Störstoffe in der Bio-Tonne vermeiden

Abfallberatung des Kreises Euskirchen erklärt, warum „kompostierbare“ Kaffeekapseln, Teller, Besteck und Mülltüten nicht in den Biomüll gehören

Teller und Verpackung aus Bagasse, Besteck aus „Bio-Kunststoff“, Kaffeekapseln und „Bio-Müllbeutel“ – alle Produkte werden als kompostierbar beworben, gehören aber nicht in die Biotonne. Foto: Kreis Euskirchen
Teller und Verpackung aus Bagasse, Besteck aus „Bio-Kunststoff“, Kaffeekapseln und „Bio-Müllbeutel“ – alle Produkte werden als kompostierbar beworben, gehören aber nicht in die Biotonne. Foto: Kreis Euskirchen

Kreis Euskirchen – Am Kompostwerk des Kreises Euskirchen in Mechernich-Strempt wird aus Bioabfall wertvoller organischer Dünger, also Kompost hergestellt. Je besser dieser Bioabfall zu Hause sortiert wird, um so einfacher und hochwertiger gelingt es, den Dünger zu erzeugen. Störstoffe, wie sogenannte kompostierbare Verpackungen, Geschirr oder Müllbeutel stören dabei den Prozess.

Plastik (auf Erdöl basierend) wird in einigen Bereichen durch „Bio-Kunststoff“ oder sogenannte kompostierbare Verpackungen aus Zuckerrohr (Bagasse) oder zum Beispiel Palmblättern ersetzt. Oftmals wird dabei suggeriert, dass es sich um ein umweltfreundliches, kompostierbares Produkt handelt. In den Anlagen der Hersteller mag das Kompostieren aufgrund der langen Verrottungsdauer gelingen, doch gehören auch die „kompostierbaren“ Kaffeekapseln, Teller, Bestecke oder bioabbaubare Müllbeutel nicht in die Biotonne. All diese Produkte werden in der im Kreis-Kompostwerk zur Verfügung stehenden Verrottungsdauer nicht zersetzt. Aus Bioabfall wird dort in zwei bis vier Wochen Kompost. Alles was in dieser Zeit nicht zersetzt wird, muss aufwändig aussortiert und in einer Müllverbrennungsanlage verbrannt werden.

Verpackungen aus Biokunststoff, in denen z. B. Take-Away-Essen gekauft wird, gehören in die Gelbe Tonne. Einwegbesteck und die kompostierbaren Kaffeekapseln sollen hingegen über die Restmülltonne entsorgt werden.

„Für alle, die mehr wissen wollen: Ab dem 6. Mai 2021 gibt es über den Facebook- und Instagram-Kanal des Kreises Euskirchen sechs Wochen lang ausführlichere Informationen zum Thema Bioabfall“, so Karen Beuke, die Abfallberaterin des Kreises Euskirchen. „Liken Sie die Kanäle und verpassen Sie keine Information.“ Der Kreis Euskirchen ist Teil der deutschlandweiten Kampagne #wirfuerbio. Machen Sie mit, denn Biomüll kann mehr!

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Alle Informationen gibt es auch unter www.wirfuerbio.de/euskirchen . Fragen beantwortet die Kreis-Abfallberatung: abfallberatung@kreis-euskirchen.de / Tel: 0 22 51-15-530.

(epa)

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