Situation vieler Hilfesuchender hat sich in der Pandemie verschärft

Katholische Frauen spenden seit 30 Jahren für Familien und Kinder – Kreative Wege in der Pandemie gefunden

Rita Schischka (KFD Stotzeim), v.l., Cilly von Sturm (Bereichsleiterin), Maria Surges-Brilon (Vorstand) und Elke Nücken-Kahlenbach (esperanza-Beraterin) bei der Spendenübergabe. Bild: Carsten Düppengießer
Rita Schischka (KFD Stotzeim), v.l., Cilly von Sturm (Bereichsleiterin), Maria Surges-Brilon (Vorstand) und Elke Nücken-Kahlenbach (esperanza-Beraterin) bei der Spendenübergabe. Bild: Carsten Düppengießer

Euskirchen – In der Geschäftsstelle der Caritas Euskirchen konnten jetzt Caritasvorstand Maria Surges-Brilon, Bereichsleiterin Cilly von Sturm und Beraterin Elke Nücken-Kahlenbach, stellvertretend für die von ihnen betreuten jungen Mütter und deren Kinder, eine Spende über 500 Euro von Rita Schischka von der KFD (Katholische Frauen Deutschlands) Stotzheim entgegennehmen.

Seit drei Jahrzehnten spenden die Damen der KFD Stotzheim regelmäßig die Kollekte der Frauen- und Seniorenmesse an die Einrichtung der Caritas Euskirchen. „Durch die Corona Pandemie konnten unsere Messen nur einmal im Monat stattfinden und nicht wie sonst wöchentlich“, berichtet Schischka. Dadurch habe auch die Kollekte seltener stattfinden können. „Um unser Engagement für Familien und Kinder trotzdem weiter aufrecht erhalten zu können, haben wir in unserem Kreis um Spenden für die Arbeit der Caritas-Beratungsstelle gebeten“, so Schischka.

„Auch wir mussten uns auf die Corona-Krise einstellen. Wir sind auf unterschiedlichsten Wegen für unsere Ratsuchenden da: telefonisch, online, per E-Mail – aber auch weiterhin, mit Terminvereinbarung und Hygienekonzept, im persönlichen Beratungsgespräch vor Ort“, so Bereichsleiterin von Sturm.

In der Pandemie habe sich die Situation vieler Hilfesuchender verschärft. „Neben materiellen Sorgen, ausgelöst durch Kurzarbeit und Jobverlust kommen emotionale Belastungen hinzu“, weiß Beraterin Nücken-Kahlenbach. Die notwendigen Kontaktbeschränkungen führten zu Unsicherheiten. „Väter können nicht immer bei Schwangerschaftsuntersuchungen dabei sein. Vielen Alleinerziehenden fehlen die Gruppenangebote zum gegenseitigen Austausch und das Reden über die eigenen Sorgen und Nöte.“ Aber auch finanzielle Notlagen könnten mit den zuständigen Stellen häufig nur schriftlich geklärt werden. „Das braucht Zeit“, so von Sturm.

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„Ihr Engagement trägt dazu bei, dass wir hier schnell und unbürokratisch helfen können, um kurzfristig den Lebensunterhalt zu sichern“, betonte Caritasvorstand Surges-Brilon. „Ihre Spende hilft uns seit vielen Jahren dabei, diese Hilfen leisten zu können. Dafür möchte wir Ihnen und allen Frauen der KFD unseren Dank aussprechen“. (epa)

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