Krötenwanderung: NABU bittet Autofahrer um Rücksichtnahme

Nicht nur die Kröten, auch zahlreiche Helfer sind jetzt wieder in der Dämmerung und bei Nacht unterwegs, um den Amphibien zu helfen

Damit der Wasserfrosch in der Zeit der Amphibienwanderung nicht unter die Räder kommt, müssen ihm manchmal Helfer auf die Sprünge in sicheres Terrain helfen. Foto: NABU/Marion Zöller
Damit der Wasserfrosch in der Zeit der Amphibienwanderung nicht unter die Räder kommt, müssen ihm manchmal Helfer auf die Sprünge in sicheres Terrain helfen. Foto: Marion Zöller/NABU

Kreis Euskirchen – Wenn der Winter geht, kommen die Amphibien. Auf dem Weg vom Winterschlafplatz zu ihren Laichgewässern laufen Frösche, Kröten und Molche Gefahr, dem Straßenverkehr zum Opfer zu fallen. Die ersten lauen, feuchten Frühlingsabende und -nächte: Das ist die Zeit für die Amphibienwanderung. Zeit auch, für die freiwilligen Helfer, die den Tieren alljährlich über die Straße helfen.

„Da die technischen Einrichtungen ihren Zweck oft nur unzureichend erfüllen und an vielen Straßen derartige Systeme gänzlich fehlen, muss hier immer noch sehr viel Handarbeit geleistet werden“, berichtet Ulrich Pohl, Ansprechpartner für Fische, Amphibien und Reptilien vom NABU Euskirchen. Er und seine Mitstreiter werden sich auch in diesem Jahr wieder „die Nächte um die Ohren schlagen“.

Einem uralten Instinkt folgend, zieht es die Amphibien zu „ihrem“ Gewässer, dem Teich, See oder Tümpel, in dem sie selbst als Kaulquappen ihr Leben begannen. Weil sie auf dem Weg, auf das immer dichter werdende Straßennetz stoßen, sich aber davon nicht aufhalten lassen, sterben alljährlich Zigtausend Tiere den Straßentod.

Vor Beginn der Wanderzeit werden daher Krötenzäune aufgestellt, ausgebessert und erneuert, während der Wanderungen müssen ständig Kontrollen durchgeführt , die Amphibien aufgesammelt und über die Straße getragen werden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Einsatzzeiten für die Amphibienretter in der Dämmerung oder gar nachts liegen. Wer noch mithelfen möchte findet die Kontaktdaten auf der Homepage des NABU Euskirchen, www.nabu-euskirchen.de. Autofahrer werden gebeten, jetzt besonders vorsichtig zu fahren, um weder die Tiere noch ihre Helfer zu gefährden. (epa)

Hier kommt es besonders stark zur Krötenwanderung:

  • in Mechernich-Strempt, -Eicks, -Satzvey (Grube Rolf) und Antweiler (Grube Toni),
  • in Euskirchen an der Mitbachaue,
  • in Zülpich am Bachsteinweg,
  • in Reifferscheid, Kall-Wahlen, Sistig und an der Wildenburg
  • in Bad Münstereifel-Eicherscheid und im Schleidtal
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