Katastrophentouristen sind nicht willkommen

Polizei kontrolliert Zufahrtstraßen – Aber Achtung, nicht jeder, der Fotos macht, ist ein Schaulustiger

Immer mehr Katastrophentouristen fallen in den Kreis Euskirchen ein. Die Polizei fragt in Kontrollen nach dem berechtigten Interesse. Symbolbild: epa
Immer mehr Katastrophentouristen fallen in den Kreis Euskirchen ein. Die Polizei fragt in Kontrollen nach einem berechtigten Interesse für den Besuch. Fotomontage: epa

Kreis Euskirchen – Immer mehr Schaulustige aus den Ballungszentren machen sich derzeit auf den Weg in die Eifel, um sich mit Kind und Kegel die Katastrophengebiete aus der Nähe zu betrachten. Dabei stehen sie zuweilen den Rettungseinsatzkräften im Weg oder verstopfen mit ihren Fahrzeugen die wenigen noch intakten Zufahrtstraßen. Auch der Schleidener Bürgermeister Ingo Pfennings beklagt auf seinem Facebook-Account einen steigenden Zuwachs an „Trümmertouristen“ vor allem in Gemünd, die dort Fotos und Videoaufnahmen machten.

Er betont: „Es hat jeder das Recht, seine Angehörigen in unseren Ortschaften zu besuchen oder sie zu unterstützen, Freunde zu besuchen oder sich als Helfer anzubieten.“ Aber Trümmertourismus müsse ausgeschlossen werden. Gleichzeitig ruft Pfennings die Bevölkerung auf, nicht grob gegenüber Menschen mit Kameras zu reagieren, da viele, (wie beispielsweise Pressevertreter, Anm. d. Red.), auch durchaus ein berechtigtes Interesse hätten. Die Polizei kontrolliere die Fahrzeughalter bei der Einfahrt in Gemünd und lasse nur diejenigen durch, die eben ein solches berechtigtes Interesse nachweisen könnten.

Die Polizei Euskirchen  bittet darüber hinaus, keine Drohnen über Einsatzgebieten von Polizei und Rettungsdienst fliegen zu lassen. Dadurch würden die Drohnen der Rettungskräfte behindert. Zudem sei dies unzulässig und stelle laut LuftVO eine Ordnungswidrigkeit dar.

Auch die einheimische Bevölkerung wird derzeit gebeten, nur wirklich notwendige Autofahrten zu tätigen, um die Straßen nicht unnötig  zu verstopfen.

Für Touristen, die einfach nur Erholung im Kreis Euskirchen suchen, rät die Nordeifel Tourismus GmbH derzeit dringend von Reisen in die Nordeifel ab. Vielerorts seien im Gelände Rad- und Wanderwege sowie weitere touristische Infrastruktur zerstört worden. Auf  vielen Wegen bestehe darüber hinaus erhebliches Gefahrenpotenzial.

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„In den Orten laufen umfangreiche Aufräumarbeiten und der Aufbau der öffentlichen Infrastruktur, bei denen Störungen unbedingt vermieden werden sollen“, heißt es. Der Bahnverkehr sei ohnehin eingestellt und die Erreichbarkeit mit dem Auto sehr schwierig. Auch seien die beiden Anlaufstellen der NeT, die Geschäftsstelle in Kall und die Tourist-Information in Gemünd, von den Überflutungen betroffen. (epa)

Ein Gedanke zu „Katastrophentouristen sind nicht willkommen“

  1. Mein Vorschlag:
    Ksssenhäuschen an den Zufahrtsstraßen.
    Einmal gaffen 50 € pro Person, für Film und Foto 100€, Kinder bis 14 Jahre zahlen die Hälfte.
    Das Geld können die geschädigten gut gebrauchen und hält bestimmt die Gaffer fern.

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