Berufsausbildung in der Eifel: Zukunftssicherer Wiederaufbau

Berufskolleg Eifel und Thomas-Eßer-Berufskolleg stehen vor einem Modernisierungsschub – Nach Flutschäden ist der Präsenzunterricht gesichert – Anmeldephase für neues Schuljahr angelaufen

Zukunft gesichert: Bei einem Rundgang im Euskirchener Thomas-Eßer-Berufskolleg informierten Landrat Markus Ramers (rechts) sowie die Schulleitungen über den aktuellen Sachstand in den beiden Schulen nach der Flut-Katastrophe. Foto: W. Andres / Kreisverwaltung
Zukunft gesichert: Bei einem Rundgang im Euskirchener Thomas-Eßer-Berufskolleg informierten Landrat Markus Ramers (rechts) sowie die Schulleitungen über den aktuellen Sachstand in den beiden Schulen nach der Flut-Katastrophe. Foto: W. Andres / Kreisverwaltung

Kreis Euskirchen – Das Thomas-Eßer-Berufskolleg (TEB) in Euskirchen und das Berufskolleg Eifel (BKE) in Kall sehen sich für die Zukunft gut gerüstet, wie die Verantwortlichen jetzt bei einem Pressetermin im Thomas-Eßer-Berufskolleg mitteilten. Beide Einrichtungen wurden zwar schwer von der Flut getroffen und geschädigt, haben aber mittlerweile durch Engagement und Improvisationstalent die Weichen für einen weitgehend normalen Schulalltag gestellt. Aktuell läuft die Anmeldephase für das neue Schuljahr.

„Wir werden die beiden Berufskollegs wiederaufbauen und sie zukunftssicher gestalten – mit modernen Lehr- und Lernbedingungen“, betonte Markus Ramers, Landrat Kreis Euskirchen: „Das wird ein echter Modernisierungsschub für die berufliche Bildung im Kreis Euskirchen.“ Er begrüßt ausdrücklich den einstimmigen Kreistagsbeschluss, dass am Standort der beiden Einrichtungen festgehalten wird.

An einen normalen Schulalltag war unmittelbar nach der Flut nicht zu denken. Die Schäden waren enorm und belaufen sich nach einer vorläufigen Schätzung des Schulträgers Kreis Euskirchen auf 8,5 Millionen Euro am TEB und 11,6 Millionen Euro am BKE. Für die rund 3.200 Schülerinnen und Schüler und die Lehrerschaft begann eine Zeit des Improvisierens und der Notlösungen. So wurden die Eifeler Schüler zeitweise auf bis zu 15 Standorte verteilt, die Euskirchener auf acht. Mittlerweile können aber alle wieder in den jeweiligen Hauptgebäuden unterrichtet werden.

„Das war schon eine enorme Herausforderung“, blickt TEB-Schulleiter Hermann Wilkens auf diese Wochen zurück: „Wir mussten von jetzt auf gleich rund 2000 Schüler ohne Gebäude beschulen.“ Aber da man schon im Vorfeld digital gut aufgestellt war, habe dies funktioniert. Dies bestätigt auch Holger Mohr, der Schulleiter des BKE: „Unser Schüler waren zeitweise über das gesamte Kreisgebiet verteilt, aber auch wir haben von der Digitalisierung profitiert und konnten diese Zeit ganz gut überbrücken.“ Die Sanierung laufe zwar noch, aber mittlerweile seien alle wieder zurück in Kall. Ausdrücklich dankten die beiden Schulleiter dem Immobilienmanagement und dem Schulamt der Kreisverwaltung. „Wir haben diese schwierige Zeit mit Know-How, Kreativität und Flexibilität gemeinsam gut bewältigt“, so Wilkens.

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Landrat Ramers: „Die Zukunft der beiden Berufskollegs ist jedenfalls gesichert.“ Kurzfristig werden die Sanierungsarbeiten fortgesetzt, mittel- und langfristig werde man sich über die zukunftsfähige Ausrichtung der Schulen beraten, um attraktive Bildungsgänge „am Puls der Zeit“ anbieten zu können. Dazu werde man auch in den Austausch mit den Betrieben der Region gehen.

ANMELDUNG:

Die Bewerbung für die Anmeldung erfolgt nach vorheriger Beratung. Neu ist in diesem Jahr die vorherige telefonische Terminvereinbarung zur Beratung. Weitere Informationen sind auf den jeweiligen Homepages der Berufskollegs zu finden:

Berufskolleg Eifel in Kall, Tel. 02441 / 77970, www.bkeifel.de

Thomas-Eßer-Berufskolleg in Euskirchen, Tel. 02251 / 957080, www.teb-eu.eu

(epa)

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