Schöner, größer, regionaler: NimmEssMit-Markt wird wieder aufgebaut

Verkaufsfläche in der Bad Münstereifeler Innenstadt vergrößert sich um gut 50 Quadratmeter auf insgesamt 180 Quadratmeter – Mehr Sitzplätze innen und außen – Erweitertes Bäckereiangebot

Noch sind einige Fragen offen. Doch die beiden NEW-Geschäftsführer, Wilfried Fiege (links) und Georg Richerzhagen, hier mit einem der aktuellen Pläne, sind sich sicher, dass der NimmEssMit-Markt an der Orchheimer Straße in Bad Münstereifel in einigen Monaten wiedereröffnen wird. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Noch sind einige Fragen offen. Doch die beiden NEW-Geschäftsführer, Wilfried Fiege (links) und Georg Richerzhagen, hier mit einem der aktuellen Pläne, sind sich sicher, dass der NimmEssMit-Markt an der Orchheimer Straße in Bad Münstereifel in einigen Monaten wiedereröffnen wird. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Bad Münstereifel – Es ist eine Nachricht, die nicht nur die Menschen freuen dürfte, die bis zum 14. Juli vergangenen Jahres in dem kleinen Lebensmittelmarkt mit der großen Snackauswahl an der Orchheimer Straße 1 in der Bad Münstereifeler Innenstadt täglich ihren Dienst taten: Der NimmEssMit-Markt, ein inklusives Unternehmen der Nordeifelwerkstätten (NEW), wird wieder aufgebaut, ja besser noch, er soll sogar noch größer und schöner werden. Die beiden NEW-Geschäftsführer, Georg Richerzhagen und Wilfried Fiege, stecken derzeit zwar noch bis zu beiden Ohren in der Planungsphase, sind sich aber sicher, dass der Markt irgendwann im Sommer seine Türen wieder öffnen wird.

„Zurzeit laufen noch Gespräche mit der Versicherung“, berichtet Wilfried Fiege. Einige Details seien noch nicht zur Gänze geklärt. So viel aber könne er schon sagen, dass der Markt sich nach seiner Wiedereröffnung um gut 50 Quadratmeter auf dann 180 Quadratmeter Verkaufsfläche erweitern werde. Möglich sei dies, da man angrenzende Räumlichkeiten eines Nachbargeschäfts mitnutzen könne.

„Im Innenbereich werden dann bis zu 22 Sitzplätze und weitere Stehplätze entstehen. Aber auch die Außensitzplätze möchten wir gern kräftig erweitern“, gibt Georg Richerzhagen Einblick in die derzeitige Planung. Mit diesem „Refresh“ des Markts wolle man vor allem für die Kundinnen und Kunden die Aufenthaltsqualität deutlich erhöhen.

Geplant sei weiterhin, gemeinsam mit einer ortsansässigen Bäckerei das Bäckereiangebot zu erweitern. „Unser Hauptkonzept ist es ja, Lebensmittel zum direkten Verzehr zu verkaufen. Ob Süßes oder Salziges, Fruchtiges oder Deftiges, frisch geschnippelt oder haltbar verpackt. Wir bieten kleine Snacks für jeden Geschmack samt der passenden Erfrischung. Und darunter natürlich auch zahlreiche Brötchen- und Kuchenvariationen. Und das soll auch so bleiben“, so Richerzhagen. Ebenso die Kombination mit der kleinen cafesito-Kaffeebar, die viele Liebhaber gefunden habe, die am NimmEssMit-Markt gern mal eine kleine Auszeit nähmen.

„Derzeit überlegen wir auch, ob wir mal etwas Neues wagen sollen“, verrät Wilfried Fiege. „So denken wir gerade über die Realisierung eines »Unverpackt«-Angebots nach.“ Dieses Verkaufsmodell verzichtet komplett auf Plastikverpackungen. „Da wir jedoch nicht wissen, ob diese Idee bei unseren Kunden ankommt, werden wir wahrscheinlich zunächst nur mit einem kleineren Sortiment beginnen.“

„Überhaupt wollen wir in unserem neuen Ladenlokal dem Thema Nachhaltigkeit noch viel mehr Platz geben“, betont Georg Richerzhagen. „Dies wird sich auch in einer erweiterten Palette an regionalen Produkten zeigen, ob Honig, Marmelade, Käse, Wild, Senf oder edle Eifel-Brände, wir werden noch deutlicher als bisher auf Angebote setzen, die keine weiten Anfahrtswege haben und darüber hinaus die Region stärken.“

Ganz besonders freuen sich die Beschäftigten und Mitarbeiter darüber, dass der NimmEssMit-Markt wieder aufgebaut wird. Richerzhagen: „Vor allem für die zahlreichen Menschen mit Behinderung war die Arbeit in der Öffentlichkeit täglich gelebte Inklusion. Die Flut vom 14. auf den 15. Juli hat dieses Vorzeigeprojekt in nur einer Nacht zerstört.“

Derzeit arbeitet die ehemalige Marktcrew zum Teil im CAP-Markt in Kuchenheim, in den Kantinen der Werkstätten oder in den Werkstätten selber. Alle freuten sich riesig darüber, an die alte Wirkungsstätte zurückkehren zu dürfen. „Die Flutkatastrophe war für jeden von uns ein traumatisches Erlebnis, umso wichtiger ist es, dass wir jetzt wieder zurück zur Normalität finden und erneuern, was wir bereits erreicht haben“, so Richerzhagen.

Ob der derzeitig vorliegende Plan bereits der letzte ist, können die beiden Geschäftsführer noch nicht sagen. „Uns fällt immer wieder etwas Neues ein und dann wird wieder umgeplant“, so Richerzhagen. „Aber klar ist, dass wir den NimmEssMit-Markt auf jeden Fall wieder eröffnen wollen.“

Eifeler Presse Agentur/epa

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