bringen, in dem sie an Festtagen wie dem 1. Mai oder Kirmes ihre Häuser mit den Ortsfahnen schmückten. Erhältlich seien die Fahnen beim Ortsvorsteher.

Diese kleinen Kunstwerke findet man unter anderem im Jubiläumskalender des Weyerer Vereinskartells. Bild: Björn Wassong
Diese kleinen Kunstwerke findet man unter anderem im Jubiläumskalender des Weyerer Vereinskartells. Bild: Björn Wassong

Der Ort Weyer wurde im Jahr 871 erstmals als „villa viveri“ „Siedlung bei den Fischteichen“ urkundlich erwähnt. Diese Urkunde findet man im „Goldenen Buch von Prüm“. Ab 1599 erscheint der Ortsname in der heutigen angenäherten Form. Sicher ist Weyer älter als diese erste urkundliche Erwähnung. Aber vom genannten Zeitpunkt an beginnt die durch ein Schriftzeugnis belegte Existenz der Siedlung Weyer. Die Vorgeschichte des Ortes ist durch Funde und von Menschenhand entstandenen Veränderungen im Boden nachweisbar. Zum Beispiel durch den Fund des Matronensteins im Jahr 1991 bei Restaurierungsarbeiten im Altarraum der Kirche.

Da „erst“ vor 25 Jahren eine Ortschronik vom jüngst verstobenen Heimatforscher Anton Könen herausgegeben wurde, wird es im Jahr 2021 keine weitere Chronik geben, berichtet Wassong. Allerdings sammle der Ortsvorsteher weiterhin alte Bilder und Erinnerungsstücke aus Weyer für ein „Ortsarchiv“. Zudem seien verschiedene Aktionen und Feste – sofern diese stattfinden könnten – vorgesehen, in denen die Ortsgeschichte gefeiert und präsentiert werden soll.

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So wurde mit Hilfe zahlreicher Kinder und Jugendlichen ein Kalender zum Jubiläum herausgebracht. Die Kinder und Jugendlichen des Ortes waren über den letzten Sommer aufgerufen, Bilder unter dem Motto „Mein Weyer“ zu erstellen. Neben der Abbildung der gemalten Bilder und Fotografien im Kalender gab es auch Preise in Form von Gutscheinen lokaler Unternehmen, wie der Eifel-Therme, dem Mechernicher Bergbaumuseum oder der Bowl-Fabrik zu gewinnen. Ergänzt wurden die Bilder der Kunstaktion mit Bildern von David Rosenbaum aus Weyer, der mit seiner Bildbrett-Aktion in diesem Jahr begann. Mit einem Verkaufserlös möchten die Initiatoren eine wohltätige Organisation unterstützen. „Die schönen Bilder aus und um Weyer schaut man sich bestimmt auch gerne in anderen Orten an“, so Wassong. Die Kalender gibt es zum Preis von 11,50 Euro in der Konditorei Arns. (epa)

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