AstraZeneca-Impfungen in Marmagen gestoppt

Impfstoff steht laut Medienberichten in Verdacht, die Bildung von Blutgerinnseln zu begünstigen – Update: Bis kommenden Sonntag müssen 1.900 Impftermine mit AstraZeneca abgesagt werden – BioNTech-Impfstoff wird weiter verimpft

Auch in Deutschland wurden jetzt die Impfungen mit AstraZeneca gestoppt. Symbolbild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Auch in Deutschland wurden jetzt die Impfungen mit AstraZeneca gestoppt. Symbolbild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Euskirchen – Nach der Entscheidung des Bundesgesundheitsministeriums, nach zahlreichen europäischen Ländern jetzt auch in Deutschland Impfungen mit AstraZeneca auszusetzen, hat auch das Regionale Impfzentrum in Marmagen unverzüglich reagiert und die Impfungen mit AstraZeneca mit sofortiger Wirkung gestoppt, wie jetzt der Kreis Euskirchen mitteilt. Bis kommenden Sonntag müssen 1.900 Impftermine mit AstraZeneca abgesagt werden, wie es aus dem Kreishaus nach einer Besprechung von Markus Ramers, Landrat Kreis Euskirchen,  seinem Allgemeiner Vertreter Manfred Poth und Udo Crespin,  Leiter des Führungsstabes, heißt,

Im Regionalen Impfzentrum in Marmagen sind zwei komplette Impfstrecken geschlossen worden. Allerdings wird der BioNTech-Impfstoff weiter verimpft, diese Impfungen gehen also wie geplant weiter. Das betrifft unter anderem die Menschen, die älter als 80 Jahre sind. Laut Kreishaus seien im Regionalen Impfzentrum in Marmagen nur in geringem Maße Impfreaktionen auf den Impfstoff von AstraZeneca aufgetreten, es sind vier allergische Reaktionen (keine Thrombosen) dokumentiert. Eine weitere Impfreaktion sei nach einer BioNTech-Impfung aufgetreten, so dass  bisher fünf Impfreaktionen bei insgesamt über 22.000 Impfungen dokumentiert wurden. Diese Zahlen beziehen sich allerdings nur auf die im Impfzentrum während der Beobachtungszeit dokumentierten Fälle. Das Paul-Ehrlich-Institut weist darauf hin, dass Personen, die den COVID-19-Impfstoff AstraZeneca erhalten haben und sich mehr als vier Tage nach der Impfung zunehmend unwohl fühlen – beispielsweise mit starken und anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen – sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben sollten.

Das Paul-Ehrlich-Institut hält nach aktuellen Hinweisen auf Thrombosen im Zusammenhang mit der Impfung weitere Untersuchungen für notwendig. Ein Thrombus (Blutpropf) kann Blutgefäße ganz oder teilweise verschließen, etwa in Herz, Hirn oder Beinen. Daher hat das Bundesgesundheitsministerium auf Empfehlung des Instituts die Impfung mit dem Impfstoff AstraZeneca ausgesetzt.

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(epa)

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