Dirigent Scott Lawton ist ein Fan der Hilfsgruppe Eifel. Seit 2011 hat er mit dem Landespolizeiorchester NRW 14. Neujahrs- und vier Frühlingskonzerte zugunsten der Hilfsgruppe Eifel gegeben. Foto: Reiner Züll
NRW-Landes-Polizeiorchester gab das 14. Neujahrskonzert – Musik aus „Der Pate“, „Der weiße Hai“ und „König der Löwen“ im ausverkauften Kursaal
Kall /Gemünd – Es sollte eigentlich eine einmalige Sache sein, als das NRW-Landespolizei-Orchester (LPO) am Sonntag, 2. Februar 2011, im Gemünder Kursaal ein großes Benefiz-Neujahrskonzert gab, um damit der Hilfsgruppe Eifel zu deren 20-jährigen Bestehen zu gratulieren. Leiter des Orchesters war Dirigent Scott Lawton, der damals über den ausverkauften Kursaal so begeistert war, dass er ein Fan der Eifel und vornehmlich der Hilfsgruppe wurde.
Und es blieb nicht bei dem einen Konzert zum Hilfsgruppen-Jubiläum. Am Sonntag gaben die Polizeimusiker unter Leitung von Scott Lawton im erneut ausverkauften Kursaal das nunmehr 14. Neujahrskonzert zugunsten der Hilfsgruppe. Lediglich in den Jahren der Corona-Pandemie und der danach folgenschweren Flut in der Eifel fielen zwei Neujahrskonzerte aus.
Im Jahr 2022, als der Kursaal infolge der schweren Flutschäden für das Neujahrskonzert noch nicht zur Verfügung stand, bot Scott Lawton der Hilfsgruppe an, an anderer Stätte ein Frühlingskonzert zu geben. Willi Greuel nahm dankbar an, und so fand in der Hellenthal Grenzlandhalle das Frühlingskonzert der LPO zugunsten der Hilfsgruppe statt. 2023 folgte an gleicher Stelle das zweite Frühlingskonzert.
Seit 2024 steht der Kursaal in Gemünd wieder für beide LPO-Konzerte zur Verfügung. Beim 4. Frühlingskonzert des LPO im vergangenen Jahr konnte Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel mit NRW-Innenminister Herbert Reul sogar einen ganz besonderen Gast begrüßen.
Für das nunmehr 14. Neujahrskonzert am Sonntag hatte Dirigent Scott Lawton bekannte Filmmusiken ausgewählt. Das erfreute besonders den Schirmherrn der Veranstaltung, Markus Ramers, der ein großer Fan von Filmmelodien ist. Das Publikum war begeistert von der hohen Qualität, die das 40-köpfige Orchester unter Beweis stellte.
Mit Melodien aus den bekannten Filmen „Der weiße Hai“, „Indiana Jones“, „Adventures on Earth“ und „Harry’s Wondrous World“ war der Komponist John Williams gleich vierfach im Programm vertreten. Weitere Stücke waren „Rocky – Gonna Fly Now“ (Bill Conti), „Der Pate“ (Nino Rota), „Zurück in die Zukunft“ (Alan Silvestri), „König der Löwen“ (Elton John/Hans Zimmer), „Titanic“ (James Horner), „Drachenzähmen leicht gemacht“ (John Powell), „Gladiator“ (Hans Zimmer) und „La La Land“ von Justin Hurwitz.
Das Publikum ließ das Ensemble nicht ohne Zugaben von der Bühne. Als letztes Stück intonierte das Orchester den „Radetzky-Marsch“ von Johann Strauss, den wohl berühmteste Marsch der Welt, der seinen Namen durch die Widmung an Feldmarschall Josef Wenzel Graf Radetzky von Radetz bekam. Das Publikum klatsche begeistert mit und bedankte sich bei den Musikern mit stehendem Applaus.
Weil das Neujahrskonzert in diesem Jahr zu einem späten Zeitpunkt stattgefunden hat, wird es dieses Mal kein Frühjahrskonzert gaben. Dafür geben die Polizeimusiker am Freitag, 20. November, im Großen Kursaal ein Adventskonzert. „Und dann wieder vor einem ausverkauften Haus“, sind sich Hilfsgruppen-Chef Willi Greuel und Dirigent Scott Lawton schon jetzt sicher. (Reiner Züll/epa)